Ich habe jetzt mal einen extra Thread aufgemacht, ich denke zu dem neuen Patrik AWR + AGP wird es sicher Fragen geben.
Evtl. kommt noch Henning von Patrik dazu. Er hat mir alles erklärt (hoffentlich habe ich es richtig verstanden
)
Prinzipiell ist es bei einem Windsurfing Segel so, dass das Achterliek mit dem Unterliek fest verbunden ist. Per Gurte, Fäden o. ä.
Bei dem AWR/Adaptive Wind Release kann das Achterliek vom Unterliek jedoch getrennt/entkoppelt werden. Das geht über einen Schäkel, der gleichzeitig auch die obere Schothornöse ist.
Der U-förmige Bügel ist mit dem Unterliek verbunden. An der Verbindung zum Achterlieg sind Schlaufen (2 Stück). Wenn der Bolzen des Schäkels durch die Schlaufen (durch eine oder beide) geschoben wird, ist das AWR geschlossen. Achteliek und Unterliek sind miteinander verbunden, wie bei anderen Segeln auch.
Wenn man jetzt den Bolzen aus dem Schäkel zieht und an den Schlaufen vorbei wieder in den Schäkel einsetzt, ist das AWR offen, das Achterliek ist vom Unterliek getrennt/entkoppelt.
Was passiert, wenn das AWR offen ist?
1. Das Segel kann oberhalb der Gabel mehr arbeiten.
2. Der Druckpunkt wandert ca. 4 cm weiter nach vorne.
3. Das Segel wird lebendiger.
Segel bei geschlossenem AWR.
1. Besseres Höhe laufen.
2. Mehr Druck auf das Board.
Als Feintuning könnte man jetzt auch über die 2 Schlaufen noch einstellen, wenn man den Bolzen des Schäkek nur durch eine Schlaufe schiebt, wie groß die Wirkung des AWR ist (eher ein sehr geringer Unterschied).
Das Patrik 4-Wave LTD hat noch zusätzlich eine weitere Öse unten. Mit dieser kann man das Segel noch mehr Depowern, weiterhin ist sie nützlich für kleinere Fahrer.
Auch mit der unteren Öse kann das AWR genutzt werden.
Erklärung AGP/Aerofit Boom Posittioning
Jedes Segel hat einen Gabelausschnitt. Für die Leistung des Segels ist dieser durch die Größe von ca. +/- 50 cm eher suboptimal. Schlechtere Aerodynamik, weniger Spannung im Segel, evtl. andere Strömungsverhältnisse etc.
Das AGP System hat verschiedene Abschnitte, die man "öfnen oder schließen" kann.
Beim Aufbauen des Segel öffnet man 2 Abschnitte in der passenden Gabelhöhe. Im Prinzip klappt man 2 Teilstücke der Masttasche nach innen, damit die Gabel davor sitzt. Alle anderen Abschnitte des AGP sind nach vorne geklappt und bilden so einen Teil der Masttasche.
Vorteil, der suboptimale offene Abschnitt ist deutlich kleiner als bei einem normalen Gabelausschnitt.
Mit einem Reißverschluss kann man die Aerodynamik zwar auch verbessern, man bekommt jedoch nicht die Stabilität hin, da um den Reißverschluß meist ein elastisches Material sitzt.
Tests haben gezeigt, dass das Segel durch das AGP mehr Leistung hat. Das Segel kann etwas kleiner (ca. 0,2 m² als Segel anderer Hersteller) gefahren werden.