Habe wegen des Winkels nochmal nachgesehen, es sind 22,5 Grad.
Der Text stammt aus einem Segelmagazin.
Überholer hält sich frei“
Die Regel zum Überholen muss deutlich von der Lee-vor-Luv-Regel abgegrenzt werden, da auch hier beide Segler in der gleichen Richtung unterwegs sind, also den Wind von der gleichen Seite bekommen. Um ein Überholmanöver handelt es sich, wenn:
- sich zwei Segler begegnen,
- beide den Wind aus gleicher Richtung haben und
- sich einer dem Heck des anderen nähert in einem Bereich, der als „22,5 Grad achterlicher als Querab“ definiert ist.
Dieser Bereich beschreibt einen Winkel, der als gedachtes Dreieck im Heck des Kurshalters liegt. Wer sich von dort annähert, ist somit Überholer. „Lee vor Luv“ gilt in diesem Winkel nicht. Der Überholer ist immer ausweichpflichtig und überholt grundsätzlich besser in Luv, um nicht in den Windschatten des Kurshalters zu geraten. Wer sich über den 22,5-Grad-Winkel nicht ganz sicher ist, betrachtet sich prinzipiell als Überholer, beharrt nicht auf „Luv vor Lee“ und weicht aus
Bei relativ langsamen Segelbooten hat man normalerweise genug Zeit die Lage einzuschätzen, bei Surfern ist das anders, daher sollte man den letzten Satz anwenden