Heute bin ich zum ersten Mal seit März wieder mein GA Manic in 5.4 von 2020 gefahren (MÜggelsee), war ein Spontankauf letzten Winter in Portugal, nachdem ich mein geliebtes Gun Transwave endgültig zerschossen hatte.
Was mir am Manic gut gefällt ist dass es wirklich super leicht ist. Aber sonst werde ich mit dem Segel bisher noch nicht so recht warm.
Meiner Erfahrung nach braucht das Manic einen sehr genauen Anstellwinkel, um Zug zu entwickeln. Das macht das Angleiten in böigen Verhältnissen nicht einfach, man muss wirklich sehr behutsam dichtholen. Insgesamt finde ich den Zug nicht überzeugend. Und auch beim Gleiten an böigen Binnensee-Tagen wie heute habe ich das Gefühl, dass man den Anstellwinkel eigentlich ständig nachkorrigieren muss, je nach Stärke der gerade einfallenden Böe und dem entsprechenden relativen Wind.
Bislang bin ich als kleines Segel außer dem Manic nur das erwähnte Transwave in 5.3 gefahren, mit dem kam ich besser zurecht.
Nun frage ich mich, liegt es wieder mal an mir und ich muss mit dem Segel halt öfter aufs Wasser und warmwerden, oder wäre für den böigen Binnensee doch ein anderes Segel mehr geeignet? Das Manic scheint ja in erster Linie als leichtes Wave-Segel konzipiert zu sein, das Transwave fiel glaube ich eher in die Kategorie Powerwave.
Eines Tages möchte ich auch mal in die Welle, aber das wird noch etwas dauern. Derzeit suche ich ein gut angleitendes, unkompliziert zu fahrendes Segel für stärkeren Wind mit entsprechendem Chop auf dem Binnensee für mein älteres JP FSW 107 Liter. Was denkt ihr? Mehr mit dem Manic üben (wenn es der Wind mal hergibt
), oder was anderes (gebraucht) suchen?
Danke!