Testbericht Patrik Aeon Foil von Erik von Glisse Attitude shop in Frankreich.
https://windfoilfan.glissattitude.com/devices/foil/p…om-s-dna-h-2023
Vorstellung
Wie Sie aus der obigen Verkaufsbeschreibung ersehen können, ist AEON kein einzelnes Foil, sondern ein Ökosystem, wie es z. B. das von Starboard sein kann, mit zahlreichen Optionen, die vom reinen Race-Foil über das Surf-Foil bis hin zum Wing- oder Freeride-Windsurf-Foil reichen.
In unserem Test geht es also darum, einen der Kombinationen zu testen, der für Slalom Foil geeignet ist. Unser Set besteht aus
• Mast S (Slalom PWA)
• Fuselage Slalom 100 - V1 (die powervollste)
• DNA-H Wings in 650, 550, 450, 375.
• Stabilizer 195
Unter unseren Testbedingungen war dies das ideale Set, aber wer noch weiter gehen möchte, kann sich mit den Titanium-Fuselage und dem 160er Micro-Stabilizer ausstatten.
Die Entwicklung eines solchen Ökosystems ist an sich eine hervorragende Idee, da es eine nahezu unendliche Anzahl von Konfigurationen ermöglicht und sich an die genauen Bedürfnisse jedes Einzelnen anpassen lässt. Im aktuellen Kontext, in dem der Markt für Windfoils zugunsten von Wings stark zurückgegangen ist, scheint der Nutzen jedoch eher begrenzt zu sein. Der aktive Markt für Windfoil ist nämlich ganz klar der Markt für leistungsfähige Slalomfoils. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass selbst bei einem so reichhaltigen Ökosystem 80 % der Verkäufe nur auf das Modell entfallen, das wir heute testen.
Bevor wir mit dem Test auf dem Wasser beginnen, wollen wir uns zunächst einer technischen Präsentation zuwenden und die Unterscheidungsmerkmale dieses Modells hervorheben.
• Mast-Fuselage -Verbindung: Ein ziemlich innovatives, selbstblockierendes System, das eine kompakte, robuste und gleichzeitig ultra-steife Verbindung bietet.
• Ein Verhältnis von Steifigkeit zu Dicke, das neue Maßstäbe setzt.
• Ultra auftriebsstarke Profile im Verhältnis zu ihrer Fläche
Konstruktion
Die Konstruktion dieses Foils verdient es, dass wir uns ein wenig damit beschäftigen, da Patrik die höchste Biege- und Torsionssteifigkeit auf dem Markt ankündigt. Ich muss zugeben, dass ich diesen Punkt sehr genau beobachte, da unsere Tests oft eine starke Korrelation zwischen diesen messbaren Größen und der dynamischen Stabilität des Foils beim Windfoilen ergeben haben. Es gibt keine wirkliche Polemik darüber, dass der heilige Gral darin besteht, ein sehr dünnes (geringer hydrodynamische Widerstand) und extrem steifes (stabileres) Foil zu haben.
Zunächst müssen zwei wichtige Dinge klargestellt werden:
• das hier gemessene Modell ist noch ein Prototyp, dessen Steifigkeit als zwischen der S- und
der M-Version liegend angekündigt wurde (es scheint eher der M-Version zu entsprechen).
• Im Folgenden werden wir absolute Werte der Maststeifigkeit vergleichen, aber man muss
bedenken, dass wir hier einen Mast haben, der im unteren Bereich viel dünner als der Durchschnitt ist.
Nach den Messungen der Bruttobiegesteifigkeit und der Torsionssteifigkeit des 95er Mastes schneidet der AEON-Proto wie folgt ab:
• Bei der Bruttobiegesteifigkeit wird er nur von einigen älteren und deutlich dickeren F4- oder AFS-Modellen übertroffen.
• Bei der Brutto-Torsionssteifigkeit wird er von F4, Phantom Infinite und Phantom IRIS R übertroffen und liegt auf dem Niveau des IQFOIL-Masts.
Der AEON-Mast gehört also jedes Mal zu den Spitzenreitern, wenn es um die Brutto-Steifigkeit geht, mit sehr guten Werten trotz ihrer geringen Dicke. Wenn man diese Steifigkeit jedoch auf die Dicke des Profils umrechnet (also das berühmte Verhältnis von Steifigkeit zu Dünne), zieht der Mast an den anderen vorbei und setzt einen neuen Maßstab in unseren Ranglisten. Auch wenn das alles noch recht theoretisch ist, hat er das Zeug dazu, ein hervorragender Kandidat für ein hochkarätiges Verhältnis von Stabilität und hydrodynamischen Widerstand zu sein.
Natürlich sind auch die Flügel, der Stabilizer und die Fuselage nach denselben Prinzipien entwickelt, und so gehört dieses Modell eindeutig zum exklusiven Club der industriellen Foils, die über ein außergewöhnliches Kontroll- und Geschwindigkeitspotenzial verfügen. Es ist kein Zufall, dass die Phantom Infinite, Patrik AEON, F4 und Starboard C800 (sowie das Z, das in Handarbeit gefertigt wurde) das gesamte PWA-Feld bilden.
Auf dem Wasser
Ich werde hier nicht alle Details des Verhaltens dieses Foils beschreiben, denn, um es gleich vorweg zu nehmen, das wäre fast eine Wiederholung dessen, was ich über das Phantom Infinite oder das Starboard C800 geschrieben habe. Da es sich um die gleiche Zielgruppe und das gleiche Ziel handelt, werde ich hier versuchen, die Unterschiede zwischen diesen Modellen zu beschreiben. Wir wollen nicht scheinheilig sein, denn wir wissen alle, dass es uns darum geht.
Leistung des Foils
Wie bei allen Slalomfoils der neuesten Generation hast du dich mittlerweile daran gewöhnt, dass ein 700 cm2 großer Flügel als Leichtwindflügel gilt. Bei meinen Tests war der größte Flügel, der mir geliehen wurde, ein 650er, und er bot einen ebenso großen Auftrieb wie der F4 720 oder der Starboard 750 SLR. Wir waren nur eine Stufe unter dem Infinite-Kite in 800, wenn er mit 8m2 eingesetzt wurde, also mehr Power als der 650 Infinite (den ich eher mit dem 550 Patrik vergleichen würde).
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, möchte ich daran erinnern, dass diese Flügel mehr Technik zum Starten benötigen als Flügel der älteren Generation, da sie mehr Geschwindigkeit benötigen, um in Aktion zu treten. Wenn sie jedoch einmal in der Luft sind, kann man dank ihrer Feinheit jede noch so kleine Beschleunigung ausnutzen, und sie sind Maschinen, um im Flug zu bleiben. Sofern man beim Halsen keine Fehler macht, war ich in der Woche, in der ich das AEON-Foil getestet habe, oft der Letzte, der noch weiterflog. Sogar die Freerider mit Flügeln vom Typ Alpine im 1100er landeten vorher!
Bei meinen Tests konnte ich den kleinsten Flügel nicht ausprobieren, weil ich nicht genug Wind und vor allem nicht genug Zeit hatte, um ihn zu nutzen, aber ich ging bis zum 450er runter. Dieser Flügel erwies sich als überraschend einfach, dank des großen Auftriebs im Verhältnis zu seiner Größe und des relativ geringen Einflusses auf die Stabilität des Foils. Ich warte auf bessere Wetterbedingungen, um mehr über kleine Flügelgrößen zu berichten.
Halsen und Durchfliegen in Windlöchern
Das Konzept des Auftriebs ist wichtig zu verstehen, und das ist wahrscheinlich der größte Vorteil der Profile der letzten Generation: Wenn man es einmal geschafft hat, zu fliegen, sind sie toleranter und erlauben es, in der Luft zu bleiben, auch wenn die Geschwindigkeit deutlich abnimmt. Das macht sich vor allem bei der Halse bemerkbar, wo die AEON-Flügel viele Situationen, in denen man vorher
gelandet ist, wieder gut machen. Im Vergleich dazu ist der aktuelle 550er mindestens so tolerant wie ein 800er der alten Generation.
Dennoch hat man die Gleitfähigkeit eines 550 und nicht die eines 800. Das spürt man vor allem bei den Windlöchern, die man so leicht durchquert. Ich lasse Sie den Abschnitt "Lasst uns spielen" lesen und Sie werden verstehen, was ich meine.
Leistung des Foils im Allgemeinen
Nachdem ich mich an das Infinite gewöhnt und das Z getestet hatte, war ich von der Stärke des Patrik fast überrascht. Zwar ist die ?“Frontunterstützung“ („l’appui avant“, ?“Lift“, ?„Auftrieb“, ?“Power unter dem vorderen Fuss“) eine Frage der Einstellung, und ich hatte die powervollste Fuselage (aber ich vergleiche mit der Phantom -10 Fuselage, also ebenfalls der powevollsten im Set), aber mit einer ziemlich standardmäßigen Einstellung war das Foil eher in die Kategorie eines powervollen Foils einzuordnen. Bei Leicht- und Mittelwindbedingungen war das Gefühl eines stark pushenden Foils unter dem vorderen Fuß ziemlich komfortabel und trug viel zum stabilen Gefühl des Foils bei.
Mit den mitgelieferten Shims war es einfach, mit diesem Effekt zu spielen, und ich muss zugeben, dass der Unterschied zwischen den Shims nicht unerheblich ist. Ich musste ihn trotz der sehr unterschiedlichen Windbedingungen und der Wechsel der Flügel nicht ändern.