Nächster Block, das Luftsystem
Die Anforderung ist klar, minimale Änderungen am Brett, die Finne muss dicht im Brett verbaut sein, so dass kein Wasser nach oben ausweichen kann, in die Luftkanäle darf kein Wasser eindringen.
Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass das am Unterwasserschiff vorbeifließende Wasser, bei einer Undichtigkeit Luft von oben zieht. Das ist nicht so, der Druck auf der Finne ist so groß dass das Wasser nach oben abfließen würde und zu einem Leistungsverlust an der Finne führt. ( Somit gehe ich davon aus dass die zuvor beschriebene Gasoil Finne eher nicht funktioniert.)
Ich habe viel Zeil damit verbracht Dichtungen aus Silicon zu gießen, um die Finne wie oben beschrieben im Brett zu montieren. Unglücklich sind mehrere Probleme zeitgleich aufgetreten. Eine Zeitlang war es auffällig, dass in den Schraubbechern des Bretts immer Wasser war und mir nicht klar war ob dieses von oberhalb des Bretts oder von unterhalb kam. Ebenso musste ich lernen, dass die Form der Luftauslässe den Sog wesentlich beeinflussen. Es war tatsächlich das Problem, dass die dünne Seitenwand am Luftauslass durch den Druck so stark gepresst wurde, dass die Auslässe im Grunde verschlossen wurden. Um herauszufinden ob das Wasser in den Schraubbechern von oberhalb des Bretts kommt habe ich diese zeitweise mit Siliconstopfen mit Entlüftungsrohr gedichtet. Nachdem ein ordentlicher Wasserstrahl aus den Rohren herauskam, war klar dass die Dichtung dem Druck nicht standgehalten hat.
Also, ……neue Abdichtung, neues Prinzip wie die Luft zu den Tupes kommt, neue Form der Auslässe.
Aktuell funktioniert es ganz gut.
Vermutlich wird das Luftsystem und die Dimensionierung ( Durchführung Brett – Tuttle Kopf & Dichtung - Tupes – Channel ) in der Zukunft noch eine grosse „Spielwiese“ sein um etwas zu verändern. Wie sich die Reduzierung der Tubes bei den neuen Finnen auswirkt, wird der nächste Lago Test zeigen.
Das Anpassen der Finne an das Brett funktioniert wie folgt:
Finne mit der Tuttlebox an das Brett anpassen dass sie 1-2mm zu tief in der Box sitzt. Danach wird die Dichtung eingesetzt und so lange angepasst bis die Finne bündig im Brett sitzt.