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Mastfußposition, Segelgröße und Chop

  • David1234
  • 23. Juni 2024 um 23:11
  • David1234
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    • 23. Juni 2024 um 23:11
    • #1

    Moin!

    Nachdem ich zu meiner letzten Frage zum Powerhalsen lernen so viel tolles Feedback bekommen habe, kommt jetzt gleich eine weitere Frage.

    Seit Herbst letzten Jahres habe ich ein Slalom/ Freerace Board RRD Firerace mit 122 Litern, 235 x 77 cm (Slalom-Shape mit zusätzlichen Schlaufenpositionen weiter innen, ich glaube von 2011). Davor bin ich ein älteres 130 Liter Freerideboard gefahren.

    Ich mag das RRD insgesamt sehr gerne. Es mag zum Angleiten bei weniger Wind gerne angepumpt werden, und weil ich ein fauler Sack bin, fahre ich gerne gut angepowert oder überpowert, und muss dann meist nur noch abfallen und dichtholen, und es geht von alleine los.

    Gestern war ich sehr gut angepowert mit meinem S-Type 7.8 unterwegs. Es war recht choppy, und das Board hat oft recht hart in den Chop eingesetzt, dadurch wurde die Fahrt unruhig. Anstatt zur Beruhigung den Mastfuss weiter nach vorne zu machen, habe ich den Mastfuß deutlich nach hinten gesetzt, und es war genial. Das Board ist plötzlich viel weicher über den Chop geflogen, die Fahrt fühlte sich insgesamt leicht an. Es war ein etwas fragiles Gefühl, als würde ich gleich wegfliegen, aber toll.

    Heute habe ich versucht, das bei weniger Wind (und reichlich Böen) mit meinem 9.3er S-Type auf dem gleichen Board (und der gleichen Finne, eine 45er Select) zu wiederholen. Das ist mir aber nur bedingt gelungen, Gleiten an sich ging gut, dieses gleichzeitig freie und trotzdem noch kontrollierte Fahrgefühl wie gestern mit dem 7.8er wollte sich aber nicht ganz einstellen. Ich habe diverse Mastfuß-Positionen ausprobiert, aber entweder fühlte sich das Board etwas auf dem Wasser klebend oder tendenziell unkontrolliert an.

    Mag es sein, dass das RRD 122 einfach mit dem 9.3er nicht so gut zurecht kommt (zu kleines/ schmales Board für zu großes Segel), und ich einen solchen Sweet Spot wie gestern beim 7.8er hier nicht finden werde? Oder heisst es hier auch viel üben und rumprobieren?

    Schlaufen hatte ich gestern in einer der inneren Positionen und heute zuerst genauso und dann außen, dass hat aber nicht wirklich einen großen Unterschied gemacht. Grundsätzlich fährt sich das Board mit Schlaufen außen besser (wenn auch spinout-sensibler bei zu viel Druck auf die Finne), zum Powerhalsen-Üben finde ich aber die inneren Schlaufenpositionen erst mal einfacher.

    Wenn Euch dazu was einfällt.. Vielen Dank!

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    • 24. Juni 2024 um 06:27
    • #2

    Die Mastfuss-Position als Trimm-Option kennst du bereits.

    Dann wäre noch mehr Loose Leech (mehr Vorlieksspannung) und höhere Gabelbaum Position, die das Board freier gleiten lassen: Stell dir die Gabel als fixen Punkt vor. Wenn oben am Segel ein Druck reinkommt dann entsteht über den fixen Punkt der Gabel eine Hebelwirkung, die den Mastfuss aufs Wasser drückt. Öffnest du das Leech durch mehr Vorlieksspannung oder verschiebst die Gabel 2-4cm nach oben, dann verringert sich die Hebelwirkung. Bei einem grossen Segel die Gabel höher zu fahren, scheint mir plausibel - kann durchaus vorkommen - muss nicht.

    Ja und dann noch als weitere Trimmoption die Fussschlaufen ein Loch nach hinten. Möglicherweise musst du bei den anderen Segel die anderen Parameter korrigieren, weil die Fussschlaufen Position nicht laufend ändern möchtest,

    Falls du die Trapeztampen sehr lang fährst, was dir gute Kontrolle bringt. Bei weniger Wind vielleicht etwas kürzer machen. Wenn sie länger sind, dann sitzt du mehr rein und hast so mehr Druck auf dem Mastfuss,

    Dein Board kenne ich nicht, weiss nicht ob ein 9.3er fahrbar ist. Klassischer wären schon 81 oder besser 85cm breite Boards.

  • DI7
    Moderator
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    • 24. Juni 2024 um 06:53
    • #3

    Die bei der 77 cm Breite noch fahrbahre Finne wird zu klein sein für das 9.3 und seine typischen Querkräfte.

    Was ist es für eine Finne.

  • David1234
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    • 24. Juni 2024 um 10:24
    • #4

    Danke Euch!

    Trapeztampen fahre ich 28er, und hier sind bei mir im Gleiten auch die Arme fast gestreckt (Hüfttrapez). Hatte auch mal 30er probiert, das fand ich aber zu lang.

    Finne ist ne 45er Select Carbon, genaues Modell weiss ich gerade nicht.

    Höheren Gabelbaum werde ich mal probieren. 9.3 ist mein Leichtwindsegel, deswegen fahre ich das eigentlich immer mit recht wenig Loose Leech (Falten bis ungefähr Minimal-Punkt am Segel). Das werde ich aber auch mal ausprobieren hier ein bisschen mehr durchzuziehen, auch wenn das dann vielleicht die Leichtwind-Gleit-Option etwas reduziert.

  • Silversurfer
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    • 24. Juni 2024 um 10:40
    • #5

    NZI… wenn du die GB Höhe änderst, hast du auch eine Längenänderung beim Segel zu berücksichtigen

    Wenn also vorher 90* & 220 war, dann kann es bei der Abweichung von den 90* dann auf 221 oder 222 notwendig sein … also bitte gesondert anpassen

    Eine 45er Finne sollte bei nem 77er Brett schon die Längste, sinnvolle, sein, wobei die Select häufig 2-3 cm länger als andere Customfinnen gefahren werden (müssen)

    9.x auf nem 77er KANN funktionieren, muss aber nicht unbedingt… ein angleitstarkes 8.6er wäre mMn sinnvoller.

    Fußschlaufen auf jeden Fall außen nutzen, ob weiter vorne oder hinten… ausprobieren.

    Höhe GB… zum angleiten 1-2cm !! höher als Neutralposition, bei zu viel Wind, 1-2cm tiefer… es sind auch 0,5cm spürbar!, aber GB Längenanpassung beachten.

  • WindsurfGenerationX
    Gast
    • 24. Juni 2024 um 10:44
    • #6

    Interessant, noch jemand der ein S-Typ in 9.3 fährt. Leider wurde die Größe eingestellt. Also vorsichtig mit dem Segel umgehen!

    Ich brauche das Segel ziemlich oft am Gardasee in Torbole, wenn der Wind sich Mittags erst aufbaut.

    Nutze das mit einem Lorch Bird 165 Mastfuss in der Mitte, 32er Trapeztampen. 52er Finne.

  • David1234
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    • 24. Juni 2024 um 11:27
    • #7

    Ich liebe meine S-Types, habe sie in 6.6, 7.8 und 9.3 und bin sehr glücklich. ich bin immer wieder überrascht wie stabil sie auch in stärkeren Böen bleiben (im Vergleich zu allen anderen Segeln die ich bisher hatte).

  • tempograd
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    • 25. Juni 2024 um 09:36
    • #8

    Ich würde sagen probier es mit einer anderen Finne.

  • WindsurfGenerationX
    Gast
    • 25. Juni 2024 um 19:49
    • #9
    Zitat von David1234

    Ich liebe meine S-Types, habe sie in 6.6, 7.8 und 9.3 und bin sehr glücklich. ich bin immer wieder überrascht wie stabil sie auch in stärkeren Böen bleiben (im Vergleich zu allen anderen Segeln die ich bisher hatte).

    Genau diese drei Größen habe ich auch als S-Type. Hatte die noch gerne als 5,8 und 5,0.

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