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Beiträge von Surfmedizin

  • Wissenschaftliche Studie: Verletzungen beim klassischen Windsurfen im Vergleich zum Windfoilen

    • Surfmedizin
    • 22. August 2023 um 22:49
    Zitat von dominik

    ME wäre "in der Regel in einem Jahr" oder "auf das Jahr gesehen durchschnittlich pro Monat" klarer, sonst nennen manche den durchschnittlichen Surfmonat.

    Für viele sind die Surfmonate doch sehr saisonlastig oder gar urlaubslastig verteilt.

    Wer zB 85 Tage im Jahr stundenlang surft, kommt ca auf 7 Tage. Gibt man nur ganzzahlige Tage an, wird es beim Faktor 12 schon ungenau, darum: "in der Regel in einem Jahr".

    Die Statistik kann dann ja leicht mit Kommastellen rechnen.

    Noch viel besser: "wieviele Wasserstunden in der Regel in einem Jahr".

    Km abzufragen wird vermutlich schwierig - ich fahre - gerade nachgerechnet - durchschnittlich ca 64 km pro Tag. Hätte ich etwas höher geschätzt BTW. Aber Regatta- und Schwachwindeinheiten drücken den Schnitt doch erheblich.

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    Vielen Dank für deine Nachricht. Das sind alles richtige Aussagen. Leider ist es so, dass die durchschnittlichen Wassersportler wenig Lust haben, ihre Wasserstunden im Jahr auszurechnen. Wie bereits oben erwähnt, haben wir Vorerfahrungen mit einer Studie zu Verletzungen beim Wingfoilen gemacht. Beim Erfragen der Stunden auf dem Wasser pro Jahr haben viele Teilnehmer die Studie abgebrochen...

  • Wissenschaftliche Studie: Verletzungen beim klassischen Windsurfen im Vergleich zum Windfoilen

    • Surfmedizin
    • 22. August 2023 um 22:44
    Zitat von Boris

    Der Vorteil der 12 Monate ist, man bekommt die regelmäßigen häufigen Verletzungen raus.

    Die einmaligen schweren fallen eher raus, wobei es da typische gibt und andere, die bei jeder Sportart vorkommen.

    Typisch sind sicher Rippen, Knie und Sprunggelenk.

    Der Herzinfarkt, den wir am Strand hatten, hatte vielleicht was mit der Anstrengung und Kälte zu tun, wäre aber wohl auch woanders passiert.

    <=bin ich nicht der Meinung.

    das wäre nur der Fall, wenn die Teilnehmerzahlen groß genug würden - und das wird nicht der Fall sein.

    Wenn ich die relevanten Verletzungen in einer kleinen Probandengruppe messen möchte, muss ich den zetlichen Aufnahme-Bereich erhöhen, damit ich genug Ereignisse messen kann.

    Alles anzeigen

    Danke für deinen Input. Aus Vorerfahrungen von der vorangegangenen Studie zum Wingfoilen, welche in Kürze publiziert wird, dürfen wir davon ausgehen, dass ein Untersuchungszeitraum von 12 Monate ausreicht, um ausreichend viele Verletzungen zu registrieren.

    Die Studie soll keine wort case scenarios abbilden, sondern ein möglichst durchschnittlichen Blick auf die Verletzungsrealität der Windsurfer in einem durchschnittlichen Jahr liefern. Aus meiner eigenen Erfahrung als Unfallchirurgin kann ich sagen, dass die in den Fuß getretene Muschel oder Rückenschmerzen nach einer Starkwindsession sehr viel häufiger sind, als beispielsweise die komplexe Halswirbelkörperfraktur. Während sich wohl jeder lange an einen Bruch erinnert, kann man die Muschelverletzungen bei unpassendem oder fehlenden Schuhen an bestimmten Spots wohl kaum noch zählen.
    Eine zeitlich unbegrenzte Abfrage der schwersten Verletzungen führt dann zu einer deutlichen Überrepräsentation der schweren Verletzungen - da diese eben (zum Glück!) seltener sind als die leichten.

  • Wissenschaftliche Studie: Verletzungen beim klassischen Windsurfen im Vergleich zum Windfoilen

    • Surfmedizin
    • 22. August 2023 um 07:53
    Zitat von Boris

    finde ich auch.

    Am sinnvollsten sind die Streckenabfrage, also wieviel km im Jahr (aber das misst nicht jeder natürlich mit GPS).

    Alternative sind die Anzahl der Surfstunden pro Jahr - ging man früher von durchschnittlich 75 Stunden/h aus, das wären bei 3 h/Surftag 25 Surftage durchschnittlich pro Jahr.

    Insgesamt halte ich den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn für überschaubar - siehe z.B. die Teilnehmerzahlen aus dieser älteren Studie Windsurfen vs. Kiten:

    World J Orthop 2016 Dec 18;7(12):814-820.

     doi: 10.5312/wjo.v7.i12.814.

    Windsurfing vs kitesurfing: Injuries at the North Sea over a 2-year period

    Christiaan J A van Bergen 1, Joris P Commandeur 1, Rik I K Weber 1, Daniel Haverkamp 1, Roelf S Breederveld 1


    Aim: To analyze all windsurfing and kitesurfing (kiteboarding) injuries presented at our coastal hospital over a 2-year period.

    Methods: Twenty-five windsurfers (21 male; aged 31 ± 8 years) and 32 kitesurfers (23 male; aged 29 ± 11 years) presented at our hospital during the 2-year study period. Various injury data were recorded, including transport to hospital and treatment. After a median follow-up of 16 mo (range, 7-33 mo), 18 windsurfers (72%) and 26 kitesurfers (81%) completed questionnaires on the trauma mechanisms, the use of protective gear, time spent on windsurfing or kitesurfing, time to return to sports, additional injuries, and chronic disability.

    Results: Most patients sustained minor injuries but severe injuries also occurred, including vertebral and tibial plateau fractures. The lower extremities were affected the most, followed by the head and cervical spine, the upper extremities, and the trunk. The injury rates were 5.2 per 1000 h of windsurfing and 7.0 per 1000 h of kitesurfing (P = 0.005). The injury severity was the same between groups (P = 1.0). Less than 30% of the study population used protective gear. Kitesurfers had a higher number of injuries, and required transport by ambulance, inpatient hospital stay and operative treatment more often than windsurfers, but these differences were not statistically significant (P > 0.05). The median time to return to windsurfing and kitesurfing was 5 and 4 wk, respectively (P = 0.79). Approximately one-third of the patients in each group experienced chronic symptoms.

    Conclusion: Kitesurfing results in a significantly higher injury rate than windsurfing in the same environmental conditions but the severity of the injuries does not differ.


    Keywords: Epidemiology; Extreme sports; General sports trauma; Prevention; Surfing.

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    Die Surfstunden pro Jahr errechnen wir aus den Angaben der Sessions pro Monat und durchschnittlicher Sessiondauer. Letztes Jahr wurde über Surfmedizin auch eine Studie zum Wingfoilen durchgeführt und die Anzahl der Surfstunden/Jahr abzufragen hat bei den Teilnehmern zu großer Unlust geführt, die Studie zu Ende durchzuführen.

    Die Studie dort oben ist bekannt. Aber anhand der geringeren Teilnehmerzahlen ist sie fast näher an einem Case Report als an einer Studie :)

  • Wissenschaftliche Studie: Verletzungen beim klassischen Windsurfen im Vergleich zum Windfoilen

    • Surfmedizin
    • 22. August 2023 um 07:48
    Zitat von Happy

    Hab es auch ausgefüllt

    Die Frage zu wie oft im Monat ist für mich schwer zu beantworten, besser wäre es nach der ungefähren Anzahl der Tage im Jahr zu fragen. Es gibt viele Monate im Jahr da habe ich null Surftage, Monate mit ganz wenigen und in den Ferienwochen zusammengezählt dann 10- 20- 30 oder gar mehr Tage. Habe jetzt 4 Tage im Monat angegeben, so als Durchschnitt könnte das stimmen … irgendwo zwischen 30 und 50 Tage im Jahr, je nach Wind und Dauer der Windsurfferien

    Ja, das ist ein bekanntes Problem, deswegen ist die Frage auch formuliert als: Wie häufig windsurfst Du in der Regel im Monat? Da kann man selbst dann anhand der Tage einen ungefähren Mittelwert errechnen. Auch das ist für die Statistik leider notwendig.

  • Wissenschaftliche Studie: Verletzungen beim klassischen Windsurfen im Vergleich zum Windfoilen

    • Surfmedizin
    • 22. August 2023 um 07:46
    Zitat von Boris

    paar Punkte:

    -es gibt das Windfoilen in breiterer Front seit 2017 (da kam halt richtig Material der Industrie auf den Markt). also sollte man Behandlungs-pflichtige Verletzungen ab da abfragen - nicht 12 monate

    -um einen Vergleich mit Windsurfen zu ermöglichen, würde ich den gleichen Ereignishorizont da abfragen

    -es fehlen Fragen zur Selbstmedikation mit den typ. Schmerzmitteln

    Vielen Dank für die Hinweise! Die Schmerzmittel sind unter dem Punkt: konservative Therapie subsummiert (Frage Therapie: keine/konservativ/operativ)

  • Wissenschaftliche Studie: Verletzungen beim klassischen Windsurfen im Vergleich zum Windfoilen

    • Surfmedizin
    • 22. August 2023 um 07:44

    Vielen Dank für die Hinweise! Die Begrenzung auf die letzten 12 Monate ist leider notwendig, um die Studie mit den anderen großen Studien dieser Art vergleichbar zu machen.

    Zitat von Surfer63

    Stimmt, in den letzten 12 Monaten hatte ich nichts gravierendes, über die ganze Surfzeit schon einiges, und auch alle anderen mit denen ich lange surfe.

    Vielen Dank für die Hinweise! Die Begrenzung auf die letzten 12 Monate ist leider notwendig, um die Studie mit den anderen großen Studien dieser Art vergleichbar zu machen.

  • Wissenschaftliche Studie: Verletzungen beim klassischen Windsurfen im Vergleich zum Windfoilen

    • Surfmedizin
    • 21. August 2023 um 19:36

    Hallo zusammen!

    ich bin Unfallchirurgin und Teil von Surfmedizin e.V., ein Netzwerk von wassersportbegeisterten Unfallchirurgen.

    Wir führen momentan eine weltweite wissenschaftliche Studie zum Thema:


    Verletzungen und Überlastungserscheinungen beim klassischen Windsurfen im Vergleich zum Windfoilen durch.

    Unser Ziel ist es, anhand der Ergebnisse spezifische Trainings- und Präventionsmethoden zu entwickeln, um (foilende) Windsurfer besser vor Verletzungen zu schützen.


    Unsere Studie wird in Zusammenarbeit mit der Universität Witten/Herdecke durchgeführt und ist Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar. Sie dauert maximal 10 Minuten.
    Wir planen eine hochrangige Veröffentlichung der Studienergebnisse in den USA.


    Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr das wichtige Projekt unterstützt.


    Dies ist der Link zur Studie:

    Verletzungen und Überlastungsschäden beim Windfoilen im Vergleich zum klassischen Windsurfen

    Vielen Dank im Voraus.

    Sportliche Grüße,

    Dr. med. Kirsten Thünemann

    Surfmedizin e.V.
    Sedanstr. 24
    24535 Neumünster

    http://surfmedizin.org

  • Windsurf-Notfall-/Reise-Apotheke

    • Surfmedizin
    • 21. August 2023 um 19:28

    Es klingt, als gebe es hier einige Verletzungen zu versorgen. Ich bin Unfallchirurgin und Teil von Surfmedizin e.V. (surfmedizin.org), wir sind eine Gruppe von wassersportbegeisterten Unfallchirurgen.

    Momentan führe ich eine Studie zu Verletzungen im Windsurfen und -foilen durch. Ihr würdet mir sehr helfen, den medizinischen Support für die Windsurfer zu verbessern, wenn ihr teilnehmt. Es wird die weltweit erste Studie sein, die Verletzungen beim Windsurfen mit Finne gegenüber den Verletzungen beim Windsurfen mit Foil vergleicht.

    Anhand der Ergebnisse kann ich dann weitere sinnvolle Dinge zur Reiseapotheke hinzufügen :)

    Dies ist der Link zur Studie:

    Verletzungen und Überlastungsschäden beim Windfoilen im Vergleich zum klassischen Windsurfen

    Viele Grüße,

    Dr. med. Kirsten Thünemann

    Surfmedizin e.V.
    Sedanstr. 24
    24535 Neumünster

    http://surfmedizin.org

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