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Downforce des Riggs im Slalom - ein Leistungsmerkmal das den Längstrimm besser halten lässt?

  • DI7
  • 27. Januar 2024 um 07:59
  • DI7
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    • 27. Januar 2024 um 07:59
    • #1

    Neben der Gewichtskraft (eher statische Downforce) wird angeführt, dass gerade angeströmte Slalomsegel viel Downforce ausüben. Nämlich als zusätzliche dynamische Kraft.

    Das neue AC One Pro Ltd führt "Downforce" etwa weit oben als Leistungsmerkmal an.

    Ist Downforce deshalb Leistungsmerkmal, weil es den Längstrimm besser halten lässt? Im Sinn von je mehr der dynamische Downforce mit dem scheinbaren Wind zunimmt desto besser? Downforce hält ja in einem gewissen Abstand zum Rider die Nose weitgehend unten.

  • Surfer63
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    • 27. Januar 2024 um 09:01
    • #2

    Es ist sicher ein Merkmal eines Segels, nur losgelöst macht es wenig Sinn.

    Diese Kraft Komponente des Segels muss mit der Finne und der Bodenkurve des Boards abgestimmt sein.

    Wenn das so hervorgehoben wird, benötigen wahrscheinlich aktuelle Slalomboards da ein bestimmtes Maß dieser Kraft, um eine optimale Gleitlage zu halten.

    Letztendlich müsste also die Board-, Finnen- und Segelentwicklung abgestimmt erfolgen.

  • Surfer63
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    • 27. Januar 2024 um 09:05
    • #3

    Daher habe ich auch gedacht, dass die Zusammenarbeit von Patrik und Sailloft in diese Richtung geht und eine Gesamtkombi hervorbringt, die besser ist, als zufällig kombinierte Komponenten.

    Leider vorbei.

    Vielleicht gehen GUN und WeOne diesen Weg? Da frage ich am SO mal nach.

  • DI7
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    • 27. Januar 2024 um 09:35
    • #4

    Klar muss es abgestimmt sein. Mein Gedanke geht in die (abstimmungsunabhängige) Richtung, dass zwei oder mehr relativ große Kräfte in einem gewissen Abstand (Heckbereich und Base) quasi träger und damit leichter im kontrollierten Bereich zu halten sind.

    Ansonsten könnte man ja dynamische Downforce reduzieren und im Heck und Unterwasser (insb Finne) darauf reagieren. Macht man aber nicht, obwohl Downforce nicht ganz ohne Drag erzeugbar sein wird.

    Hinzu kommt das selbstregulierende Element bei der dynamischen Downforce, da es auf Änderungen des scheinbaren Windes (in Kraft und Richtung) reagiert.

  • Surfer63
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    • 27. Januar 2024 um 10:09
    • #5

    Durch welches Trimmelement will der Segelmacher das denn unabhängig von anderen Kraftkomponenten beeinflussen?

    Ist das nicht eher eine Kraft, die mit entsteht bei einem bestimmten Schnitt?

    Ich könnte mir vorstellen, das diese Kraft eher beim Foilen wichtig ist, da hier die Hebel kürzer sind und auch die Folgen von zuviel / zuwenig gravierender sind.

  • DI7
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    • 27. Januar 2024 um 10:22
    • #6
    Zitat von Surfer63

    Durch welches Trimmelement will der Segelmacher das denn unabhängig von anderen Kraftkomponenten beeinflussen?

    Ist das nicht eher eine Kraft, die mit entsteht bei einem bestimmten Schnitt?

    Ja es ist eine Kraft, die durch ein angeströmtes Profil entsteht. Ich hatte von Downforce als Kraft gesprochen.

    Die erste Frage verstehe ich nicht, die implizierte Behauptung glaube ich nicht.

  • Rumpelstilzchen
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    • 27. Januar 2024 um 13:22
    • #7

    Ich verstehe das ganze Thema nicht🤔

  • Halsenwunder
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    • 27. Januar 2024 um 13:24
    • #8

    Aus meiner Sicht kann das Segelprofil, wenn das Segel senkrecht oder nach Luv überzogen geführt wird, per se keine nach unten gerichtete aerodynamische Kraft entwickeln. Ich wüsste jedenfalls nicht wie. Die nach unten gerichtete Kraft entsteht meines Erachtens dadurch, dass die Kraft des Segelns über den Mastfuß weit vor dem Druckpunkt von Finne und Board eingeleitet wird. Da das Board mit Nase nach oben leicht schräg über das Wasser gleitet, wirkt die horizontale Kraft des Segels über den Mastfuß mit einer nach unten gerichteten Komponente auf das Board, solange dieses nicht in der Horizontalen gleitet. Da moderne Rennsegel ein bauchiges, weit vorne liegendes Profil haben, ist dieser Effekt besonders ausgeprägt.

  • c-bra
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    • 27. Januar 2024 um 14:31
    • #9
    Zitat von Rumpelstilzchen

    Ich verstehe das ganze Thema nicht🤔

    ich auch nicht so wirklich

    Bin da ziemlich bei halsenwunder

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • acidman
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    • 27. Januar 2024 um 14:58
    • #10
    Zitat von Surfer63

    Daher habe ich auch gedacht, dass die Zusammenarbeit von Patrik und Sailloft in diese Richtung geht und eine Gesamtkombi hervorbringt, die besser ist, als zufällig kombinierte Komponenten.

    Leider vorbei.

    Vielleicht gehen GUN und WeOne diesen Weg? Da frage ich am SO mal nach.

    Patrik baut doch jetzt selbst konkurrenzfähige Segel

    Der Test Sieg im französischen Magazin ist nicht umsonst

  • Surfer63
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    • 27. Januar 2024 um 15:55
    • #11
    Zitat von Halsenwunder

    Aus meiner Sicht kann das Segelprofil, wenn das Segel senkrecht oder nach Luv überzogen geführt wird, per se keine nach unten gerichtete aerodynamische Kraft entwickeln. Ich wüsste jedenfalls nicht wie. Die nach unten gerichtete Kraft entsteht meines Erachtens dadurch, dass die Kraft des Segelns über den Mastfuß weit vor dem Druckpunkt von Finne und Board eingeleitet wird. Da das Board mit Nase nach oben leicht schräg über das Wasser gleitet, wirkt die horizontale Kraft des Segels über den Mastfuß mit einer nach unten gerichteten Komponente auf das Board, solange dieses nicht in der Horizontalen gleitet. Da moderne Rennsegel ein bauchiges, weit vorne liegendes Profil haben, ist dieser Effekt besonders ausgeprägt.

    Deshalb habe ich gefragt, wie der Segeldesigner diese Kraft erzeugen und kontrollieren kann und will?

    Es gibt den Profilverkauf und die Druckpunktlage, die die Summe und die Position der Segelkräfte bestimmen.

    Dass dabei eine Downforce Kraft entsteht, war mir bisher nicht bekannt, dass heisst aber nichts.

    Wenn man an die ersten Windsurfer mit dem Holzmastfuss denkt, dann gab es eher Kräfte nach oben, je nach Segelposition, Kräfte nach unten waren die Gewichtskräfte des Riggs, alles sehr abhängig von der Riggposition.

    Vielleicht hat der Designer das jetzt etwas besser designen können, das diese Kraft dosiert nach unten wirkt?

    Es wäre eben hilfreich, wenn so ein Marketingausdruck durch Erklärungen unterlegt wird, damit man nicht raten muss ;)

  • DI7
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    • 27. Januar 2024 um 16:06
    • #12

    Also dasss Downforce ein Merkmal von Slalomsegeln ist hört man schon mindestens 10 Jahre und ist mit ein Grund weshalb Freeridesegel meist nicht auf Slalombrettern funktionieren.

  • Surfer63
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    • 27. Januar 2024 um 16:43
    • #13

    Auf die Schnelle finde ich Downforce nur bei waagerecht liegenden Profilen, bei senkrechten wie Segeln nicht.

    Mich würde interessieren, wie diese Kraft entsteht. Wenn Segel das seit 10 Jahren haben, wird es ja eine plausible Beschreibung oder Grafik geben.

  • Silversurfer
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    • 27. Januar 2024 um 16:47
    • #14

    Versucht mal, ein Slalomsegel aus den 90er Jahren auf nem aktuellen Slalomboard zu fahren 😉

  • Doubleheelslide
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    • 27. Januar 2024 um 17:24
    • #15

    Ich bin nicht sicher, ob ihr über das redet, worüber ich glaube, dass ihr redet. Der ganz normale Slalom-Tuning-Wahnsinn ist der hier: Angenommen der Rider hält die Gabel fix in Position (siehe Skizze), womit man das Gabel-Kopfstück als Drehpunkt betrachten kann. Bläst nun der Wind in das Segel, dann fungiert der Mast als Hebel und drückt dabei auf der anderen Seite des Hebels (unterhalb des Gabel-Kopfstücks) den Mastfuss ins Wasser.

    Das ist auch der Grund, weshalb man die Gabel höher montiert, wenn das Board looser fahren soll: der Hebel-Länge oberhalb des Gabelkopfstücks wird reduziert und unterhalb verlängert - weniger Druck auf dem Mastfuss resultiert. Und vice versa wenn man die Gabel tiefer montiert.

    Ähnlich gestaltet es sich mit dem Loose Leech: Mehr Loose Leech reduziert die Kräfte, die ganz oben am Hebel ansetzen, und so wird das Board über die Hebelkräfte weniger nach unten gedrückt.

    Meint ihr diesen Effekt oder schwebt ihr in anderen, mir unbekannten Sphären?

  • Halsenwunder
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    • 27. Januar 2024 um 19:00
    • #16

    Ich bin nicht so überzeugt, dass du mit der Bedeutung des „Drehpunktes“ so richtig liegst. Ich stoße aber jetzt mit meiner Schulphysik an meine Grenzen.😃 Ich sehe den Zusammenhang so: Die modernen bauchigen Segelprofile ermöglichen durch den höheren Druck auf den Mastfuß freier laufende Boardshapes und Finnen mit mehr Lift, ohne das die Fuhre zu sehr zu Wheelies neigt. Die Höhe des Segeldruckpunkts wird auch eine Rolle spielen.

  • Doubleheelslide
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    • 27. Januar 2024 um 19:43
    • #17
    Zitat von Halsenwunder

    Ich bin nicht so überzeugt, dass …

    Gut, diskutieren wir das hier. Ich werde gerne gescheiter. Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, wie sonst ein Winddruck im Segel ein Druck aufs Board entwickeln kann.

    Der Vollständigkeit halber, betreffend Gabelhöhe: Bei tieferer Gabel wandert auch der Körper etwas nach vorne, was die Boardnase ebenfalls eher tiefer fliegen lässt. Möglicherweise ist dieser Effekt grösser als die Verschiebung der Hebelkräfte.

  • Surfer63
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    • 27. Januar 2024 um 20:45
    • #18

    Ich denke mit der Gabelbaumhöhe hat man einen Punkt, der andere ist die Lage des Segeldruckpunkts, viel LL, der Druckpunkt ist eher unten, der Hebel Gabelbaumhöhe zu Druckpunkt ist größer als bei wenig LL und höheren Druckpunkt, der eher zu Auftrieb durch das Segel führt.

    Damit haben P7 und andere Slalomsegel mit viel LL einen relativ niedrigeren Druckpunkt als Freeridesegel und somit einen besseren Hebel, den Bug unten zu halten.

    LL und die Lage des Druckpunkts im Segel sind so für die Downforce zusammen mit der Gabelposition verantwortlich. Wenn LL und der Druckpunkt sehr stabil und unten im Segel sind, hat man eine gut definierte Downforce, die die Kontrolle verbessert und damit höhere Geschwindigkeiten erlaubt.

    Freerideboards und damit deren Segel sind nicht vorrangig dafür gebaut mit niedrigem Bug über die Finne zu fliegen, daher brauchen und haben Freeridesegel weniger Kräfte, um den Bug zu kontrollieren.

  • DI7
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    • 28. Januar 2024 um 08:25
    • #19

    Tiefes Profil, Masttasche und niedriger Druckpunkt (als gedankliche Summe wohlgemerkt).

    In Luv der Masttasche herrscht Überdruck und die Tendenz der dortigen Luft nach achtern und leicht oben auszuweichen.

    Frage war, warum will man eine hohe Downforce des angeströmten Segelprofils (und begnügt sich nicht mit der Gewichtskraft - oder gibt die Base minimal nach vor, oder Gabel runter).

    Abfliegende Nose per se könnte man ja auf viele verschiedene Arten vermeiden.

    Wie Downforce generiert wird ist aber auch interessant.

  • DI7
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    • 28. Januar 2024 um 10:05
    • #20

    Der über den geraketen Mast eingeleitete Vortrieb bildet Downforce - mit offenbar wenig schädlichen Nebenwirkungen.

    Fin-Slalomsegel sind für mehr Rake designt als andere.

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