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Ist Windsurfen m/w/d/jung/alt?

  • Kabbel-bei-WNW
  • 6. Oktober 2025 um 20:00
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    • 6. Oktober 2025 um 20:00
    • #1

    Moin,

    Neulich klang das Thema ja anderswo einmal kurz an. Habe jetzt länger gegrübelt, ob ich es wirklich mal aufmache. Einen Versuch ist es wert. Falls doof, Thread einfach schließen ^^

    Vielleicht mal kurz meine eigene Erfahrung als Frau im Windsurfen.

    Habe Mitte 20 unseren tollen Sport begonnen. Im Urlaubs-Grundkurs waren wir eine bunte Truppe von jung (Seepferdchen) bis alt (Käptn Ahab ;)). Und auch Männer und Frauen gleichermaßen.

    Als ich dann das erste Mal eigenes Material zusammengesammelt habe, wurde es schon schwierig. Die üblichen Aufsteiger-Empfehlungen (Board von 130 bis 140 l) waren halt für mich nicht passend. Hat ja eigentlich noch nix mit Geschlecht zu tun - ich könnte ja auch einfach sagen, die Empfehlungen wären für Menschen mit einem Körpergewicht von rund 50kg nicht passend. Da musste man sich dann selbst die Materialgrößen herleiten. Zum Glück gab es dann auch Händler - und Surf-Foren:) - Wo man alle Informationen zusammentragen konnte. Eine richtige SurferInnen-Truppe hatte ich in den ersten Jahren nämlich noch nicht. Die Kontakte sind erst mit den Jahren gekommen.

    Ja und in Surf-Zeitschrift und Herstellerwerbung waren Frauen auch ziemlich unterrepräsentiert, was ich schade fand. Auch weil ich den Eindruck hatte, dass Frauen in anderen Sportarten, wie dem Kiten, eine größere Rolle spielen. Am meisten getroffen hatte mich mal ein Reisebericht in der Surf über irgendeine exotische Ecke dieses Planeten, wo der Autor geschrieben hatte (weiß es leider nicht mehr wörtlich, aber im Sinne von) "nachdem ich meine Frau in der flachen Bucht mit Einsteiger-Freerider von der Station versorgt hatte und sie somit beschäftigt war, konnte ich die echten Wellen erkunden". Ich dachte nur so - das hätte man irgendwie auch anders ausdrücken können.

    Naja und nu, knapp zehn Jahre später, würde ich von mir behaupten, einigermaßen Windsurfen zu können. Ich habe mein eigenes Material, meinen eigenen Bus, meine eigene Real-Life-Surf-Community, meine virtuelle Community hier(<3:saint:), und habe inzwischen auch viele Surffreundinnen, die auch mal die geilen Wellen erkunden und auch so bekloppt sind, bei 11 Grad und Regen in die Schmodder-Nordsee zu springen.

    Ich fühle mich nicht mehr wie ein Alien. Beim Material kann ich einschätzen, was ich brauche. Inzwischen kann ich im Surfshop auch erkennen, ob mich jemand ernsthaft berät oder mir nur irgendwas andrehen möchte.

    Aber der Weg dahin war gar nicht so einfach. Ich kann mir vorstellen, und das ist jetzt wirklich mal eine ganz persönliche Meinung, dass Frauen gerade in der Anfangszeit im Sport Unterstützung brauchen hinsichtlich Materialauswahl, wie umgehen mit unterschiedlichen Bedingungen (vor allem ermutigen, wenn es mal nicht gut lief!) etc. Die ruppigen Kräfte hinterm Segel sind halt was anderes als Zumba und Pilates, ohne das abwerten zu wollen. Es gibt aber Wege, wie man auch mit zarten Ärmchen mit garstigen Böen klar kommt und wie es dann auch richtig richtig Spaß machen kann.

    Ich habe mich auch frei gemacht von diesem "Windsurfen muss ballern!!" und "überpowert ist gut!!". Es ist völlig ok, wenn man 18 Knoten lieber mag als 38.

    Zum Thema jung/ alt - ich freue mich, wenn bei der PWA die Young Guns zeigen, was sie drauf haben. Und ich bewundere, wenn jemand über 70 ist und sauber die Halsen durchgleitet.

    Natürlich ist jede Frau, jeder Mann und jeder Mensch individuell und das, was ich geschrieben, habe, war jetzt wirklich meine persönliche Sicht auf die Dinge und ich will auch nicht verallgemeinern. Eher Denkanstöße geben und auch wirklich nicht provozieren. *peace* ^^

    Und bei euch so?

    Aloha!

  • Rumpelstilzchen
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    Sonntag
    • 6. Oktober 2025 um 20:14
    • #2

    Zu deiner Ausgangsfrage , Windsurfen hat weder mit dem Geschlecht noch mit dem Alter was zu tun, Windsurfen ist ein Lifestyle.

    Bei uns im verein haben wir Surfer, Männer, Frauen und Nachwuchs zwischen 8 und 85 Jahren.

    Alle haben eins gemeinsam, wir leben das Surfen .

  • DI7
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    • 6. Oktober 2025 um 21:20
    • #3

    Es ist was es ist, sagt das Windsurfen.

  • Surfer63
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    • 6. Oktober 2025 um 22:23
    • #4

    Es gibt niemanden, der anfangs mehr oder weniger Unterstützung braucht, wenn genug Interesse und Neugier da sind. Nur diese Einstellung muss eben gefördert werden, im gesamten Leben, nicht nur beim Surfen.

    Zuallererst ist Surfen für mich ein Lifestyle und danach eine technische Sportart, die Geschick, Wissen, Kraft und Mut benötigt.

    Das besitzt jeder Mensch unterschiedlich, egal ob Frau oder Mann.

    Wie in jeder Sportart lernt jeder unterschiedlich schnell und kommt unterschiedlich weit, je nach Talent und/oder Fleiss.

    Allerdings unterscheiden sich Frauen und Männer am Ende bei herausfordernden Bedingungen oftmals im Einsatz oder Biss. Das ist aber nicht Surf spezifisch, sondern Abbildung der allgemeinen Erziehung und des dadurch erlernten Verhaltens.

    Das lässt sich im Job wie beim Surfen beobachten. Surfen ist da ein Abbild der gesellschaftlichen Verhaltensweisen.

    Daher ist nur der individuelle Spaß am Sport und der Spirit für mich das Besondere an unserem Sport.

  • onefoot
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    • 7. Oktober 2025 um 07:56
    • #5
    Zitat von Surfer63

    Allerdings unterscheiden sich Frauen und Männer am Ende bei herausfordernden Bedingungen oftmals im Einsatz oder Biss. Das ist aber nicht Surf spezifisch, sondern Abbildung der allgemeinen Erziehung und des dadurch erlernten Verhaltens.

    Fällt das jetzt in die gleiche Kategorie wie:

    "nachdem ich meine Frau in der flachen Bucht mit Einsteiger-Freerider von der Station versorgt hatte und sie somit beschäftigt war, konnte ich die echten Wellen erkunden"

    Oder hast du das anders gemeint?

    Ich kann dazu nur sagen dass ich in Karpathos die Surferinnen zwischen Teenager und Ü60 bewundere und davon gibts dort nicht wenige, die da mit dem 3.0 raus gehen wenn gestandene Männer mit 3.7 fahren und da sehe ich bei den Mädels keinen fehlenden Einsatz oder Biss!

    Das sind aber nur meine Beobachtungen 😉

  • Surfer63
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    • 7. Oktober 2025 um 08:29
    • #6

    Nein, das habe ich nicht so gemeint mit dieser Kategorie.

    Ich habe gemeint, dass Frauen Surfen genau so lernen können wie Männer, vielleicht manchmal auf einem leicht anderen Lern Weg, weil das Herangehen mit weniger Krafteinsatz erfolgt. Das ist jedenfalls meine Beobachtung aus meiner Tätigkeit in einer Surfschule.

    Was ich aber schon meine ist, das Frauen aus diversen Gründen mit extremen Situationen anders umgehen als Männer, das hat mit Surfen an sich erstmal nichts zu tun, ist aber dort auch zu beobachten, Grundlage dafür ist sicher ein Gutteil Erziehung.

    Dass schließt ja nicht aus, dass es immer mehr Frauen gibt, die ihre überkommenen Verhaltensweisen ablegen und ihre zweifellos vorhandenen Fähigkeiten nutzen und ausleben.

  • David1234
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    • 7. Oktober 2025 um 08:51
    • #7
    Zitat von Surfer63

    Allerdings unterscheiden sich Frauen und Männer am Ende bei herausfordernden Bedingungen oftmals im Einsatz oder Biss. Das ist aber nicht Surf spezifisch, sondern Abbildung der allgemeinen Erziehung und des dadurch erlernten Verhaltens.

    Das erscheint mir erst mal nicht unbedingt falsch, dazu gibt es ja auch den Satz "Wenn die Männer die Kinder gebären müssten, wäre die Menschheit schon vor Jahrtausenden ausgestorben". Auch in Bezug auf den Umgang mit Lebensalltäglichkeiten wie Doppel- und Mehrfachbelastungen mit Job, Kinder, Betreuung von kranken oder älteren Angehörigen, Haushalt etc. sehe ich in meinem Umfeld schon die Tendenz, dass Frauen* da deutlich mehr "Einsatz und Biss" zeigen als viele Männer*.

    Das gilt auch explizit im Beruf. Immer noch müssen in vielen Berufen (bzw. auf höheren Leitungspositionen) Frauen* deutlich mehr Leistung bringen müssen als Männer*. Das gilt beispielsweise in klassisch "männlichen" Berufen wie Ingenieurswesen (mehr Leistungen für gleiche Position von Frauen gefordert), aber auch in klassisch "weiblichen" Berufen wie Pflege (immer noch sehr oft - oft furchtbare - Typen in Leitungspositionen, während der allergrößte Teil der Beschäftigten die unter immer schwierigeren Bedingungen die alltägliche Arbeit erledigen müssen, weiblich sind).

  • c-bra
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    • 7. Oktober 2025 um 08:54
    • #8

    Ich seh das nicht so rosarot wie viele hier


    Livestyle? - ja eh, aber im wesentlichen war das mal so... in den 1970er und 80er vielleicht. mittlerweile seh ich die windsurfer als einen relativ normalen schnitt durch die gesellschaft, etwas überaltert, finanziell etwas besser gestellt. aber nicht besonders nett, cool oder sonstwas. der normale anteil an arschlöchern und netten leuten wie überall auch sonst.


    Ich kann auch den eindruck der vielen frauen nicht teilen. egal an welchem spot ich bin, die aktiven windsurferinnen sind deutlich in der minderzahl. im regatta bereich leider auch. die quote bei den OS wird nur irgendwie durchs verschenken von wildcards erfüllt, bei PWA in sylt gibts nichtmal einen damenbewerb im slalom, im amateurbereich isses ebenso sehr duster. in AUT seit jahren keine österreicherin mehr, jetzt freun wir uns über eine nachwuchssportlerin im iQ und in meiner Jugendgruppe in Seekirchen sind aus 2 Mädels 2024 schon 4 mädl in 2025 geworden - ein kleiner lichtblick, ob das mehr ist wage ich nicht zu beurteilen


    ich habe allerdings den eindruck dass die guten frauen extrem gut sind. egal ob alessandra sensini, karin jaggi, sarah quita offringa, marion mortefon, giorgia speciale... die härte, der eifer, die klasse ist absolut beeindruckend.


    ich habe den eindruck dass bei den frauen der "mittelbau" fehlt - warumauchimmer


    kann man das lösen - keine ahnung, seit ca 40 jahren wird es mmn eher schlechter als besser kommt mir vor


    aber insgesamt eine gute und wichtige diskussion hier - danke für das thema

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • Surfer63
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    • 7. Oktober 2025 um 09:57
    • #9
    Zitat von c-bra

    Ich seh das nicht so rosarot wie viele hier


    Livestyle? - ja eh, aber im wesentlichen war das mal so... in den 1970er und 80er vielleicht. mittlerweile seh ich die windsurfer als einen relativ normalen schnitt durch die gesellschaft, etwas überaltert, finanziell etwas besser gestellt. aber nicht besonders nett, cool oder sonstwas. der normale anteil an arschlöchern und netten leuten wie überall auch sonst.


    Ich kann auch den eindruck der vielen frauen nicht teilen. egal an welchem spot ich bin, die aktiven windsurferinnen sind deutlich in der minderzahl. im regatta bereich leider auch. die quote bei den OS wird nur irgendwie durchs verschenken von wildcards erfüllt, bei PWA in sylt gibts nichtmal einen damenbewerb im slalom, im amateurbereich isses ebenso sehr duster. in AUT seit jahren keine österreicherin mehr, jetzt freun wir uns über eine nachwuchssportlerin im iQ und in meiner Jugendgruppe in Seekirchen sind aus 2 Mädels 2024 schon 4 mädl in 2025 geworden - ein kleiner lichtblick, ob das mehr ist wage ich nicht zu beurteilen


    ich habe allerdings den eindruck dass die guten frauen extrem gut sind. egal ob alessandra sensini, karin jaggi, sarah quita offringa, marion mortefon, giorgia speciale... die härte, der eifer, die klasse ist absolut beeindruckend.


    ich habe den eindruck dass bei den frauen der "mittelbau" fehlt - warumauchimmer


    kann man das lösen - keine ahnung, seit ca 40 jahren wird es mmn eher schlechter als besser kommt mir vor


    aber insgesamt eine gute und wichtige diskussion hier - danke für das thema

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    Vielleicht habe ich Glück mit meinen Spots, da gibt es für mich schon noch einen Lifestyle, auch wenn Maxi Womo Standard ist, die Leute sind begeistert fürs Surfen und verhalten sich freundlich und relaxed.

    Ist aber DK und nicht Gardasee, da gibt es sicher Unterschiede im Klientel.

    Mit dem fehlenden "Mittelbau" bei Frauen hast Du leider Recht, in den Anfängerkursen ist das Verhältnis noch nahe 50:50, danach bröckelt es leider sehr.

    Ein Grund ist sicher, daß lange fehlende passende Material und der anfängliche Respekt vor Trapez, Schlaufen und Geschwindigkeit.

    Für eine Surfschule wäre es daher ein ökonomischer Erfolgsfaktor, wenn Folgekurse belegt werden, weil die Teilnehmerbasis größer wird.

    Bei den Paaren, die ich kenne, zugegeben oft im Ü50+ Bereich, Surfen und Kiten oft beide, langjährig und auf gutem Niveau, wobei die Männer schon deutlich mehr auf Speed und Freerace gepolt sind.

  • Rumpelstilzchen
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    • 7. Oktober 2025 um 10:51
    • #10

    Ich finde auch das der Lifestyle Windsurfen nach wie vor Lebt, im Regatta Sport warscheinlich weniger als im Freizeit Bereich, da geht es ja um was.

    Frauen sind die glücklicheren Surfer finde ich, wenn wir Männer vom Wasser kommen

    Dann fängt die Diskussion Falsches Segel, Finne war 1 cm zu lang , Frontwing zu groß an.

    Frauen kommen zufrieden mit einem grinsen im Gesicht vom Wasser😉

  • Michlsurf
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    • 7. Oktober 2025 um 10:59
    • #11

    Ein paar positive Beobachtungen der Entwicklungen an den meisten (nicht alle) Spots welche ich regelmäßig besuche:

    - Show, Posen (neudeutsch :D) und Wichtigtuergehabe - haben sich weitgehend verflüchtigt.

    - Die Anzahl der Frauen am Spot ist natürlich nicht hoch - aber stabil. Auch bei harschen Bedingungen. Bis hin zu Segelgrößen 2,2 und 2,7m² ... - und wenn ein solches nicht vorhanden ist - dann wird hat das 3,4er genommen (während ich 3,5 fahre - by the way ...) - dann wird eben nicht ganz dicht gezogen ...aber Sie haben dann sichtlich auch Spaß am Erlebnis der Herausforderung ...- sehr beindruckend.

    Da geht es dann auch sichtlich nicht um den zwanghaften Kampf - sondern um das ausloten der Grenzen ,.. ausprobieren ... Technik einsetzen .... mit einem lächeln und gemeinsamen Kopf schütteln über die Bedingungen am Strand.

    - Hin und wieder auch eine Gruppe von Youngstern - welche aber meist "Familien-Windsurf-Sozialisiert sind" .... und eb en die ganze Familie dann aufriggt ... ....aber immer hin ....

    Klar - ich schreibe vom frei fahren - im Regatta,- / Wettkampfbereich - wird es sicher dünner ...

  • c-bra
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    • 7. Oktober 2025 um 11:06
    • #12

    das mit lifestyle - naja - das man nett ist, motiviert etc hat ja nix mit surfen zu tun, das sollte erstens die norm sein, und man hat das jetzt genauso beim wandern, tourengehen, vermutlich in vielen sportarten - aber auch bei musikern etc.

    ich mein ein bisserl - überall shaka zeigen - daumen rauf oder normal winken passt genauso... immer so tun also wär man grad aus maui zurückgekommen... das hat für mich nix mit surfstyle zu tun, das ist eher posen. früher war das witzig und cool, mmn war windsurfen eine der ersten trendsportarten - isses aber schon lange nicht mehr. - jetzt ist wingen der coole scheiss am wasser ;)

    ja - einige von uns sammeln müll am beach auf - is aber eigentlich auch normal, das mchen wanderer ebenfalls
    so besonders umweltfreundlich ist unser sport auch nicht - wenn wir hier im forum die flug und auto-kilometer eines jahres zusammenzählen... willsgarnicht wissen

    musik - da findet man alles - wirklich alles mmn


    leben nach wetterbericht... das haben wohl alle outdoorsportler gemeinsam - bei wind springen die segler genauso (sind wir nicht eh segler) - bei powder die freerider, die radler und wanderer planen ihre touren auch nach forecast

    ich glaub ich weis garnicht was surf-lifestyle sein soll.

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  • DI7
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    • 7. Oktober 2025 um 11:09
    • #13

    Auch zum Thema (leider):

    https://www.instagram.com/stories/sara.s…55094305167374/ und

    Sieh dir diese Instagram-Story von SARA WENNEKES - PRO WINDSURFER an, solange sie noch verfügbar ist.
    8,393 Follower, 2,054 Gefolgt, 837 Beiträge
    www.instagram.com
  • c-bra
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    • 7. Oktober 2025 um 11:37
    • #14
    Zitat von Michlsurf

    ....

    Klar - ich schreibe vom frei fahren - im Regatta,- / Wettkampfbereich - wird es sicher dünner ...

    ich seh das auch im freizeitbereich - egal ob torbole, gruissan, voralpenseen,....


    verdammt wenig frauen

    aus meiner familie

    meine erste frau ist ganz gerne gesurft - wir haben uns am see kennengelernt, windsurfen war grade erfunden. ein bisserl rumfahren bei moderaten bedingungen war ok,tarifa oder nordsee dann aber "zuviel"

    meine zweite frau hat erkannt wenn das was wird mit uns bietet sich ein surfkurs an. beide sohne (patchwork) sind viel gesurft, also das ganze brimborum, 20+ boards - alles wunderbar. sie hatte ihr freeride zeug, hat schnell gelernt, und hatte spass. aber nicht bei kaltem wasser, grauem himmel.

    sie hat die unterschiede mal sehr treffend beschrieben...
    hol ein bisserl mehr dicht...warum?..bist schneller..bin schnell genug ;)

    tarifa hat ihr sehr gut gefallen, viganj dafür überhaupt nicht

    vor paar jahren haben dann schulterprobleme dazu geführt dass sie aufgehört hat, einiges zeug verkauft.
    jetzt überlegt sie wieder einzusteigen, aber wetter muss passen - mal schaun, vielleicht wirds 2025 was

    die grosse enkelin redet zar immer wieder davon dass es schon interessant und cool wäre

    die kleine will unbedingt, sie ein video vom papa gesehen als er klein war - er wingt, also will sie was anders machen. also hat der op heuer mal ein kinderboard gebastelt, die ersten versuche waren vielversprechend

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • Kabbel-bei-WNW
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    • 7. Oktober 2025 um 17:53
    • #15

    Sehr interessante Beiträge hier, vielen Dank schon einmal! Man sieht, wie vielschichtig die Sache ist.

    Zitat von Surfer63

    Es gibt niemanden, der anfangs mehr oder weniger Unterstützung braucht, wenn genug Interesse und Neugier da sind. Nur diese Einstellung muss eben gefördert werden, im gesamten Leben, nicht nur beim Surfen.

    Kann ich so leider nicht unterschreiben. Ich habe wirklich viel Interesse und Neugier auf die Sportart gehabt, von Anfang an. Aber gerade am Anfang habe ich wirklich viel Unterstützung gebraucht.

    Das fängt damit an, dass man beim geliehenen schweren Einsteigermaterial Hilfe beim Tragen braucht. Und an deutschen Surfstationen gibt es leider längst nicht überall HelferInnen, die mal eben mit anpacken. Da den Leuten nachzulaufen hat nicht wirklich Spaß gemacht.

    Dann das erste eigene Material. Als ich mein erstes eigenes Segel am Spot aufriggen wollte, musste ich mir auch Leute suchen, die mir das zeigen. Da gab es auch "solche und solche" Reaktionen. Aber ich hatte halt echt keinen Plan von Loose Leach, Downhaul Spannung usw.

    Wenn du kein Talent bist und auch nicht mal eben ein 160 Liter Einsteiger-Board am kleinen Finger zur Wasserkante tragen kannst, vergeht dir super super schnell die Lust. Dann brauchst du am Anfang die Unterstützung, die dir vermittelt "bleib dran, es lohnt sich".

    Ich würde behaupten, beim Windsurfen ist am Anfang alles schwer, im wahrsten Sinne. Schwere Boards. Schwere Riggs. Schwere Manöver. Heftige Zugkräfte hinterm Segel.

    Ich habe vor dem Surfen 10 Jahre lang getanzt - Standard, Latein, am Ende nur noch Salsa. Hier fast nur Frauen. Tanzen ist auch ein toller Sport - hier ist nur eben das Gegenteil der Fall - es kommt auf Leichtfüßigkeit, Eleganz und Grazilität an, nicht auf Power und Gegenhalten. Ich glaube einfach, dass viele Frauen sich erschrecken, wenn sie das erste Mal in böigen 20 bis 25 Knoten drinstecken und übers Board gezogen werden. Das ist dann super unelegant und verstörend.

    Ich kann nur den Tipp geben, falls ihr euren Frauen, Freundinnen, Töchtern, Bekanntinnen unseren Sport näher bringen wollt und ihr feststellt, dass sie da straucheln, ihnen einfach Mut zu machen, weiter zu machen. Sagen, dass es nicht darauf ankommt, wie es aussieht. Dass es uns allen am Anfang so ging.

    Und alle möglichen Tragetechniken üben, wenn es noch das größere Aufsteiger-Material ist. Gekonntes Materialhandling am Land ist ein Gamechanger!!! Und im Zweifel einmal kurz mit anpacken. Und wenn eine Boardgröße unter 100 Litern erreicht ist, kriegen wir Ladys das auch schnell allein hin :saint:

    Ich habe jetzt das Glück, einen Homespot zu haben, wo auch viele Frauen surfen, auf ganz unterschiedlichen Niveaus. Die Männer sind wahrscheinlich immer noch deutlich in der Überzahl, aber es gibt auch Tage, da waren wir Mädels unter uns aufm Wasser (sehr selten, aber es gibt diese Tage :D).

    Nach dem Kauf meines ersten eigenen Windsurfboards wurden die Tanzschuhe übrigens von einem auf den anderen Tag an den Nagel gehängt 8o Und seitdem nie wieder angefasst :evil:

  • okidoki
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    • 7. Oktober 2025 um 18:03
    • #16

    Als du gefragt hast, Material tragen helfen usw...Eine Frau fragt und keiner hilft? Nicht mal ein Mann? Verstehe ich das richtig?

    Waren das selber Windsurfer?

    ....ich lese mir nochmal deinen Text durch

  • okidoki
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    • 7. Oktober 2025 um 18:12
    • #17

    Kabbel-bei-WNW gut beschrieben!

    Sowas habe ich an meinem Homespot oder im Urlaub (wenn eine Station dort war) noch nicht erlebt oder gesehen. Im Gegenteil, wenn eine Frau oder mehrere Windsurfen lernen oder es soweit können, dass sie Material leihen und aufs Wasser wollen....Manche Jungs waren da ziemlich Übermotiviert :)

  • Kabbel-bei-WNW
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    • 7. Oktober 2025 um 18:21
    • #18

    Es geht um Leihmaterial. Schwere Schulungsboards, die man am Anfang ja noch leiht. Da gab es Stationen, bei denen ich einen gewissen Baumarkt-Effekt hatte - suchst Leute, die helfen könnten und plötzlich sind alle verschwunden ^^

    Tja und wenn man alleine dort war oder noch keine Surffreund*innen hatte, die mit einem zusammen hätten dort sein können, war man doch etwas aufgeschmissen.

    Natürlich habe ich auch sehr, sehr viele hilfsbereite windsurfende Menschen getroffen. Auch (vor allem?) außerhalb von Schulen. Und wenn ich heute sehe, dass da jemand an Land mit dem Material kämpft und ich weiß, dass ich in der Lage wäre, zu helfen, frage ich auch vorsichtig, ob ich kurz mit anpacken soll. Das Thema "(Un)gefragt Helfen" hatten wir ja auch schon hier: Ungeschriebene Regeln für das Verhalten am und auf dem Wasser

  • Kabbel-bei-WNW
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    • 7. Oktober 2025 um 18:22
    • #19
    Zitat von okidoki

    Kabbel-bei-WNW gut beschrieben!

    Sowas habe ich an meinem Homespot oder im Urlaub (wenn eine Station dort war) noch nicht erlebt oder gesehen. Im Gegenteil, wenn eine Frau oder mehrere Windsurfen lernen oder es soweit können, dass sie Material leihen und aufs Wasser wollen....Manche Jungs waren da ziemlich Übermotiviert :)

    Ok so unterschiedlich kann es sein ^^

  • Capricorn
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    • 7. Oktober 2025 um 18:26
    • #20

    Für mich war Windsurfen schon von Anfang an irgendwie "Livestyle"

    Ich hab meine berufliche Laufbahn (hatte aber nichts mit Surfen zu tun) gezielt aufgebaut. Wo ich meine Position erreicht hatte, wollte ich anders sein als meine Berufskollegen - lockerer, entspannter.... viel cooler halt. Scheint mir recht gut gelungen zu sein, denn man attestierte mir immer mal wieder "du bist halt kein typischer aus unserem Berufsbild" - tingelst mit dem Wohnwagen (damals noch) durch die Gegend und hast im Winter dein Iglu (als ich den WW in die Berge stellte)..... irgendwie nicht ganz "standesgemäss"...und doch beneide ich dich um deine Gelassenheit in gewissen Dingen - waren so die Kommentare..

    Mir war's Recht - in meiner Freizeit wurde ich als Surfer, oder zumindest irgendwie als Freek wahrgenommen und nicht als Vertreter einer versnobten Branche. Fremde haben meinen Beruf nie erraten - "was....? du...? würde man dir gar nicht geben".... war für mich das schönste Kompliment.

    Ich schwör's - ich hätte den Beruf gewechselt, hätte man mich (in meiner Freizeit (nicht in meiner Arbeitskleidung) auf Anhieb in meine Berufsecke gestellt. Meine Frau ist Zeugin - ich hab ihr das schon vor unserer Hochzeit so versprochen und sie wusste, worauf sie sich da einliess....

    Auch mein frühzeitiger berufliche Ausstieg war Jahrzehnte geplant und - sollte ich gesund bleiben - auf's Surfen ausgerichtet. Heute bin ich noch immer auf dem Wasser wann immer es Wind hat mit nach wie vor grosser Freude. Aber heute kann ich auch mal nur zuschauen, wie grad vorgestern in Porto Pollo (Ferien mit Herzdame auf Sardinien und komplett ohne Surfgedanken) und ich weiss, dass ich mit denen die grad dort waren locker, aber gaaaanz locker hätte mithalten können und ich kann leicht zugeben, dass die Jungs fast alle deutlich stärker sind als ich - wenn ich dann mal wieder in einem anderen Revier bin. Ich fühle mich geerdet, gesund, voller Freude auf's Surfen und bin zufrieden...

    ..... ich denke, nicht zuletzt dank meiner fast krankhaften Liebe zu unserem Sport und dem verdanke ich wohl auch meine noch recht gute Fitness.....

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