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Frage an die Finnenfachleute im Forum für meine Fortbildung .... :-)

  • Michlsurf
  • 13. März 2024 um 17:08
  • Michlsurf
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    • 13. März 2024 um 17:08
    • #1

    Vorab:

    Die Finne - das komplexe Wesen - Länge, Fläche, Rake, Stärke, Profilverlauf, Flex, Torsion, Material, Oberfläche, Kopf-System etc,etc...und alles beeinflusst anderes ... =O ....

    Soweit soll es gar nicht gehen - mir geht es hier nur um die Basic-Parameter - IM EINZELNEN und deren möglichst gesicherte Auswirkung:

    (Ist hier auch gar nicht unbedingt die SL-Hochleistungsfinne gemeint - als vielmehr eben die Finnen welche zu schätzungsweise 60-80% in den verwendeten Windsurf-Boards steckt: Die Free,-Wave,-Move,-Ride whatever - Allroundfinne

    Heute: Die Profilstärke .."Dicke" der Finne: => In den Kapiteln:

    1. Absolute Stärke => dick - dünn

    2. Position des stärksten Querschnittes => mehr vorne oder hinten - oben oder unten

    3. Der Verlauf der größten Profilstärke=> eher punktuell auftretend oder doch sehr flächig gehalten und /oder bis weit ins Tip fortgesetzt

    (kleiner Hintergrund zur Erklärung: Ich habe hier ca. 6-7 Finnen _ Wave-Freewave mit 20,5- 23 cm in den unterschiedlichsten Ausprägungen ... der Profilierung - Material ausschließlich GFK oder G-10) => die max. Profilstärke variiert um satte 30% (!) .... )

    => jeweils - Auswirkung und zu erwartenden Fahreigenschaften

    Wer kennt sich aus, wer kann helfen ..... Finnenbauer nach vorne ! (Meine bisherige rudimentäre Kenntnis zur "Dicke" einer Finne: Dicke Finne hat mehr Wiederstand - gleitet zwar etwas früher an, ist aber im Top-Speed schon langsamer ... ??)


    Bin gespannt :) - Danke ! :thumbup:

  • c-bra
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    • 13. März 2024 um 18:30
    • #2

    hmmm

    wie meinst fortbildung - nur so oder irgendein kurs?

    das wird jedenfalls komplex

    und ned einfach

    wäre schon wenn wir joseph hierher holen könnten - der kann dir profiltheorie, lesen von polaren und so erklären

    ich kann das nicht

    ich geh da eher nach konkurrenzanalyse, eigenversuchen und diskussionen mit gleichgesinnten vor

    und ja - profil ist wichtig, aber nicht nur, und es ist sehr aufwändig mit dem profil zu spielen weil man jedesmal eine neue form fräsen muss

    ich hab in den letzten jahren drei finnenformen gemacht - BF8, BF9 und BF11

    die 8er geht recht gut - schöne freeracefinne - von manchen hier als lieblingsfinne bezeichnet

    mit der 9er bin ich nicht so zufrieden - geht sehr früh los, man steht bei ca 50 km/h an

    die 11er ist cool - hat ein riesenpotential zur anpassung über den flex.

    da hab ich damenversionen, im slalombereich ist die bei der ÖM aufs podium gekommen und manchen patrik - teamridern hats auch gut gefallen
    vielleicht legt ich dir die drei profile übereinander wenn ich zeit habe und stell dir hier einen screenshot ein
    dein
    ...

    Meine bisherige rudimentäre Kenntnis zur "Dicke" einer Finne: Dicke Finne hat mehr Wiederstand - gleitet zwar etwas früher an, ist aber im Top-Speed schon langsamer ... ??...
    seh ich genauso würde aber auch ergänzen dass dünnere profile wesentlich sensibler (strömungsabriss) sind als dicke profile
    und ich glaube dass es auch komplizierter wird wenn die grösste profildicke weiter hinten ist

    aber mir fehlt zu profilen ganz klar der fundierte background, bin da mehr der strukturmechaniker ;)

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • Michlsurf
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    • 13. März 2024 um 18:47
    • #3
    Zitat von c-bra

    seh ich genauso würde aber auch ergänzen dass dünnere profile wesentlich sensibler (strömungsabriss) sind als dicke profile

    Aha - schon mal ein erster neuer Aspekt:

    => Dicke Profile für Captain Ahab, Halb-Elefanten und Konsorten ..... :/ ...bzw. zu viel Druck (aufs Heck) bei zu wenig Geschwindigkeit ...

  • c-bra
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    • 13. März 2024 um 18:50
    • #4

    viel ist da nicht zu sehen

    die sind jetzt nicht 100% gleich lang, aber eine tendenz kannst sehen

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • c-bra
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    • 13. März 2024 um 18:57
    • #5

    hier noch was ähnliches, aber ca 10 jahre alt

    Dateien

    BF-20131004_cad_Vergleich_profile_1-01cbr(2).pdf 47,91 kB – 301 Downloads

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  • c-bra
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    • 13. März 2024 um 18:58
    • #6

    ich würed auch gerne mal eine finne bauen die hinten leicht konkav ist - hatte das von gasoil, hat mir sehr gut gefallen

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • Rumpelstilzchen
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    • 13. März 2024 um 21:14
    • #7

    Ich bin absolut kein Finnen Fachmann, gebe aber trotzdem meinen Senf dazu.

    Ich hatte vor 3 Jahren eine Finne mit dickeren Profil, gefühlt sehr gutes angleiten und gute Beschleunigung, Spinout sicher.

    Obenraus sehr unruhig, ab 30 Knoten Speed gefühlt,immer kurz vor einem Abflug, ab 32 Knoten habe ich sicherheitshalber die runs abgebrochen.

    Finne mit Dünnen Profil schlechteres angleiten, im unteren Geschwindigkeitsbereich muss mann sensibel fahren um einen Spinout zu vermeiden.

    Stärken ganz klar im oberen Windbereich.

    Ab einem Speed von geschätzt 24 Knoten sicherer Gripp super ruhig, kein unangenehmes Eigenleben, sehr neutral so das ich mich nicht auf die Finne konzentrieren muss.

    Topspeed gefühlt no Limit.

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    • 13. März 2024 um 21:22
    • #8

    Danke Michlsurf ,das Thema interessiert mich auch.

  • Michlsurf
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    • 13. März 2024 um 22:48
    • #9
    Zitat von Rumpelstilzchen

    Finne mit Dünnen Profil schlechteres angleiten, im unteren Geschwindigkeitsbereich muss mann sensibel fahren um einen Spinout zu vermeiden.

    Stärken ganz klar im oberen Windbereich.

    Diese Erfahrungs-Tendenz scheint sich klar zu verdichten ….. :thumbup:

  • c-bra
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    • 14. März 2024 um 07:50
    • #10

    was bei der reinen profilbetrachtung (mmn falsch) ausgeblendet wird ist die steigigkeit, bzw steifigkeitsverteilung.

    besonders weil es hier ja nicht nur um (free)racefinnen gehen soll

    mmn ist dieser aspekt einer der wichtigsten

    die steifigkeit wird von 2 faktoren definiert
    1. Form - also Qeurschnitt - breite und höhe

    2. material - vereinfacht e-modul - die "federhärte des werkstoffes

    es gibt üblicherweise 3 materialien / technologien

    1. Spritzguss - früher üblich, kommt jetzt immer mehr, ist bei wavefinnen und im SUP bereich verbreitet. es gibt eine stahlform in die wird der flüssige thermolastische kunststoff eingespritz und kühlt ab - form auf und fertig. in diesem fall ist das material (quasi)isotrop, hat also in alle richtungen die gleichen eigenschaften was zug/druck betrifft. das "quasi" deshalb weil es durch die prozessparameter leichte unterschiede in den richtungen geben kann - wo liegt der anspritzpunkt, wie schnell wird gefüllt, wie gut entlüftet etc. - das kann in fliessrichtung und quer dazu leichte unterschiede geben. und dann ist auch di frage wie schnell abgekühlt wird. wenn des sehr schnell geht kann es zu vakuoelen (sieht man manchmal bei transparenten finnen) eingefrorenen spannungen und einfallstellen (das profil passt dann nicht mehr) kommen.

    2. "G10" - synonym für "aus einer laminatplatte gefräst"
    hier gibt es in verschiedenen richtungen unterschiedliche eigenschaften - je nachdem wie die platte aufgebaut ist und wie ausgeschnitten wurde. meist sind die platten aus geweben aufgebaut, da geht es dann darum ob die finne immer im gleichen winkel orientiert ist oder ob der produzent verschnitt orientiert layoutet und alle ein bisserl anders drin liegen

    3. laminiert aus der negativform - zwei formhälften - in die kommen mehrere lagen in verschiedenster grammatur und orientierung. so kann bei exakt gleichem profil die gesamthärte nd auch orientierung definiert werden. d.h man kann eine finne gleichen profils mehr oder weniger biegesteif und torsionssteif machen, und man kann das auch über die länge variieren

    bei 1.und 2. gibt die dicke den flex sehr stark vor - die profildicke (vereinfacht) geht hoch3 in die steifigkeit, also doppelt so dick wäre 8x so steif

    das muss man mmn immer in betracht ziehen

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • Rumpelstilzchen
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    • 14. März 2024 um 08:12
    • #11

    Bei kleinen Finnen funktioniert G10 noch ganz ordentlich , ab ca 40 cm würde,ich keine G10 Finne mehr haben wollen.

  • bernie
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    • 14. März 2024 um 09:35
    • #12

    Die Frage ist ja mega komplex.

    Es wird auch sehr unterschiedliche Anforderungen allein auf die Länge bezogen geben. Bei einer 23er FW Finne habe ich andere ERwartungen und Anforderungen als bei einer 37er SL´er

    Einmal editiert, zuletzt von bernie (14. März 2024 um 11:12)

  • c-bra
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    • 14. März 2024 um 10:44
    • #13
    Zitat von Rumpelstilzchen

    Bei kleinen Finnen funktioniert G10 noch ganz ordentlich , ab ca 40 cm würde,ich keine G10 Finne mehr haben wollen.

    die frage ist halt was "ordentlich funktionieren" ist

    der eine mag sein steak rare, der andere well done, und wer nix falsch machen will sagt "medium"

    da gehts auch um einsatzbereich, wie viele finnen muss man haben, kann man sich leisten

    eine allroundfinne mit 42 cm für freeride oder auch freerace kann durchaus auch aus gutem G10 sein. die langen von MxR, Tectonics etc sind mmn absolut keine schlechten finnen. es gibt halt keine feinabstimmungen, man bekommt beim slalomkurs nicht die top - performance, aber man kommt mit einer finne gut durch

    "bei kleineren finnen" isses ned so schlimm

    weis nicht. vielleicht liegt das eher daran dass du (und ich) wenig kleine finnen fahren. red mal mit locals in gruissan oder speedfahrern über finnenhärten.

    und ich weis von mir dass ich unterschiedlichen flex auch bei 32er finnen extrem merke - gerade was kontrollierbarkeit betrifft

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • Boris
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    • 14. März 2024 um 11:07
    • #14

    Slalom-Finnen:

    -Soft erzeugt mehr Lift (hebt das Heck) als hard. Soft kann von Vorteil bei kontrollierten Bedingungen sein, bei Kontrollproblemen geht dann die Nose runter und bremst. Es gibt dann noch den Lift, der die aussen stehenden Füße hebt, sozusagen das Drehmoment, das die Finne erzeugt. Dieser Lift ist fast unabhängig von der Finnenhärte.(PF)

    Kräftige, gute Fahrer können softe Finne länger kontrollieren und sind dann mit weichen Finnen etwas schneller, da der Lift nach oben die benetzte Fläche des Bretts reduziert. Schlägt ins Gegenteil um, wenn Kontrollprobleme auftreten, da dann die Nose runter geht (Problem betrifft vorallem leichtere Fahrer).(PF)


    -Fläche erzeugt keinen Lift. Das Drehmoment, also der fußhebende Lift wird hauptsächlich durch die Finnenlänge bzw der Entfernung des Summen-Kraftpunktes der Finne zur Brettgleitfläche, also dem Hebel bestimmt. Dickere Profile erzeugen auch keinen Lift, aber erlauben einen größeren Anstellwinkel, können also im Low Speed mehr Kraft aufnehmen, da der Strömungsabriß später erfolgt. Dies wird allerdings durch einen höheren cw Widerstandsbeiwert erkauft (9-10% der Dicke sind üblich).(PF)


    -Profildicke: eine stärkere Profildicke erlaubt besseres Angleiten, jedoch sinkt der Speed (VL)


    -Rake: um so aufrechter die Finne steht, desto mehr Lift erzeugt sie als eine, die schräger nach hinten steht (Rake).“ Mehr Rake ermöglicht mehr Speed – weniger Rake besseres Angleiten. Allerdings kommt es auf die innenliegende Carbonbauart an, bei welchem Rake eine Finne neutral ist, bzw bei welchem Rake sie mehr Power im Tipbereich erzeugt bzw. wie eine Seegrasfinne null Power aufweist.


    Tipp: wenn eine Finne pfeift, ist sie hinten zu dick. Schräg anschleifen.


    Nimm eine längere Finne, wenn:

    -du Probleme beim Angleiten hast

    -du in einem Windloch sofort aus dem Gleiten fällst

    -dir das Board das Gefühl gibt, leewärts zu sliden

    -das Board am Wasser klebt


    Nimm eine kürzere Finne, wenn :

    -das Board ständig luvwärts zieht

    -das Board sich zu stark aus dem Wasser liftet (schlechte Kontrolle)

    -du voll eingehängt im Trapez und mit beiden Beinen in den Schlaufen du das Board im Gleiten nicht ausblancieren kannst

    -du das Board nicht in eine Race-Jibe drücken kannst (es geradeaus weiter fährt)

    -du das Board in der Race-Jibe nicht kontrollieren kannst

  • bernie
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    • 14. März 2024 um 11:18
    • #15
    Zitat von Boris

    Slalom-Finnen:

    -

    -Rake: um so aufrechter die Finne steht, desto mehr Lift erzeugt sie als eine, die schräger nach hinten steht (Rake).“ Mehr Rake ermöglicht mehr Speed – weniger Rake besseres Angleiten. Allerdings kommt es auf die innenliegende Carbonbauart an, bei welchem Rake eine Finne neutral ist, bzw bei welchem Rake sie mehr Power im Tipbereich erzeugt bzw. wie eine Seegrasfinne null Power aufweist.


    Das ist mMn zu allgemein. Eine Seegrasfinne mag Downwind recht schnell sein, aber Halbwind ist eine Finne mit Rake 5-7 mit Sicherheit performanter. Die Frage ist auch noch, wo der Rake gemessen wird.

    Btw: ich muss mich 100% auf die Finne verlassen können, sonst bremst der Kopf

  • DI7
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    • 14. März 2024 um 11:49
    • #16

    Die Strömungsverhältnisse unter dem Heck (Unterwasserschiff und Cutouts etc) und bei Multifin-Waveboards die Anwesenheit von anderen Finnen sind auch ein nicht zu unterschätzender Faktor.


    Grundsätzlich hilft nur unterschiedliche Finnen kennenzulernen um beispielsweise mal die Bandbreite von zB 37 cm langen Carbon Slalomfinnen zu erahnen.

  • Michlsurf
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    • 14. März 2024 um 12:23
    • #17

    Schön, dass das Thema – die Finne beeinflusst er dann doch maßgeblich eben auch die Fahreugenschaften des Boards – eine entsprechende Resonanz erfährt. :)

    Ich darf noch mal ganz kurz sortieren, sonst wird es etwas unübersichtlich: => lassen wir die Slalom finden zunächst mal außer acht. (auch wenn’s schwer fällt… ;) )

    Die Frage nach der absoluten dicke hat tendenziell schon ein Ergebnis erbracht.

    c-bra - hat ja eben auch schon unter anderem den Begriff der Stetigkeit beziehungsweise des Profilverlaufs angesprochen:

    Konkrete Frage: wie verhält sich ein Profil dessen Verlauf?

    A – sich sofort beziehungsweise relativ schnell verjüngt oder

    B -die Profil-Dicke bis relativ weit in das Tip hält… (Witzigerweise habe ich exakt zwei solche Wave Finnen in der gleichen Länge– hat jemand hier schon Unterschiede bei den Fahr- Eigenschaften erkennen können:?

  • Surfer63
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    MB Fins, Lessacher, C-Fins, Winheller
    • 14. März 2024 um 13:27
    • #18

    Ich denke, mal muss die Finnen für Slalom, Freeride/Freemove und Wave schon klar unterscheiden.

    Wavefinnen müssen viele und schnelle Druck- und Richtungsänderungen abkönnen, daher haben sie ein eher dickes Profil, das weit vorne liegt und eine eher runde Stirnseite hat. Die Finne ist auch eher breiter.

    So baut sich die Strömung früh auf, und der Winkel bis zum Abriss ist relativ groß.

    Wenn die Finne stark gebogen ist und auch im Tipp relativ weich, dann verstärkt sich das noch.

    Leider gleitet die dann nicht so gut an.

    Diese Finnen passen zu richtigen Wellen/Brandung.

    Freewave Finnen sehen den Freeride Finnen schon eher ähnlich, durch weniger Profil und Breite, verbunden mit weniger Rake, gleiten die besser an und geben etwas Lift. Bei krasser Fehlbelastung kommt schon mal ein Spin Out vor.

    Meine MB Wave Fins sind so, die nehme ich gerne bei Kabbel-Flachwasser oder Onshore, weil sie ein guter Kompromiss aus Leistung und Kontrolle sind.


    Die MB Freeride Finnen, auch G10, haben ca. 10% weniger Profil und sind geringfügig schmaler.

    Sie gleiten auch gut an, haben etwas mehr Lift als die Freewave und werden schneller, da etwas weniger Rake.

    Daher nehme ich die gerne, wenn es etwas kabbelig ist und ggf. Grundberührung möglich wäre.

    Die sind ein guter, gemütlicher Kompromiss.

    Beide Finnentypen sind wegen G10 relativ hart, aber das Profil geht über die ganze Finnenlänge.

    Die Stirnseite ist wohl wegen G10 auch eher rund.

    Meine Carbon Freeride/Freerace Finnen sind nochmal 10% dünner im Profil, Stirnseite und Rückseite sind deutlich schärfer, die Finnen sind auch etwas schmaler und das Tipp ist deutlich weicher.

    Wenn das Wasser eher clean ist, sehe ich da wenig Unterschiede im Angleiten, der Topspeed ist höher, aber man muss konzentrierter surfen, auch weil die mehr Lift haben und das Board damit nervöser wird.

    Bei Kabbel verstärkt sich das noch.

    Dafür können die Finnen 1-2cm kürzer sein.

    Wenn ich also einen schönen langen entspannten Tag haben will, nehme ich die G10 Freeride Finnen.

    Wenn alles gut passt und ich mich fit fühle, kommt eine Carbon Finne drunter.


    Es gibt auch Finnen, die ich nicht so gerne fahre, das sind die Lessacher Freeride Finnen, die sind mir zu hart und zu sehr auf Spin Out Vermeidung.

    Aber auch die haben viele Fans, das Finnenthema ist halt sehr individuell.

    Einmal editiert, zuletzt von Surfer63 (14. März 2024 um 13:35)

  • Surfer63
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    • 14. März 2024 um 16:11
    • #19

    Kleine Ergänzung etwas zu Multifins / Thruster.

    Da probiere ich eher selten mit K4 Finnen, als Weed und asymmetrisch Ezzy Modell.

    Das Anwinkeln der Sidefins (Toe In) ist dabei interessant, wenn ich es richtig verstehe sind 3 Grad ein guter Winkel.

    Das ist ein interessantes Thema, aber bei den Finnen- und Boardentwicklern noch nicht vollständig abgeschlossen.

    Das Board liegt mit den Finnen etwas satter im Wasser, Kontrolle ist dadurch besser und Manöver gehen auch leichter.

    Wenn die Finnen wirklich gut zum Board passen, finde ich, dass Höhelaufen mindestens so gut wie mit Single Fin ist und die Geschwindigkeit auch ziemlich hoch ist.

    Ist aber bisher nur gefühlt, habe keine Messuhr.

    Einmal editiert, zuletzt von Surfer63 (14. März 2024 um 16:42)

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    • 14. März 2024 um 16:56
    • #20

    Moin,

    um auch mal die Multifin Seite mehr zu beleuchten.

    Erstaunlicherweise kann ich nicht vorhersagen, was funktioniert und was nicht.

    Bisher muss ich es ausprobieren.

    Ich hatte relativ dicke und harte G10 im witchcraft, das ganze Board hat für mich aber nicht funktioniert.

    Dann hatte ich recht weiche klassische rot-schwarze RTM Finnen, die sind supergut gewesen, leider extrem empfindlich.

    Die funktionierten in relativ parallelen boxen (tow in 0,8°) und auch bei 2°.

    Die schwarzen RTM mit klassischer outline waren sehr ähnlich.

    Die neueren MFC, speziell die für Quad sind wesentlich dünner vom Profi, das funktioniert wiederum als Quad sehr gut, die älteren G10 Quad Setups fand ich nicht gut, die waren etwas dicker.

    Auch die K4 habe ich ausprobiert, sind unauffällig, gefühlt als Quad aber nicht so gut wie die dünnen MFC (Serie bei Fanatic).

    Als Thruster habe ich bei K4 nur die Dugong, naja...Seegrasfinnen halt...

    Die asymmetrischen Ezzy machen ja überhaupt keinen Sinn, die neuen witchcraft die in der Box angewinkelt sind, würde ich gerne mal fahren, aber bei 200,-€ fürs Set...

    Ich habe die Finnen in mehreren verschiedenen Boards, als Quad und Thruster gefahren, hat beides Vorteile, ich mag aber Thruster am liebsten.

    Also sind die Vergleiche nicht wirklich wissenschaftlich oder konsistent.

    Mein Gefühl sagt mir, als Quad gerne eher dünnere Profile, als Thruster eher weichere Finnen (RTM)

    Aber warum, keine Ahnung.

    Grüße

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