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Vergleich Patrik Aeon Foil vs Phantom Infinite

  • Foildude
  • 11. April 2024 um 00:49
  • Foildude
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    • 11. April 2024 um 00:49
    • #1

    Erfahrungsbericht Patrik Aeon Foil bzw Vergleich Phantom Infinite Ultimate Foil 2023


    Ich habe seit 23.3.24 ein Patrik Aeon Foil Set. Ich bin seit Lieferung des Sets damit 650km gefahren.

    Mein Set umfasst folgende Komponenten:

    • S & L Mast
    • 2x Titan v1 100 Fuse
    • 1x Titan V2 100 Fuse
    • 1x Alu V1 110 Fuse
    • 2x Backwing 160
    • 2x Backwing 195
    • Frontwing H 375,450,550,650,750
    • Frontwing M 900


    Passung / Verarbeitung der Foil Parts


    Die Passung der Foil Komponenten ist schlichtweg hervorragend. Alle Teile passen perfekt und passiv zusammen. Die Frontwing/ Fuse Verbindung passt perfekt. Alle 3 M8 Schrauben lassen sich leicht und spannungslos rein-und rausschrauben. Die Verbindung von Fuse und Frontwing ist spaltfrei. Es passt nicht mal Zahnseide dazwischen.

    Die Schraubverbindung von Fuse und Mast kommt aufgrund eines Self Lock Systems mit nur zwei grazilen M6 Schrauben aus. Die Fuse wird hinten am parallelwandigen Teil des Mastes eingefädelt und nach vorne auf den konusförmigen Teil runtergedrückt. Die Passung der Mast Fuse Verbindung ist ebenfalls extrem passgenau. Sie hat nur ein minimales Manko. Die Kraft die man an Land aufbringt und dann die Schrauben festzieht, wird nie der Kraft entsprechen, die während des Gebrauchs auftreten. Die Folge ist, dass sich die vordere Schraube im Gebrauch lockert. Man sollte die vordere Schraube nach ca.5-10km nochmals festziehen. Ich manage das „ Problem“ dadurch, dass ich auf dem Wasser einen 30er Torx Winkelschlüssel dabei habe. Die vordere Schraube braucht dann meistens noch mal ein Festziehen um 270-360 Grad.

    Der Grund der Schraubenlockerung liegt daran, dass der Frontwing während der Fahrt Lift erzeugt. Durch die Konusverbindung der vorderen Hälfte der Mast-Fuse Verbindung wird der Mast quasi minimal tiefer in die Fuse gepresst, dadurch verliert die Schraube ihr ursprüngliches Anzugsmoment. Wenn man die Schraube ein Mal nachgezogen hat, bleibt sie über den kompletten Surftag bzw über mehrere Surftage fest. Ich sehe darin überhaupt kein Problem, man muss es nur Wissen.

    Die Backwing Shims passen ebenfalls sehr gut. Die Shims hatten bei mir ein paar schärfere Grate die ich mit 1500er Schleifpapier entfernt habe. Ist aber wirklich jammern auf sehr hohem Niveau.


    Im Vergleich zu meinem Vorgänger Foil Phantom Infinite ist die Passung der Parts insgesamt besser. Beim Infinite Foil war die Passgenauigkeit vor allem von Frontwing/Fuse nicht so passgenau. Bei manchen Flügeln musste man eine bestimmte Reihenfolge einhalten welche Schrauben man zuerst eindreht und welche zuletzt, weil durch eine unsaubere Bohrung einfach Spannung aufgetreten ist bei der Frontwingmontage. Bei Patrik ist der spannungsfreie passive Fit einfach nochmals besser.


    Vorteile Patrik Aeon im Vergleich Phantom Infinite Foil


    • die Titanfuse hat eine mattierte Oberfläche im Vergleich zu der sehr empfindlichen Hochglanzoberfläche der Infinite Fuse
    • Der Durchmesser der Aeon Titan Fuse zur Aeon Alu Fuse ist deutlich geringer. Deshalb ist für mich der Aufpreis von Alu zu Titan lohnend. Dagegen ist der Unterschied im Durchmesser von Titan zu Alu weniger ausgeprägt. Deshalb ist der Aufpreis bei Phantom für mich weniger gerechtfertigt. Der Preisunterschied von Alu zu Titan beträgt bei Patrik 570€, bei Phantom 1050€
    • Das Patrik Aeon Foil lässt sich unabhängig vom verschraubten Front-oder Backwing immer mit den selben Schrauben zusammenbauen. Klingt erst mal vielleicht banal. Aber bei Phantom musste man zT beim Wechsel der Frontwings auch die Schraubenlängen anpassen, da die Flügel unterschiedlich dick waren. Bei Patrik nimmt man zB vom 375er - 900er Frontwing immer die selben Schrauben. Das ist in der Praxis super einfach und im positiven Sinne ein no brainer.
    • Ein zusätzlicher Ersatz Schraubenset kostet zB 24€, bei Phantom ein Titan Schrauben Set 159€. Zu dem hat Patrik darauf geachtet, dass trotz M8 Schrauben ( normalerweise 40er Torx) ein Torx 30 Schraubendreher zum Einsatz kommt. Ich habe auch Torx 30 Foilbox-Schrauben. Ich kann also mit einem Schraubendreher alles zusammen schrauben. Das ist sehr einfach, praktisch und hilfreich.
    • Alle Aeon Oberflächen sind leicht matt. Die Logos auf Mast und Flügels sind auf ein Minimum reduziert.Die Foiloberflächen können nachträglich geschliffen werden, ohne dass der Foil wie bei anderen Marken gleich komplett verändert aussieht. Man muss weniger Bedenken haben, dass wenn man seinen Foil geschleift, er durch Verlust der Logos unverkäuflich wird.
    • Der Aeon Foil hat zu meiner Überraschung im Vergleich zu Phantom Flügeln relativ stumpfe Abrisskanten. Dadurch ist das Verletzungsrisiko deutlich geringer falls man zB beim Wasserstartmal ungewollt gegen das Foil strampelt. Phantom war rasiermesserscharf mit hohem Verletzungsrisiko
    • Die Wing Tips beim Aeon sind stark verrundet, sie sind dadurch gegen Materialausbrüche viel weniger Anfällig als die Phantom Infinite und Iris R Wings.
    • Bei den Phantom Wings, vor allem an den Abrisskanten der hauchdünnen Backwings, kam es allein durch den normalen Gebrauch zu Ausbrüchen. Das ist bisher bei den Aeon Backwings überhaupt nicht der Fall.
    • Der wahrscheinlich deutlich bessere zukünftige Widerverkaufswert des Aeon Foils aufgrund des weniger schnellen Modelwechsels im Vergleich zu Phantom.
    • Das beim Aeon Foil ein Modularer Baukasten vorliegt, wo alles mit allem kombinierbar ist. Der teuerste Mast mit der billigsten Fuse, dass man selbst auf dem Slalom S Mast einen 900er Frontwing mit 110er Fuse freigegeben ist, bei Phantom sind die Parts untereinander gewollt nicht kompatibel und auch nicht freigegeben. Ein Infinite Mast darf maximal mit einer 100er/ 105er Fuse und einem 800er Frontwing gefahren werden.
    • Das Aeon Foil wird mit einem separaten Mast und kürzeren Fusen um 68cm auch zum Wingen perfekt funktionieren.
    • Patrik für jeden Geldbeutel passende Masten anbieten in 95cm und 100cm, die unter dem Strich alle die identische Steifigkeit haben. Das Aeon Foil deckt auch den up- downwind Bedarf ab. Phantom wird sich nach und nach aus diesem Bereich verabschieden und nur noch Flügel bis max. 800 anbieten. Ich habe aus diesem Grund mein Iris R Set und mein Infinite Set zu einem Set zusammengelegt, wo alle Teile untereinander kompatibel sind. Ich kann auch sehr gut mit meinem 100er L Mast zum Slalom Foil verwenden!
    • Alle Patrik Parts kommen mit Covern —> Mast, Backwing, Frontwing! Endlich mal einer!!Gratulation!

    Einmal editiert, zuletzt von Foildude (11. April 2024 um 01:11)

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    • 11. April 2024 um 00:50
    • #2

    Fahreindrücke / Erfahrung nach 650 km


    Der Hauptunterschied für mich zum Infinite Foil ist der deutlich steifere Mast des Aeon Foil.

    Der Infinite Mast war im Vergleich butterweich.


    Das Herzstück des Aeon Foils ist der bocksteife Mast. Ich wiege 93kg. Die hohe Maststeifigkeit, die bombenfeste Fuse/ Frontwing Verbindung und die steife Titan Fuse führt zu einer extrem einfach zugänglichen Kontrollierbarkeit des Foils. Das Foil hat wie einen eingebauten Autopilot.Bei einfallenden Böen biegt es den Mast deutlich weniger durch. Ich kann bedenkenlos dicht halten und in der Position verbleiben in der ich mich am wohlsten und sichersten fühle.Nach ein paar Kennlernkilometer wird das Vertrauen schnell grösser und anstatt Böen zu fürchten, sieht man sie schnell als Chance an weiter abzufallen und zu beschleunigen. Man traut sich auf Grund der viel höheren Steifigkeit und der damit einhergehenden besseren Kontrollierbarkeit des Foils viel mehr zu. Beim Infinite merkte man in starken Böen wie der Mast sich stark verbog, ähnlich wie bei einem Stabhochspringer zog sich der Mast nach Ende der Böe wieder gerade, das war oft der Moment dass einen der Foil die runtergedrückte Luvkante wieder aufgerichtet hat oder man kompensierte den zu erwartenden Effekt durch öffnen des Segels. Also man hatte kurz gesagt schiss! Diese Kompensation ist beim Aeon Foil nicht nötig. Man hält einfach stoisch dicht weil der erwartete Effekt einfach nicht kommt!

    Die höhere Maststeifigkeit führt zusätzlich zu viel besseren Halseneigenschaften. Das Foil eiert und schmiert in der Halseneinleitung viel weniger als das Infinite Foil. Als ich vom Iris R auf das Infinite Foil umgestiegen bin, hatte ich lange Probleme bis ich damit gescheit halsen konnte. Beim Umstieg aufs Aeon Foil war es. Genau umgekehrt. Es ist extrem leicht zu halsen. Das liegt zum einen anderen bereits erwähnten hohen Maststeifigkeit, zum anderen an den Frontwings.

    Die Frontwings haben im Verhältnis zu ihrer Fläche eine wirklich hohe Spannweite. Also wirkliche High Aspect wings mit einer Aspect Ratrio ( AR) von über 10,0.

    Beim Wingen spricht man bei High aspect Flügeln oft von Glide. Damit ist vereinfacht gemeint, wie lange ein Foil ohne Winddruck weitergeleitet ohne Höhenverlust.

    Die Aeon Frontwing haben einen extremen Glide und einen extrem niedrigen Stall Speed. Mit Stall Speed ist vereinfacht gemeint, wie lange ein Flügel Auftrieb erzeugt bevor die Strömung abreißt und das Board auf die Wasseroberfläche fällt.

    Also durch die hohe Maststeifigkeit, den hohen Glide und extrem niedrigen Stall Speed halst das Aeon Foil extrem gutmütig. Zum Vergleich. Ein Phantom Iris R 430 Frontwing hat eine Spannweite von 63cm. Wenn man mit diesem Frontwing mit unter 35kmh aus der Halse kommt reißt die Strömung ab und das Board berührt die Wasseroberfläche. Also nix perfekte Foil Flughalse.

    Wenn ich dagegen mit einem 450er Aeon Frontwing mit 68cm Spannweite aus der Halse komme, gelingt mir auch eine durchgefoilte Halse mit 27-28kmh. Das ist dass Ergebniss des besseren Glides und des niedrigeren Stall Speeds. Und das führt dazu, dass die Quote der durchgeflogenen Halsen deutlich steigt. Der Foil ist in der Halse sehr fehlerverzeihend.


    Beim absoluten Topspeed ist der Aeon dem Phantom bei meinemAnwendungsbereich nicht überlegen. Aber!!!!! Gerade in mittelmäßigen Bedingungen komfortablen Bedingungen schlägt die Stunde des. Aeon Foil. Ich fahre mittlerweile folgende Kombis…


    -10-12 Knoten 650 /100 v1/160 mit 8,7,

    -12-15 knoten 550/100v1/160 mit 7,7

    -15-22 Knoten 450 / 100 V2/ 160 mit 6,7

    -20-25 Knoten 450/100 v2/ 160 mit 5,7

    - 25-35Knoten 375/ 100v2/ 160 mit 5,1


    Je schwächer der Wind, desto krasser ist für mich der Leistungsunterschiede zum Phantom.

    Bei 10-12 Knoten mit 650 und 8,7 rennt das Foil sehr einfach an die 30 Knoten,



    das selbe gilt für 7,7 mit 650 bei 12-15 Knoten,


    6,7 mit 550 bei 15-18 Knoten.


    Gerade beim 650er und 550er Flügel sind bei Leichtwindbedingungen unerwartet hohe Topspeeds möglich ohne dass man wirklich stark angepowert sein muss. Ich hatte am Gardasse zT Bedingungen wo ich mit mit 6,7 und 550 aufs Foil hochpumpen musste, aber anschliessend rannte das Foil wie von der Tarantel gestochen mehrfach und immer wieder reproduzierbar locker auf 27-29 Knoten.Das war mit dem Phantom definitiv so nicht der Fall.

    Insgesamt merke ich an meiner Materialauswahl folgende Neuerung. Ich komme mit kleineren Frontflügeln früher ins gleiten bzw ich kann bei gleicher Windstärke im Vergleich zu früher kleinere Segel fahren. Beide Neuerungen führen bei mir zu höherem Durchschnittsspeed.

    Der 650er Aeon Wing ersetzt bei mir den 800er infinite Wing, der 550er ersetzt den 650er usw…


    Insgesamt, wenn man ein Top Fahrer ist, hat das Phantom Foil nach oben hinaus wahrscheinlich das noch grössere Speedpotential. Wenn ein Nico Goyard kilometerlang mit seinen Fähigkeiten die französische Küste bei ablandigem Wind entlang ballert, dann kommt er in den 40 Knoten plus Bereich. Das ist aber nicht meine Welt. Ich fahre zB oft am Silvaplanasee. Da muss ich alle 30 Sekunden gefühlt halsen. Da habe ich von der Kontrolle und den Halseneigenschaften eines Aeon Foils viel mehr davon. Das Foil ist für einen Freizeitpiloten wie mich deshalb das deutlich bessere Foil. Von dem her bin ich glücklich das Foil gewechselt zu haben.

    Aber ein Vergleich zwischen einem. Aeon Foil und einem Phantom Iris r / Infinte oder Spark Foils ist sicherlich ein Vergleich auf sehr hohem Niveau.


    Heutzutage kostet ein modernes aktuelles Slalom Foil einfach ein schweine Geld. Deshalb sollte bei der Wahl des Foils der Schuss auch wirklich sitzen. Damit man bei der Wahl der Komponenten nicht ins Klo greift ist man auf Leute mit Ahnung und Erfahrung angewiesen.

    Deshalb muss man den Beratungssupport seitens des Patrik Teams sehr lobend hervorheben.

    Ich persönlich hatte reichlich Hilfe seitens von Remo Diethelm und Michele Becker. Vielen Dank euch beiden. Eure Tips und Erfahrungsberichte waren Gold wert und haben mir unnötige Fehlkäufe erspart.

    Ich kann diesen Support gar nicht genug betonen wie wichtig dieser ist. Ich habe in meinem Umfeld Kollegen zB mit Z Foils. Seitens von Z Foil gibt es quasi null Support, man wird quasi mit einem Exotenfoil alleine gelassen. Man hat keine Hilfe bei Grundeinstellungen wie zB. Empfohlener Mastrake, Anstellung Backwing usw…

    Es nützt einem das beste Foil nichts, wenn der ein oder andere weniger erfahrener Slalom Foil Einsteiger keine Ahnung hat das Foil zum Laufen zu bringen. Das darf nicht unterschätzt werden.


    Im Gesamtpaket aus Verarbeitung, Handhabung, Performance und Support kann ich das Aeon Foil wärmstes empfehlen. Das einzig nachteilige ist der Preis und auf Grund der sehr hohen Nachfrage die Verfügbarkeit der Foilparts.

    Einmal editiert, zuletzt von Foildude (11. April 2024 um 00:59)

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    • 11. April 2024 um 01:01
    • #3

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  • Foildude 11. April 2024 um 01:11

    Hat den Titel des Themas von „Vergleich Oatrik Aeon Foil vs Phantom Infinite“ zu „Vergleich Patrik Aeon Foil vs Phantom Infinite“ geändert.
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    • 11. April 2024 um 08:26
    • #4

    Krasser ausführlicher Vergleich.

    Wenn man die Preise so anschaut wird einem ja schwindelig, schraubensatz Titan 159€

    Ist schon heftig.

    Spürst du beim Fahren ob du eine Alu oder Titan Fuselage fährst?

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    • 11. April 2024 um 09:16
    • #5

    Sehr gut geschrieben, vielen dank dafür


    Und die aussage gefällt natürlich auch 👍

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • Hang Loose
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    • 11. April 2024 um 09:39
    • #6

    Guten Morgen Foildude vielen Dank erneut, dass du uns alle so ausführlich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt! Die Gründe die du anführst haben bei mir auch zu dem Entschluss geführt das Aeon Foil zu kaufen. Da ich nicht so schwer bin mit 75kg reicht mir der günstigere M Mast. Toll finde ich, dass ich immer noch Komponenten dazukaufen kann wenn wieder Geld da ist. Eine Frage habe ich an dich. Du fährst alle deine Kombis auch den 650er mit dem 160er Backwing. Ich habe mir jetzt 650 und 450 bestellt und dazu den 195. Ich foile aber auch bei weitem nicht so gut wie du! Meinst du der 195 ist zu groß für den 450er und wo siehst du den Vorteil auf dem 650er den 160er zu fliegen?

  • Foildude
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    • 11. April 2024 um 16:51
    • #7

    Wichtig ist erst mal zu betonen dass der M Mast immer noch steifer und besser ist als das meiste was so von anderen Herstellern kommt. Du musst weder Abstriche in der Verarbeitungsqualität hinnehmen noch in der Steifigkeit.

    Ein Freund von mir hat bereits ein Set mit M Mast und er fährt damit auf anhieb ebenfalls 29 Knoten und mehr. Das Zeug ist einfach schnell. Und für die Performance finde ich 1649€ für den Mast einen fairen Preis.

    Das Patrik set ist so aufgebaut, dass du in der Kombination aller Teile eigentlich recht wenig falsch machen kannst. Man muss fast schon vorsätzlich unsinnige Komponenten zusammenschrauben. Zum Beispiel wie 160er Bachwing auf 110v1 Fuse mit 375er Frontwing.

    Deine Kombination wie du sie fahren wirst wird auf jeden Fall funktionieren. Ein Backwing wird oft auch als Stabilizer oder kurz Stab bezeichnet. Also ein Stabilizer / Backwing stabilisiert den Flug. Er trägt nicht wie oft behauptet zum früheren Abheben bei. Er stabilisiert nur den Flug und gibt dem Foil wie erwünscht mehr/ weniger Speed, einen stoischen geradeaus Lauf oder wenn erwünscht ein nervöseres lebendigeres Verhalten.

    In meinem Fall mit 160er Backwing ist der Foil etwas schneller, nervöser und wendiger, in deinem Setup mit 195er Backwing ist der Foil minimal langsamer, deutlich laufruhiger und trägt dich länger durch die Halse. Also eigentlich alles was du dir als Einsteiger ins Slalom Foilen wünschst. Aber der Unterschied ist nicht sooo riesig. Das wichtigste für dich ist, das du nichts falsches an Koombination fährst und du trotzdem schnell unterwegs sein kannst.

    Es gibt auch einige Regattafahrer, die im Wettkampf lieber minimale Speedeinbussen in Kauf nehmen und die Kombi 450/ 100 v2/ 195 fahren, weil der grössere Backwing sie sicherer durch die Halse bringt. Denn möglicherweise kommst du mit 160er Backwing 10m früher an der Tonne an, wenn es dich aber mault, dann ist das Rennen durch. Deshalb kann deine Kombi nicht falsch sein.

    Bei 75kg würde ich aber in Erwägung ziehen, nicht auf +1,5 Grad Anstellung zu gehen, sondern eher 1,25 0der 1,0 probieren.

  • Foildude
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    • 11. April 2024 um 17:05
    • #8
    Zitat von Rumpelstilzchen

    Krasser ausführlicher Vergleich.

    Wenn man die Preise so anschaut wird einem ja schwindelig, schraubensatz Titan 159€

    Ist schon heftig.

    Spürst du beim Fahren ob du eine Alu oder Titan Fuselage fährst?

    Ich bin bisher meine Alu 110 Fuse nicht gefahren. Und wenn ich es tue, werde ich dir leider keine gescheite Aussage machen können, da es nicht möglich ist, ein 900er Frontwing mit einem 650er zu vergleichen.

    Ich kann ausgesprochen mit Remo Diethelm nur folgendes sagen.

    Er berichtete dass Patrik Diethelm im direkten Vergleich mit Alex Cousin im 1 zu 1 derjenige der schnellere war, der bei gleichem Setup die Titanfuse unter dem Brett hatte.

    Wie oben bereits erwähnt, ist die Titanfuse rein von der Form her sofort erkennbar. Der Durchmesser ist überall um mindestens 30% geringer.

    Aber verstecken muss sich die Alu Fuse sicherlich auch nicht. Ein junger Schweizer Patrik Teamfahrer bügelt momentan mit einem Patrik L Mast ( etwas dickere 100cm CR Mast) und „ nur V1 + V2 Alu Fuse“ alles weg. Er hat vom schweizer Windsurf Cup den Auftaktevent gewonnen.

    Hier ein paar Daten von Justas Katkus …

    The race format was a long distance race with a lap length of ~5800m (depending on the line you are taking) including one gybe where one race would normally consist of two laps. In total we did 8 races and 13 laps over the two days. Looking at the gps data, here some statistics of the event for me:

    ∆. 150km sailed in total (including some fun speedruns between the races 😁)

    ∆. 2s topspeed: 33.9knt

    ∆. best 500m average: 32.4knt

    ∆. Fastest race leg: 3min 9s (avg speed of 29.8knt on 2900m)

    ∆. Fastest lap: 6min 29s (avg speed of 28.96knt on 5800m, 1 gybe)

    ∆. Fastest race: 13min 6s (avg speed of 28.7knt on 11600m, 3 gybes


    Also das Foil ist auch mit Alu Fuse verdammt schnell.

    Eine einzige Frage konnte mir bei Patrik bisher noch niemand beantworten.

    Was ist schneller? Ein dünner S Mast( 2690€) mit 100er Alu Fuse oder ein Mast ( 1649€) mit 100er Titan Fuse?

    Einmal editiert, zuletzt von Foildude (11. April 2024 um 17:27)

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    • #9

    Super Bericht, danke dafür:thumbup:

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    • 11. April 2024 um 17:55
    • #10

    Hallo Foildude,

    Danke für deine ausführliche Antwort auf meine Frage bezüglich des Stabis. Ich habe auch das Gefühl, dass meine Bestellung so genau richtig ist. Erstmal geht es mir um Kontrolle und halsen so entspannt wie möglich. Geschwindigkeit wird dann frühestens 2025 mehr in den Fokus rücken, wenn ich das Foil kennengelernt und die passenden Settings für mich herausgefunden habe und auch hoffentlich wieder Geld für Aufstockung des bestehenden Sets da ist 🙃 Ich finde die Preisgestaltung tatsächlich auch angemessen und sehe im M Mast für mich keine Nachteile, da ich die Unterschiede mit meiner jetzigen Foiltechnik eh noch nicht herausfahren könnte. Sobald mein 650 und der 450 da sind werde ich bestimmt auch mal berichten, so mehr aus der Sicht eines Einsteigers ins Slalomfoilen 😉🤙

  • Foildude
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    Winheller LWS2
    • 11. April 2024 um 17:56
    • #11

    Vergleich Titan Fuse und Alu Fuse

  • Foildude
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    • 11. April 2024 um 17:59
    • Hilfreichste Antwort
    • #12

    Backwing 160 & 195

  • Foildude
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    • 11. April 2024 um 18:05
    • #13

    Alle momentan verfügbaren Frontwings 375-450-550-650-750-900

    400er Frontwing kommt Anfang Mai.

    Je kleiner der Flügel,desto ausgeprägter der Gullwing Shape der Frontflügel .

  • c-bra 11. April 2024 um 18:08

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
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    • 11. April 2024 um 18:29
    • #14

    Eine super wichtige Info war für mich wo das Patrik Team überhaupt den Mastwinkel bzw Winkel zw. Fuse und Board misst.

    Die Levelbox wird entweder zum Nullen vor den Mast gestellt ( Michele Becker) oder parallel neben den Mast( Remo Diethelm) und dann oben auf der Fuse zwischen den Schrauben der Mast/ Fuse Verbindung .

    Gewünschter Winkel sollte zwischen 3,0-3,7 Grad liegen.

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    • 11. April 2024 um 19:58
    • #15

    Wie kannst du dich da entscheiden welchen Wing du nimmst🤔

  • Foildude
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    • 11. April 2024 um 20:24
    • #16
    Zitat von Rumpelstilzchen

    Wie kannst du dich da entscheiden welchen Wing du nimmst🤔

    Die Entscheidung übernimmt der Wind und die Schwerkraft meiner elfengleichen 92kg für mich.

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    • 11. April 2024 um 21:15
    • #17

    10-12 Knoten 650 /100 v1/160 mit 8,7,

    -12-15 knoten 550/100v1/160 mit 7,7

    -15-22 Knoten 450 / 100 V2/ 160 mit 6,7

    -20-25 Knoten 450/100 v2/ 160 mit 5,7

    - 25-35Knoten 375/ 100v2/ 160 mit 5,1


    In der Realität schwankt der Wind meistens aber mehr. Was nimmst du wenn der Wind zwischen 12-20 kt schwankt. Groß, dass du immer am fahren bist oder so klein, dass du in dem Windspitzen optimal unterwegs bist.

  • Foildude
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    • 11. April 2024 um 21:26
    • #18

    Die Windangabe ist natürlich die Idealvorstellung.da haste recht. Zwischen 12-20 Knoten wäre ich mit dem Iris r 7,7 mit 430 gefahren, mit dem Aeon würde ich auf jeden Fall zum 6,7 greifen und mit dem 550/ 100 v1/ 160 beginnen. Im Zweifelsfall fahre ich immer lieber mit zu viel als zu wenig Druck. Wenn der 550er dann zu stramm wäre, würde ich dann den Frontwing wechseln , also dann 450/100 v1/ 160. Nach oben hätte ich dann zusätzlich auch noch den 375er als Option. Aber am 6,7er Segel würde sich nichts verändern. Ich würde also jede Anpassung über den Frontwing vornehmen. Das ganze mit einem 85er Board mit 160L.

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    K4, Bugfins
    • 11. April 2024 um 21:37
    • #19

    Mit Druck meinst du (Gegen)druck vom Frontwing, da du das Segel ja gleich lassen würdest?

  • Foildude
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    Winheller LWS2
    • 11. April 2024 um 21:54
    • #20

    Mit Druck meine ich primär erstmal ausreichend Druck im Segel. Wenn ich den habe, dann habe auch über den Frontwing lieber zu viel als zu wenig Druck. Der Aeon ist vom Lift deutlich neutraler im Flug als der Phantom. Der Aeon produziert viel weniger Druck auf dem vorderen Fuss .

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