Moin!
Nachdem ich zu meiner letzten Frage zum Powerhalsen lernen so viel tolles Feedback bekommen habe, kommt jetzt gleich eine weitere Frage.
Seit Herbst letzten Jahres habe ich ein Slalom/ Freerace Board RRD Firerace mit 122 Litern, 235 x 77 cm (Slalom-Shape mit zusätzlichen Schlaufenpositionen weiter innen, ich glaube von 2011). Davor bin ich ein älteres 130 Liter Freerideboard gefahren.
Ich mag das RRD insgesamt sehr gerne. Es mag zum Angleiten bei weniger Wind gerne angepumpt werden, und weil ich ein fauler Sack bin, fahre ich gerne gut angepowert oder überpowert, und muss dann meist nur noch abfallen und dichtholen, und es geht von alleine los.
Gestern war ich sehr gut angepowert mit meinem S-Type 7.8 unterwegs. Es war recht choppy, und das Board hat oft recht hart in den Chop eingesetzt, dadurch wurde die Fahrt unruhig. Anstatt zur Beruhigung den Mastfuss weiter nach vorne zu machen, habe ich den Mastfuß deutlich nach hinten gesetzt, und es war genial. Das Board ist plötzlich viel weicher über den Chop geflogen, die Fahrt fühlte sich insgesamt leicht an. Es war ein etwas fragiles Gefühl, als würde ich gleich wegfliegen, aber toll.
Heute habe ich versucht, das bei weniger Wind (und reichlich Böen) mit meinem 9.3er S-Type auf dem gleichen Board (und der gleichen Finne, eine 45er Select) zu wiederholen. Das ist mir aber nur bedingt gelungen, Gleiten an sich ging gut, dieses gleichzeitig freie und trotzdem noch kontrollierte Fahrgefühl wie gestern mit dem 7.8er wollte sich aber nicht ganz einstellen. Ich habe diverse Mastfuß-Positionen ausprobiert, aber entweder fühlte sich das Board etwas auf dem Wasser klebend oder tendenziell unkontrolliert an.
Mag es sein, dass das RRD 122 einfach mit dem 9.3er nicht so gut zurecht kommt (zu kleines/ schmales Board für zu großes Segel), und ich einen solchen Sweet Spot wie gestern beim 7.8er hier nicht finden werde? Oder heisst es hier auch viel üben und rumprobieren?
Schlaufen hatte ich gestern in einer der inneren Positionen und heute zuerst genauso und dann außen, dass hat aber nicht wirklich einen großen Unterschied gemacht. Grundsätzlich fährt sich das Board mit Schlaufen außen besser (wenn auch spinout-sensibler bei zu viel Druck auf die Finne), zum Powerhalsen-Üben finde ich aber die inneren Schlaufenpositionen erst mal einfacher.
Wenn Euch dazu was einfällt.. Vielen Dank!