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69jähriger Windsurfer überlebt 20 Stunden auf der Nordsee

  • Kabbel-bei-WNW
  • 11. Oktober 2026 um 11:07
  • Kabbel-bei-WNW
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    • 11. Oktober 2026 um 11:07
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    • #1

    Moin zusammen, es gibt ein neues Wunder von Borkum:

    "Es grenzt an ein Wunder": Surfer rettet sich nach 20 Stunden auf dem Wasser an Land
    Ein Surfer hat am Donnerstag vor Borkum (Landkreis Leer) eine große Suchaktion ausgelöst. Der Mann war surfen gegangen und zunächst nicht wieder aufgetaucht.…
    www.ndr.de

    Als Gezeiten-Surferin geht mir das nahe und ich habe größten Respekt vor diesem Mann!!! Und das bei der Jahreszeit. Wow!

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    • 11. Oktober 2026 um 11:09
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    • #2

    Der hat wahnsinniges Glück gehabt.

  • Zuglufttier
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    • 11. Oktober 2026 um 17:03
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    • #3
    Zitat von cad184

    Der hat wahnsinniges Glück gehabt.

    Wahrscheinlich.

    Oder er war tiefenentspannt und hat die Strömung gut angepasst...

    Wirklich unglaublich die Story...

    Grüße

  • Nordwest
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    • 11. Oktober 2026 um 19:59
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    • #4

    Kennt sich da wer näher mit den Strömungen aus, ist das plausibel, nach Riffgat, nach Emshaven und wieder retour nach Borkum?

    [Blockierte Grafik: https://www.raonline.ch/images/edu/energy/de_windpark1302.jpg]
  • Nordwest
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    • 20. Oktober 2026 um 12:33
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    • #5

    Der Abgetriebene hat sich im anderen Forum zu Wort gemeldet.

  • DI7
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    • 20. Oktober 2026 um 12:35
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    • #6

    Und es war - wie so oft - doch etwas anders als die Medien schreiben.

  • Kabbel-bei-WNW
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    • 20. Oktober 2026 um 13:11
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    • #7
    Zitat von Nordwest

    Der Abgetriebene hat sich im anderen Forum zu Wort gemeldet.

    Gerade gelesen. Wow. Ich bin sprachlos und zutiefst beeindruckt.

  • Kabbel-bei-WNW
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    • 20. Oktober 2026 um 13:13
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    • #8

    Jetzt denke ich an die vielen kleinen Dinge, während derer ich im Wasser schon Panik hatte und werde super demütig.

  • Silversurfer
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    • 20. Oktober 2026 um 14:13
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    • #9

    würde es bitte jemand, zumindest sinngemäß, zusammenfassen und hier posten ?

  • Zuglufttier
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    • 20. Oktober 2026 um 14:17
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    • #10

    Ich möchte mein erlebtes euch eben mitteilen. Ich war den ganzen Sommer nicht auf dem Wasser wegen Schulterschmerzen, aber jetzt ging es wieder einiger maßen und es war perfekt Sideshore. Auf der Promenade war kein Wind, aber gleich am Wasser. Um 10:02 Uhr war Hochwasser und um 10:28 begann meine erste Aufzeichnung. Es hatte 6 Bft Grundwind aus NNW. Nach einer kurzen Pause begann meine zweite Aufzeichnung um 11:01 Uhr und schon nach 10 min. gab es einen lauten Knall und der Tampen vorne am Gabelbaum war gerissen. Mast und Gabelbaum waren somit getrennt. Der alte Tampen ging weder aus der Belegklemme noch auf der anderen Seite der Knoten aus dem Loch. Da ich über einen alten, kalten, 6/4er Frontzip Anzug den ION Fuse Trockenanzug an hatte, hatte ich einen dünneren Tampen an dem Reißverschluss. Den nahm ich und band den vorne um den Gabelbaum und Mast und ließ mich in Wasserstart Stellung Richtung Strand ziehen. Leider war der Ebbstrom schon so stark , dass ich den Strand nicht mehr erreichen konnte. In dem Augenblick war mir klar, es geht jetzt 5 Stunden raus aufs offene Meer, bei 3 m Dünung und anschließend 6 Stunden in die andere Richtung, aber durch die Windrichtung etwas versetzt an Borkum vorbei. Ich musste also Energie sparen um zu überleben. Ab dem Moment war ich Tiefenentspannt. Mir war aber auch bewusst, bei 3 m Dünung darf ich auf gar keinen Fall meine Board verlieren. Darum habe ich den Tampen von der Mastverlängerung an das Trapez gebunden. Danach konnte ich leicht den hinteren Tampen vom Gabelbaum entfernen und den band ich an der vorderen Fußschlaufe und Trapez, als zusätzliche Sicherheit. Jetzt ließ ich den Mast mit dem 3,5 m² Segel und Gabelbaum sausen. Mit dem "Treibanker" währe ich sicherlich noch schneller und weiter gegen den Wind nach draußen getrieben. Auch sprengt es meine Vorstellungkraft was der "Treibanker" bei 3 m Dünung mit mir und das Board machen würde. Jetzt konnte ich die Mastverlängerung mit der linken Hand nach vorne aufs Board drücken und auf dem Handrücken mein Kopf legen mit dem Gesicht nach unten. Es schwappte immer etwas Wasser über mein Board, aber dank Mastverlängerung blieb die Nase gerade trocken. In dem Moment dienten die Surfschuhe als Treibanker und so zeigte der Arsch in dem Wind und die Boardspitze nach Lee. So konnte ich stundenlang treiben und bekam nie eine Welle über den Kopf. Ich trieb ca. 12 km raus, und anschießend an den grünen Tonnen, auf der holländischen Seite des Fahrwassers an Borkum vorbei. Jetzt betete ich, es möge der NNW-Wind aufhören und SW-Wind kommen. Und plötzlich im richtigen Moment hatte es SW-Wind und es briste stark auf. Als ich fast an Borkum vorbei war trieb ich mitten im Fahrwasser und sah in ca. 50 m Entfernung wie ein Lotse bei einem Schiff an Board ging. Schreien und winken half nichts. Kurze Zeit später kam ein 300 m Gastanker und ich war vorne im Scheinwerferlicht des Tankers. Jetzt paddelte ich immer ein paar Schläge mit der rechten Hand, und dann machte ich eine kurze Pause damit die Boardspitze wieder nach Lee schwenkte. Dann tauchte eine rote Tonne auf und ich war aus dem Fahrwasser. Ich merkte es ging voran obwohl Hochwasser längst vor bei war. Irgend wann hatte mein rechts Knie Grundberührung. Da merkte ich erst, dass ich so schwach war, dass ich nur hoch kam in dem ich mich an der Mastverlängerung stützte. Nach wenigen 100 Meter war das Wasser wieder tief und ich paddelte langsam weiter. Als ich dann wieder Grund hatte war es plötzlich trocken. Jetzt nahm ich das Board vor den Finnen unter dem Arm und das Rail schliff über zwei Stunden über den Sand. Ich lief immer auf die Bb Lampe von der Hafeneinfahrt vom Borkumer Schutzhafen zu. Hinter dem Schutzhafen sah ich den Borkumer Leuchtturm blitzen und dachte mir, das ist ja merkwürdig, wo bin ich denn gelandet? Darum konnten wir für den Fußmarsch auf der Seekarte eine Linie ziehen. Als ich am Schutzhafen ankam schaute ich auf die Uhr und es war exakt Niedrigwasser, und so paddelte ich zum Schutzhafen. Ich kam wegen dem starken Wind auf der Stb. Seite der Hafeneinfahrt an und ließ mich außen vor der hohen Spundmauer vom Wind bis zur Böschung treiben und konnte dort auf allen vieren mit dem Board hoch krabbeln, dabei knallte das Board dauernd auf den scharfen Steinen, aber es hat überhaupt keinen Schaden erlitten. Gegen 05:00 Uhr war ich wieder auf Borkum. Da ich nicht wusste ob ich überhaupt vermisst wurde bin ich nicht auf die Idee gekommen nachts einen Passanten an zu sprechen der meinen Bruder aus dem Bett klingelt, so ließ ich das Board liegen und schleppte mich die 5 km bis zum Bruder. Dort kam ich gerade um 08:00 Uhr an als er seinen Laden auf hatte. Dort wurde mir erst bewusst was ich für einem psychischen Schaden bei alle angerichtet habe die mich vermisst haben.

    Hier noch ein Foto von meinem Leben

  • Zuglufttier
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    • 20. Oktober 2026 um 14:17
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    • #11

    Die Geschichte geht noch weiter. Meine Wingfoilpartnerin die mein Fahrrad mit Surfanhänger zufällig auf der Promenade stehen sehen hat, und mich nirgends gefunden hatte, und letztendlich den Rettungseinsatz ausgelöst hat, meinte zu mir am Telefon: der Vormann vom Rettungsboot, der ab nächste Woche wieder Dienst hat, will mich unbedingt kennen lernen. Da gibt es einiges auf zu Arbeiten, so dass in Zukunft die Wassersportler auch gefunden werden die durch die Meersströmung abtreiben. Vom Rettungsboot tauchte die Frage auf, was denn der Wind macht. Meine Antwort: Wenn ich gefühlt 10 s im Wellental bin, und anschließend 0,5 s auf den Wellenkamm bin ist das nicht viel.

    Meine Wingfoilpartnerin hat mal in der kalten Jahreszeit ihr Kiteboard an Borkums Südstrand verloren und hat sich von dem Kite an Land ziehen lassen. Da sie auf dem Board eine Adresse hatte, bekam sie das Board aus Norwegen zurück. Für mich ist das ganz leicht nachvollziehbar. Sie geht da nur bei westliche Winde auf dem Wasser. Das bedeutet, dass die Spur mit dem Ebbstrom etwas nördlicher verläuft als bei mir, und es mit der nächsten Flut entweder nördlich von Borkum die Osterems hoch geht, oder schon nördlich von Juist vorbei treibt.

  • papapatrick
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    • 20. Oktober 2026 um 14:18
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    • #12
    Zitat von Silversurfer

    würde es bitte jemand, zumindest sinngemäß, zusammenfassen und hier posten ?

    Du kannst einfach bei Surf-Forum.com schauen 🙂

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