In den letzten drei Sessions habe ich den 550er Frontflügel mit der von Foildude vorgeschlagenen Schleifmethode getestet. Dabei habe ich direkt verglichen: jeweils ein geschliffener gegen den ungeschliffenen Flügel – immer am selben Tag, mit identischem Setup (Segelgröße 8.0) und ähnlichen Bedingungen (Speeds zwischen 28 und 32 Knoten). Der Flügelwechsel erfolgte jeweils unmittelbar vor oder nach der Session.
Subjektiver Eindruck:
Der mit dem Schwamm geschliffene Flügel fährt sich spürbar "feiner" und wirkt etwas schneller im Wasser. Gleichzeitig fühlt er sich dadurch aber auch leicht „nervöser“ an – also weniger gedämpft oder stabil.
Speedvergleich:
Interessanterweise war ich mit dem ungeschliffenen Flügel in mehreren Sessions jeweils ca. 0.5–1 Knoten schneller unterwegs.
Weiterer Test:
Den bereits mit dem Schwamm geschliffenen Flügel habe ich zusätzlich mit Nassschleifpapier überarbeitet. Dabei wurde auch das Logo flach geschliffen sowie die Abrisskante schärfer gemacht.
Ergebnis:
Direkt danach hatte ich meine beste Session – mit einer Topspeed(2sec) von 32 Knoten.
Fazit:
Die Unterschiede zwischen geschliffen und ungeschliffen sind insgesamt gering – solange man nicht gezielt das gesamte Profil, insbesondere Anströmkante und Abrisskante, überarbeitet. Erst dann zeigen sich relevante Performance-Vorteile.
Wichtig zu wissen: Nach dem Schleifen erscheinen die Wings im trockenen Zustand matt. Ob man solche Modifikationen trotz möglicher Auswirkungen auf die Garantie vornimmt, muss jede:r für sich selbst entscheiden.
Grüsse