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Wo und wie finden Materialentwicklungen statt? ZB bei Segeln/Riggs und Boards ...

  • DI7
  • 14. Juli 2024 um 12:23
  • DI7
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    • 14. Juli 2024 um 12:23
    • #1
    Zitat von dpk

    Wäre es nicht deutlich kostengünstiger einfach nur alle drei Jahre zu entwickeln?

    Entwickeln kann/tut man immer, wenn einem was einfällt, man Verbesserungspotential vor Augen geführt bekommt oder man mit der Konkurrenz mitziehen will.

    Die Frage ist dann, ob es wirklich eine Verbesserung ist und man deswegen ein neues Produkt auf den Markt bringen soll.

    Hier gibt es zB Fixkosten(sprünge) zB bei neuen Moulds ...

  • Peters-Windsurfing
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    • 14. Juli 2024 um 13:15
    • #2
    Zitat von dpk

    Mal ne ganz blöde Frage in den Raum gestellt. Warum gibt es JEDES Jahr neue Modelle bei allen Herstellern bzw den meisten? Das Rad wird doch nicht neu erfunden ?! Ausnahme Foil Segel in den letzten 3 Jahren hat sich da ja einiges getan?

    Spielt dieser Fakt (jedes Jahr neues Material) nicht auch mit rein? Oder ist das eine gute Einnahmequelle für Windsurf Marken?

    Wäre es nicht deutlich kostengünstiger einfach nur alle drei Jahre zu entwickeln?

    Das wird ja teilweise gemacht.
    EZZY Sails z. B. macht das schon immer, Loftsails seit diesem Jahr auch.
    FMX hat das bei den Freeride/Freerace auch gemacht, teilweise auch bei Slalom.
    Bei Foil nicht, da sich da bei den Boards sehr viel getan hat. Selbst 2024 zu 23 war ein deutlicher Sprung.

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  • DI7
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    • 14. Juli 2024 um 13:34
    • #3

    Patrik macht das auch schon länger so.


    Es gibt schleichende technische Entwicklungen und Mode,

    Manche gehen lieber mit der Mode (zB aktuelle Farben, aktueller Jahrgang), als ernsthaft an der Fahrtechnik (zB Halse) zu arbeiten. Aber auch die braucht die Wirtschaft ;)

  • scharli_g
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    • 9. August 2024 um 11:42
    • #4
    Zitat von dpk

    Mal ne ganz blöde Frage in den Raum gestellt. Warum gibt es JEDES Jahr neue Modelle bei allen Herstellern bzw den meisten? Das Rad wird doch nicht neu erfunden ?! Ausnahme Foil Segel in den letzten 3 Jahren hat sich da ja einiges getan?

    Spielt dieser Fakt (jedes Jahr neues Material) nicht auch mit rein? Oder ist das eine gute Einnahmequelle für Windsurf Marken?

    Wäre es nicht deutlich kostengünstiger einfach nur alle drei Jahre zu entwickeln?

    DA muss ich mich kurz zu Wort melden.:) Nur sehr wenige entwickeln jedes Jahr neue Boards. Dies ist nur möglich, wenn man in CNC Technik und nicht in Mould Technik die Boards baut. Die Stückzahlen sind schon lange nicht mehr ausreichend, um jedes Jahr, für jedes Board eine neue Mould zu bauen. Der Shape und die Construction bleibt bei vielen Boards sehr oft für einige Jahre gleich. Nur das Desigen wird bei den meisten Brands jedes Jahr geändert, um so zu tun, als ob... ;)

    Das kann man aber auch sehr oft im Segelbereich beobachten. Ihr müsst euch vorstellen, dass alleine für Teamfahrer, Surfschulen, und Opeaneanleaders eine große Menge an Boards raus geht, die jedes Jahr wechseln, oder wechseln müssen, nur weil sich das Design ändert.

    Ich will damit niemandem zu Nahe treten, allerdings einfach nur etwas Wahrheit an den Tag bringen. ;)

    LG Scharli

  • Rumpelstilzchen
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    • 9. August 2024 um 11:56
    • #5

    Sehe ich genau so, was sollen die auch großartig neu erfinden.

  • fuggi
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    • 9. August 2024 um 14:31
    • #6
    Zitat von dpk

    Mal ne ganz blöde Frage in den Raum gestellt. Warum gibt es JEDES Jahr neue Modelle bei allen Herstellern bzw den meisten? Das Rad wird doch nicht neu erfunden ?! Ausnahme Foil Segel in den letzten 3 Jahren hat sich da ja einiges getan?

    Spielt dieser Fakt (jedes Jahr neues Material) nicht auch mit rein? Oder ist das eine gute Einnahmequelle für Windsurf Marken?

    Wäre es nicht deutlich kostengünstiger einfach nur alle drei Jahre zu entwickeln?

    Ich bin nur verwund das Mortefon mit dem alten IRIS R Segel auf Platz 2 gefoilt ist - da stellt sich mir dann schon die Frage (und scheinbar Dir auch) ob sich da wirklich viel tut....

    Die neuen Infinite Segel wurden scheinbar nur an Kunden mit Vorbestellung verkauft und da waren dann keine für Mortefon übrig.....schon seltsam8o

    Aber letztlich kann ich das alles nicht wirklich beurteilen da ich kein 24er Segel habe ;(

  • Rumpelstilzchen
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    • 9. August 2024 um 14:42
    • #7

    Oft ist halt auch das ältere gewohnte schneller.

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    • 9. August 2024 um 18:13
    • #8
    Zitat von fuggi

    Ich bin nur verwund das Mortefon mit dem alten IRIS R Segel auf Platz 2 gefoilt ist - da stellt sich mir dann schon die Frage (und scheinbar Dir auch) ob sich da wirklich viel tut....

    Die neuen Infinite Segel wurden scheinbar nur an Kunden mit Vorbestellung verkauft und da waren dann keine für Mortefon übrig.....schon seltsam8o

    Aber letztlich kann ich das alles nicht wirklich beurteilen da ich kein 24er Segel habe ;(

    Ich hab 23 und 24er segel … man kann mit beiden sehr schnell foilen, ich finde aber die neuen noch n zacken besser…

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    • 9. August 2024 um 18:50
    • #9

    Bei Finnensegeln gibt es wahrscheinlich die letzte Jahre wenig echte Fortschritte. Bei so harten Bedingungen wie in Fuerte zählt sicher auch der Fahrer mehr als in Flachwasserbedingungen, wo neuere Segel vielleicht minimale Vorteile hätten.

  • DI7
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    • 9. August 2024 um 19:30
    • #10

    Was sind für Dich - oder objektiv gesehen - "echte Fortschritte"?

    Die verstellbaren Hypercam 2.0 waren zB schon echt ein Fortschritt - gerade wenn man Masen wechseln/testen will.

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    • 9. August 2024 um 20:14
    • #11

    Objektiv verbesserte Fahrleistungen. Die Hypercams sind ja eher ein Komfortgewinn, mit herkömmlichen Spacern lassen sich die Camber genauso einstellen.

  • bernie
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    • 9. August 2024 um 22:09
    • #12

    Ich glaube, wenn´s ein echter "Fortschritt" wäre, hätte es Nachahmer gegeben.

  • bernie
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    • 9. August 2024 um 22:11
    • #13
    Zitat von Rumpelstilzchen

    Sehe ich genau so, was sollen die auch großartig neu erfinden.

    Die Duotone Falcon´s sind in ihrer Bauweise - und damit in ihren Fahreigenschaften - laut Werbung quasi neu.;)

  • scharli_g
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    • 10. August 2024 um 05:08
    • #14

    Naja, dass es keinen Sinn macht, weiter zu entwickeln stimmt nicht. Wenn es auch aktuell keine Quantensprünge gibt, geht es doch immer wieder Schritt für Schritt voran. Neue Materialen ermöglichen neue leichtere und stabilere Constructions und wenn Segel weiter entwickelt werden, müssen auch die Boards dazu passen. Hier kann man auch Segelentwicklung von Boardentwicklung nicht loslösen. Wenn man die letzten 10 Jahre betrachtet, hat sich in diesem Zeitraum mehr getan, als in den 80iger Jahren. Alleine das Thema Foil. Es wird inzwischen in jeder Disziplin gefoilt (RACE, Freeride, Freestyle). Da ist es meiner Meinung schon nicht uninteressant voran zu gehen, und zu arbeiten! Wenn das aus Kostengründen keiner mehr macht, bleibt es naturgemäß stehen. :)

    Dass jemand auf einem alten Segel schneller ist, als der Rest auf den Neuen, heißt nicht, dass die neuen Segel schlechter sind. Eine Competition hat halt auch mit der aktuellen Tagesverfassung des Fahrers usw. zu tun. Es kann immer Jemandem geben, der mit altem Material schneller oder besser ist. Das gibt es in jeder Sportart. Aber natürlich kann ein Folgeprodukt auch schlechter sein, als das Vorhergehende. Das kommt auch vor, kann man aber nicht über den ganzen Markt verallgemeinert werden.

    LG Scharli

  • Rumpelstilzchen
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    • 10. August 2024 um 07:06
    • #15
    Zitat von scharli_g

    Naja, dass es keinen Sinn macht, weiter zu entwickeln stimmt nicht. Wenn es auch aktuell keine Quantensprünge gibt, geht es doch immer wieder Schritt für Schritt voran. Neue Materialen ermöglichen neue leichtere und stabilere Constructions und wenn Segel weiter entwickelt werden, müssen auch die Boards dazu passen. Hier kann man auch Segelentwicklung von Boardentwicklung nicht loslösen. Wenn man die letzten 10 Jahre betrachtet, hat sich in diesem Zeitraum mehr getan, als in den 80iger Jahren. Alleine das Thema Foil. Es wird inzwischen in jeder Disziplin gefoilt (RACE, Freeride, Freestyle). Da ist es meiner Meinung schon nicht uninteressant voran zu gehen, und zu arbeiten! Wenn das aus Kostengründen keiner mehr macht, bleibt es naturgemäß stehen. :)

    Dass jemand auf einem alten Segel schneller ist, als der Rest auf den Neuen, heißt nicht, dass die neuen Segel schlechter sind. Eine Competition hat halt auch mit der aktuellen Tagesverfassung des Fahrers usw. zu tun. Es kann immer Jemandem geben, der mit altem Material schneller oder besser ist. Das gibt es in jeder Sportart. Aber natürlich kann ein Folgeprodukt auch schlechter sein, als das Vorhergehende. Das kommt auch vor, kann man aber nicht über den ganzen Markt verallgemeinert werden.

    LG Scharli

    Neue Materialien =leichtere und Stabielere Boards?

    Sehe ich nichts von(ich rede nicht von deinen Boards)

    Früher hat zb ein JPX-Cite Ride in der Wood Bauweis weniger gewogen als aktuelle Boards mit gleichen Volumen, und das Board hat trotzdem gehalten. Wenn ich mir die jetzigen Boards anschaue, Dellen nach jeder Berührung mit zb Mast , ich habe mein JP Hydrofoil auf den Kopf aus dem Wasser getragen, folge war eine Delle im Board.dann kommt noch Delaminienation usw, wo ist da der Fortschritt was das Material betrifft.

    Ich habe noch nie so schlechte Qualität bei den Serienboards (Cobra)gesehen als in den letzten Jahren.

    Das es auch anders geht zeigt zb Flikka, Future Fly und FMX .

    Thema Foil, da gibt es wirklich noch echte weiter Entwicklung, man merkt das die Foils immer schneller werden, und einfacher zu fahren sind als ältere Modelle.

  • Boris
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    • 10. August 2024 um 07:36
    • #16

    bei den Foilsegeln finde ich, kann man die Weiterentwicklung sehr leicht "erfahren".

    ich bin die letzten Tage mehrfach zwischen dem PD HA 2024 in 8,0 und dem 2022 Foil S2 in 7,2 hin- und hergewechselt. Der Unterschied ist fühlbar- da hat sich viel getan.

  • DI7
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    • 10. August 2024 um 07:44
    • #17

    Genau, scharli_g Überall gibt es laufend kleinere Entwicklungen. Ganz wichtig sind aber eben auch die Abstimmungen der Komponenten aufeinander - und die Finnen und der richtige Trimm. Wegen irgendeiner Neuentwicklung ist aber keiner auf allen Kursen und bei allen Verhältnissen auch nur einen Knoten schneller, was dann eventuell "sichtbar" oder "objektiv" wäre. Das wäre wohl der Traum beim Allgemeinplatz "objektiv bessere Fahreigenschaften" - in der Realtität geht es um Detailfragen: Für wen? Wobei? Mit welchen Nachteilen verbunden?

    Dennoch wird um jedes Zehntel-Knoten (auch bloß in Detailbereichen) gerungen, wenn damit nicht zu gravierende Nachteile anderswo verbunden sind.

    Altes Material kann sehr gut sein! Nicht wenige sparen es auf.

    Gewisses Material kann einem schlicht auch besser "liegen" oder besser zu anderen Komponenten passen. Es gibt regelmäßig bessere und schlechtere Jahrgänge oder aber besser gelungene Segelgrößen (im Vergleich zu anderen desselben Modells und Jahrgangs).

    Für den Otto-Normalverbraucher wäre eventuell ein Freeridesegel, das unpassendere Masten und mehr Trimmfehler "verträgt" objetiv besser - aber will man das und ist das die Zukunft? Duotone arbeitet zB mit VTS oder Strichen an der Outhaul eher daran, grobe Trimmfehler vermeidbarer zu machen, als an dodelsicheren Segeln.


    Konterkarierende Fertigungsprobleme: Es gibt aber bei allen Entwicklungen leider auch unterschiedlich ausgeprägte Ungenauigkeiten bis Fehler bei den Produktionen:

    Ich habe dieses Jahr bei den zwei Slalom-X-Events wesentlich mehr Korrekturen von Baufehlern im Unterwasserschiff der Slalomboards von JP (zB MR) und Starboard gesehen als bei Duotone, FMX und Future Fly.


    Riggs: 2021 ging man auch in der (damals noch) Hybrid-Denke mehr Richtung High-Aspect-Ratio.

    Bei Fin Slalom und speziell Speed geht man da aber eher wieder zurück zu geringeren Streckungsverhältnissen.


    Hypercams: Nach meinen Infos hätte gar keine andere Brand die Finanzkraft gehabt, die Hypercams auch derart in Serie zu produzieren. Daneben gibt es auch Schutzrechte an Erfindungen/Entwicklungen wie bei der Power-XT.

    Oder war das auch kein Game-Changer, bloß weil es niemand nachmacht?

  • bernie
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    • 10. August 2024 um 08:20
    • #18

    Seit 20 Jahren (und länger) wird bei jedem neuen Board, Segel usw. versprochen, dass es früher gleitet, besser zu kontrollieren ist und oben raus schneller wird. In der Welle dreht es natürlich auch viel besser.

    Wenn dem so wäre, müßten wir bei 2kn mit 5er Waversegel gleiten und 120 km/h fahren. Nichts davon ist wahr - leider.

    Ich will damit nicht sagen, dass es keine Weiterentwicklung gibt, aber die großen Schritte sind doch ewig her. Und Details - nunja - viele können ja immer noch nicht die Powerhalse oder ein Rigg richtig trimmen.

  • bernie
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    • 10. August 2024 um 08:20
    • #19

    BTW - da können die Shops nichts für, sind aber die Leidtragenden.

  • Boris
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    • 10. August 2024 um 08:24
    • #20

    bei den Foilsegeln, Foil-Boards und Foils selber sind die Sprünge immer noch groß und spürbar.

    ja, beim SL-Finnensurfen, wie auch beim Freerace und Freeride - da dürfte die Entwicklung nur noch in Minischritten erfolgen. Aber die probleme sehe ich da eher beim Preis des Materials vs. der (in den letzten Jahren immens gestiegenen finanziellen) Belastung der Käufer und bez. der abnehmenden Qualität des Massenproduzenten von sovielen Marken - auch das ist für den Enduser nachvollziehbar - da selber beobachtbar.

    Einmal editiert, zuletzt von Boris (10. August 2024 um 08:34)

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