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Tipps für die (fast) durchgeglittene Powerhalse/Racejibe

  • DI7
  • 16. August 2023 um 08:29
  • DI7
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    • 16. August 2023 um 08:29
    • #1

    Mit mehr Speed und auf tieferem Kurs ancarvend einleiten, Rigg überziehen/oversheeting, kein zu enger Radius, früher Fußwechsel und frühes Shiften - dann bleibt am Ende auch noch Speed übrig.

    Was unterscheidet aus Deiner Sicht die Powerhalse von der Racejibe? Das dynamischer, tiefer und weiter nach achtern abgelegte Rigg - speziell bei Overpower? Sind die Unterschiede graduell und nur zu show-off Laydownjibe eklatant?

    Dafür wenn es mal nicht ganz klappen sollte steht das eingeklammerte "fast" im Threadtitel.

    Ein Standardtipp ist, in die Knie zu gehen und mit dem Körper weit vorne zu bleiben um die ganze Leerail zum Carven zu nutzen. Ein weiterer beim Shiften eher unterhalb durchzugreifen.

    Wie machst Du das? Welche Tipps hast Du auf dem lebenslangen Lernweg zur perfekten Halse?

    Falls Du ab und an auch Sicherheitsvarianten machst, was machst Du da warum anders?

  • okidoki
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    • 16. August 2023 um 10:20
    • #2

    Ich bin zwar kein Profi was das Halsen betrifft. Zu einer Racejibe kann ich eher weniger beitragen, versucht habe ich es oft, die Abgänge waren mega! Schwer getan habe ich mich nach dem Punkt wo das Segel nach dem "Ablegen" dann das Schiften kommt.

    Unterschiede zu Powerhalse sind für mich das Carven mit tief abgelegtem Segel, die Geschwindigkeit und die Segelführung nach dem Ablegen mit anschließenden Schiften. Das Extreme mein ich.

    Bei der Powerhals carve ich auch, aber bei weiten nicht so tief mit dem Segel wie bei einer Racejibe.

    Bei Overpower würde ich die Racejibe bevorzugen. Vorteil, da ich das Segel überziehe ist der Druck weg/weit weniger. Bis dahin schaffe ich das, da ich aber zu langsam und auch zu spät schifte, klappt es nicht und der Druck killt die Halse. Den Unterschied merkt auch ein Freerider wie ich, auch wenn es in einem Abgang endet. :)

    Tipps habe ich einige viele bekommen, am Spot, von Rumpelstilzchen und vom Forum. Das Timing finde ich wichtig und den Bewegungsablauf. Als Basis den ich bei jeder Halse habe.

    Man hat es im Kopf, die Umsetzung sieht anders aus.

    Ich weiß nicht wie lange ich mich mit der Halse beschäftigt habe, trainiert am Wasser, dazu braucht es aber Wasserzeit. Was mir geholfen hat war, Videos von mir selbst. Da hat vieles nicht gestimmt und ich habe mir die Mühe gemacht meine eigene Halse zu "zerlegen". Ich hab mir Notizen gemacht und Diese mit an den Spot, vorher durchgelesen und bei jeder Session für mich eine Trainingszeit festgesetzt.

    Selbsterkenntnis ist der bester Weg zur Besserung :) Bei mir war es: was macht meine Hüfte? Ich habe mich immer auf meine Knie konzentriert, dass passt ja auch. Beim Trockentraining bin ich drauf gekommen, dass je nachdem wie meine Hüfte sich bewegt meine Knie und Beine automatisch folgen.

    Die Einleitung der Halse war nie wirklich das große Problem, eher kurz vor dem Scheitelpunkt, folgend dann auch das Schiften.

    Ich habe nie/kaum im Bewegungsablauf von Downwind bis zum Scheitelpunkt meine Hüften bewegt, ich meine, je weiter ich in die Kurve carve meine Hüfte sich nach außen dreht, somit der Fußwechsel mit dieser Hüftdrehung nach außen erleichtert oder sogar automatisch erfolgt, weil das Bein muß ja dem Körper folgen, tut es dann ganz einfach.

    Das hatte bei mir dann das Schiften erleichtert weil mein Kopf freier war. Es ging rascher und genauer.

    Bei diesem Bewegungsablauf hat es aber auch mit der Segelführung geklappt.

    Wie vorher geschrieben war das eine gewisse Zeit die ich mir bei meiner Session als Trainingszeit gesetzt habe, beim anschließenden "frei Fahren" rein als Spaß dann mich an die Carving Jibe ran getastet bis hin zum 360ers, den ich als Übung zum Segel ablegen genutzt habe, bis zum Abgang eben. Später aber versucht habe als Halse weiter zu fahren.

    Sicherheits-Halsen mache ich bei Hack, fahre da aber mit Freewave. Das mach ich so, dass ich recht tief in die Knie, von Halbwind mit leicht geöffneten Segeln Downwind, Board auf die Kante, im Scheitelpunkt das Segel umschlagen lasse und kurz Switchstance weiter fahre und dann umsteige und Segel leicht dicht und schau das ich an Land komme.

  • DI7
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    • 16. August 2023 um 10:47
    • #3

    Was meinst Du mit Druck okidoki am Ende des 2. Absatzes?

    Für mich ist die Racejibe eine sehr variable Variante der Powerhalse, wo das Masttop nicht weit abgesenkt wird.

    Sie nähert sich einer Laydownjibe an, und zwar entweder bei Overpower, um Platz zu besetzen oder um Backwinding bei eher leichtem Wind zu verringern.

    Hier kann es gerne um alle (nachahmenswerten) Varianten der Powerhalse (und Sicherheitsvarianten) gehen.

  • Mias
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    • 16. August 2023 um 11:10
    • #4

    ich sehe keinen großen Unterschied zwischen race und powerjibe. Bei race versuche ich so schnell wie möglich rumzukommen. Da ist die segelstellung auf wieviel power kann ich noch händeln. Bei normal ist es eher auf Sicherheit ausgelegt. Da wäre es wieviel power ist nötig.

  • Rumpelstilzchen
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    • 16. August 2023 um 11:14
    • #5

    Laydown ist zwar langsamer als eine Racejibe aber nicht immer nur zur Show,

    Wenn ich bei uns am Weißensee Downwind gehe und aus dem Wind raus fahre

    geht eigentlich nur noch eine Laydown wenn ich nicht baden gehen will.

    Sobald man aus dem Windbereich raus ist fühlt sich das an als wenn man Gegenwind hat.

  • okidoki
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    • 16. August 2023 um 11:23
    • #6

    DI7 bezüglich Druck: ich mein den Druck im Segel, weil ich dieses Manöver nicht beherrsche und damals noch viel geübt hatte. Den Druck hatte ich kurz vor dem Schiften als ich sehr ungeschickt das Segel aufgerichtet gehabt hatte und Schiften wollte.

  • Surfer63
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    • 16. August 2023 um 11:32
    • #7

    Die Laydown Jibe macht für mich nur Sinn, wenn ich sonst nicht genug Druck auf die Leekante bekomme, genau das wird doch durch das weite Segelabsenken und die Drehbewegung nach hinten bewirkt.

    Auf meinen Freeride Board brauche ich das nicht, da reicht die Race Jibe, also Segel dicht und bei Bedarf nach hinten.

    Das tiefe Ablegen, Drehen und Aufrichten kostet Kraft, braucht ein super Timing und bringt zusätzliche Unruhe und Bewegung aufs Board.

    Eine eher normale Halse mache ich, wenn ich im hohen Chop schon genug Wellenschub habe und auf langes Dichtholen verzichten kann, max. Speed beim Durchgleiten im Chop erhöht ggf. den Radius, was wieder Probleme mit der nächsten Welle bringen kann, ist also eine Kompromisshals eund sehr abhängig von der Situation.

    Ohne Durchgleiten mache ich, wenn der Radius ganz eng sein soll, statt einer Wende.

    Eine Sicherheitsvariante habe ich nicht, wenn ich mir das vornehme wird es eher eine Wackelhalse, also das Gegenteil von sicher ;)

  • Surfer63
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    • 16. August 2023 um 11:43
    • #8

    Vielleicht geht als Sicherheitsvariante diese Form durch, durchgleiten bis auf neuen Raumkurs, Segel relativ offen, relativ später Fusswechsel und Achterliek voraus fahren mit sehr spätem Schiften, dadurch kann man sich sehr lange am Boom festhalten und shiftet erst, wenn man wieder sicher steht und auf neuem Bug ist.

    Nachteil ist, man muss das Segel so kontrollieren können.

    Geht auch mit etwas Schub durch Chop wesentlich leichter.

  • Mias
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    • 16. August 2023 um 11:50
    • #9

    Wie Rumpelstilzchen schon sagte kann es auch zu Überschussgeschwindigkeit kommen. Wenn man mit viel Speed fährt und der Wind stark abnimmt kommt der scheinbare Wind von vorne. Ist beim foil Standard. Man kann entweder wie beim foil das Segel sehr weit nach vorne schieben damit es von alleine schüttet ( funktioniert besser auf dem foil) oder dicht halten und damit ablegen und erst auf neuem Kurs stiften. Das ist mit Finne besser

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    • 16. August 2023 um 11:53
    • #10

    Wichtig für eine gute Halse, nicht aufs Board und die Füße schauen, das passiert mir wenn ich ausgepowert oder überfordert (zu großes Segel)bin und die Konzentration nachlässt.

    Da verhaue ich auch fast jede Halse.

  • okidoki
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    • 16. August 2023 um 12:11
    • #11
    Zitat von Surfer63

    Vielleicht geht als Sicherheitsvariante diese Form durch, durchgleiten bis auf neuen Raumkurs, Segel relativ offen, relativ später Fusswechsel und Achterliek voraus fahren mit sehr spätem Schiften, dadurch kann man sich sehr lange am Boom festhalten und shiftet erst, wenn man wieder sicher steht und auf neuem Bug ist.

    Nachteil ist, man muss das Segel so kontrollieren können.

    Geht auch mit etwas Schub durch Chop wesentlich leichter.

    Danke für deine Zeilen, ich habe noch was dazu zu fügen was vielleicht auch wichtig sein könnte.

    Zu meiner Sicherheitshalse, je nach Hack/Chop/Wellen mache ich nicht wie sonst Boom to Boom, da ist es Boom-Mast-Boom beim Umgreifen. Grund, ich bleibe noch tief und halte den Schwerpunkt unten. Sobald ich mit den Händen auf der neuen Seite greife, mache ich den Fußwechsel. Gelingt von 10 Halsen bei 7.

    Mich putzt es aber erst nach dem Schiften oder beim Fußwechsel (SwitchStance) vom Board. Was später aber den Wasserstart erleichtert. Segel/Board liegen meist immer richtig.

    Anmerkung zu SwitchStance: Bei Leichtwind über, üben, üben. Mit kleinem und großem Board (mit Großem beginnen) dabei Schothorn voraus Fahrt. Später bei immer mehr Wind üben.

    Hat mir bei meiner Halse sehr geholfen.

  • DI7
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    • 16. August 2023 um 12:12
    • #12
    Zitat von Mias

    Wie Rumpelstilzchen schon sagte kann es auch zu Überschussgeschwindigkeit kommen. Wenn man mit viel Speed fährt und der Wind stark abnimmt kommt der scheinbare Wind von vorne.

    Genau, ihr zwei. Das meinte ich in #3 mit "Backwind(ing)" als Grund für eine laydownähnliche Halse.

  • Rumpelstilzchen
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    • 16. August 2023 um 12:18
    • #13

    wenn der Wind zu wenig ist mache ich auch manchmal eine Hasen Halse anstatt einer Wende.

  • okidoki
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    • 16. August 2023 um 12:29
    • #14

    DI7 zu Backwinding: Um mich zu verbessern in meinen Halsenvarianten fahre ich um ein besseres Gefühl zu bekommen 360er.

    Das Backwinding ist der Moment beim 360er wo ich das Carven beende und mich mit dem Segel aufrichte und mich in die Abfall-Position bringen um dann in der selben Richtung weiter zu fahren?

    Um Backwinding dann vorzubeugen oder zu vermeiden bei der Halse sollte ich kurz bevor ich die Hälfte der Halse durch bin, beginnen den Mast/das Segel leicht aufzurichten und in eine Drehung bringen wo der Mast in die außenseite der Halse zeigt...usw...usw...?

    ...wieder ungeschickt formuliert, meine grauen Zellen arbeiten jetzt gerade um das zu verstehen :)

    okay, ich habe das ja bei der Powerhalse ja auch, aber weit weniger technisch mit weniger "Aufwand" und ich finde ich komme bei der Powerhalse wenig in den Genuss von Backwinding da ich eher feedback vom Segel bekomme wann es geschiftet werden soll (rein mein Empfinden am Wasser und meinem jetzigen Könnenstand was das Halsen betrifft))

  • eightbft
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    • 16. August 2023 um 13:24
    • #15
    Zitat von Rumpelstilzchen

    wenn der Wind zu wenig ist mache ich auch manchmal eine Hasen Halse anstatt einer Wende.

    Das mache ich immer - keine Ahnung, wann ich die letzte Wende gemacht habe....

    ?(

  • Surfer63
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    • 16. August 2023 um 14:20
    • #16

    Aus dem einen Post von okidoki ergibt sich das spannende Teilthema Schiften.

    Ich sehe da drei Varianten:

    Boom to Boom Frei: Rigg dreht alleine und frei, Hände sind relativ lange weg

    => mache ich bei kleineren Segeln, wenn die Halse auch sonst gut klappt

    Boom to BoomUmit Griff: Masthand lange am Boom, neue Masthand greift neue Seite ohne Mastgriff

    => Standardvariante

    Boom Mastgriff Boom: Zwischengriff an den Mast, wenn es beim Shiften oder im Chop zu (Gleichgewichts-) problemen kommt, die man so retten kann

  • Rumpelstilzchen
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    • 16. August 2023 um 14:22
    • #17
    Zitat von eightbft

    Das mache ich immer - keine Ahnung, wann ich die letzte Wende gemacht habe....

    ?(

    Ich kann keine Wende mehr🙈

  • okidoki
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    • 16. August 2023 um 14:53
    • #18
    Zitat von Surfer63

    Aus dem einen Post von okidoki ergibt sich das spannende Teilthema Schiften.

    Ich sehe da drei Varianten:

    Boom to Boom Frei: Rigg dreht alleine und frei, Hände sind relativ lange weg

    => mache ich bei kleineren Segeln, wenn die Halse auch sonst gut klappt

    Boom to BoomUmit Griff: Masthand lange am Boom, neue Masthand greift neue Seite ohne Mastgriff

    => Standardvariante

    Boom Mastgriff Boom: Zwischengriff an den Mast, wenn es beim Shiften oder im Chop zu (Gleichgewichts-) problemen kommt, die man so retten kann

    Alles anzeigen

    wäre toll wenn daraus ein Thema wird.

    Die Halse sehe ich als Schlüsselmanöver und sehr wichtig. Freu mich das DI7 mit dem Thema angefangen hat! Danke!

  • DI7
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    • 16. August 2023 um 15:08
    • #19

    siehe neues Thema "Umgreifvarianten beim Shiften": Umgreifvarianten beim Shiften

  • Capricorn
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    • #20
    Zitat von Rumpelstilzchen

    Ich kann keine Wende mehr🙈

    geht mir auch so - früher ein Sprung - auch bei kleinen Boards, heute ist mein Bewegungsablauf dazu zu langsam. Aber dafür gibt's ja Halsen und die sitzen in jeder Lage einwandfrei, noch immer....

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