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Wie habt ihr die Powerhalse gelernt?

  • David1234
  • 23. April 2025 um 21:47
  • David1234
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    • 23. April 2025 um 21:47
    • #1

    Mittlerweile surfe ich schon knapp 5 Jahre, und eigentlich könnte jetzt auch mal die Powerhalse klappen, aber irgendwie mache ich da nicht so große Fortschritte.

    Angeglittene Halsen klappen - je nach Konzentration und Bedingungen - meist recht gut. Vom Durchgleiten bin ich aber gefühlt noch ewig weit entfernt.

    Den Wasserstart habe ich jetzt - nachdem ich mich lange darum gedrückt hatte und nun darauf angewiesen war - doch recht schnell gelernt. Das fand ich deutlich einfacher, weil dieser in klare Einzelschritte getrennt werden kann, die separat geübt werden können (Material aus dem Wasser kriegen, Material ausrichten, unter dem Segel im Wasser hängend kontrolliert treiben lassen und Kurse fahren, eigentlicher Wasserstart). Bei der Powerhalse finde ich das deutlich schwieriger.

    Wie war das bei Euch, wie habt ihr die Powerhalse gelernt? Welche Vorübungen habt ihr gemacht, was erscheint Euch sinnvoll?

    Danke!

  • David1234
    Schlaufenfahrer
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    • 23. April 2025 um 21:50
    • #2

    Ergänzung: Die Theorie ist mir natürlich klar, habe unzählige Erklärungen gelesen und Videos geschaut... aber wie setze ich das nun in die Praxis um?? Dazu habe ich nicht so viel gefunden...

  • KaSailor
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    • 23. April 2025 um 23:38
    • #3

    Nach allen Erklärungen, Videos kommt irgendwann der Moment, in dem man es selbst tun muss... Mir haben einfache Verhältnisse (leichter Gleitwind, recht großes Segel und ein gut halsendes Board) die ersten Erfolgserlebnisse gebracht. Und dann ein eigentlich zu früh gekaufter Sinker, der mir beim Schiften des Segels, quasi mit der Brechstange, Beine gemacht hat. Ich habe eigentlich schon gespürt, wann ich schiften sollte, aber aus Unsicherheit dann doch gezögert. Ein entschlossenes "Jetzt" zu schreien, wenn der richtige Moment gekommen war, hat mir geholfen, den Vorgang zu initialisieren.

  • Michlsurf
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    • 23. April 2025 um 23:57
    • #4
    Zitat von David1234

    Ergänzung: Die Theorie ist mir natürlich klar, habe unzählige Erklärungen gelesen und Videos geschaut...

    Gut - dass Du das klar stellst.

    Dann komme ich jetzt mal "kurz" - von einer anderen Seite. Nun - ich nenne es die mentale Haltung.

    Oft sehe ich , dass man die einzelnen Phasen des Manövers versucht "abzuarbeiten". Also bei jeder Phase auf die vorangegangene "reagiert" - so wird das nichts ... wer reagiert ist meist ZU SPÄT mit allem ...

    Du bist der Kapitän - und nicht der Matrose ....Yo no soy marinero - soy capitan ... (aber sich schweife ab ...;))

    Heißt: AGIEREN - nicht reagieren. Frage: Fahren ...- ...oder gefahren werden :?: .... entscheide selber.

    Die Powerhalse ist ein schnelles, dynamisches Manöver es schreit nach Aktion und Konsequenz ..bis zu letzten Sekunde ..bis Du wieder eingehakt und in den "neuen" Schlaufen dichtgezogen hast und weiter bretterst .. . ( von 100% Körperspannung und Konzentration spreche ich gar nicht - das setze ich voraus ..)

    Also schon ein wenig "Messer zwischen den Zähne" und nicht zaudern und abwarten .....

    Los gehts:

    Du gehst Full -Speed auf Halbwindkurs - nein sagen wir minimal Raum .. und hast ein passendes Areal (Platz, Leute, Chop ?) - vor Dir. ..... (und natürlich nicht irgendeine Böe ..die schon am sterben ist ... :rolleyes: ...)

    Du bist 0,0 bereit - bis zum schiften des Segels auch nur ein einziges km/h von Deinem Speed abzugeben (!!) ...Du leitest also schon mal nicht die Halse ein, indem Du vorsichtig auf die Kante gehst und ein wenig in die Knie und das Segel schon mal leicht auf machst .... (gääähn ... 25% - mindestens - vom Speed gleich weg ...)

    Du fällst einfach von leichten Raum auf starken Raumkurs ab - so wie es die Speedfahrer beim Slingshot machen ..VOLLE Beschleunigung, Segel voll im Wind - mit permanent korrekten Anstellwinkel um eben vollen Druck abzugreifen und deutlich in den Knien (Deine erste voll durchgeglittene Halse wird also eher eine Speed-Halse, als eine zu enge Powerhalse - was erstmal keine Rolle spielt) => Du hast - vermutlich - kein Lüderitz-Flachwasser (!) ... also werden Dir schon hierbei ein paar kleine Wellen / Chop "entgegen" kommen ... => NUR: => Dir doch Wurst - Capitano !) - Du bleibst tief federnd in den Knien und deutlich aber nicht zu stark - eben konsequent - auf der Kante .... (beim einleiten Deines "Slingshots" hat Du unmerklich, ja katzenartig den hintern Fuß aus der Schlaufe genommen und geschmeidig auf die optimale Position Deines Boards gesetzt ...stimmts ... ;) ...)

    Quasi einziger Unterschied zu den Speedfahrern: Du beendest dieses abfallen auf tiefen Raum-Kurs eben nicht.................. (!).

    Das Ergebnis MUSS sein: Du hast das gute Gefühl, dass Du eher in der Kurve noch schneller geworden bist ...


    Soweit Teil I

    => -Teil II, III und IV ...- dann die Tage - ist jetzt zu spät ...auch zum tippen ... Adios ... !

  • KaSailor
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    • 24. April 2025 um 00:05
    • #5
    Zitat von Michlsurf

    Oft sehe ich , dass man die einzelnen Phasen des Manövers versucht "abzuarbeiten". Also bei jeder Phase auf die vorangegangene "reagiert" - so wird das nichts ... wer reagiert ist meist ZU SPÄT mit allem ...

    Guter Punkt

  • c-bra
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    • 24. April 2025 um 06:36
    • #6

    Arbeite seit 40 jahren dran, immer noch work in progress

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • DI7
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    • 24. April 2025 um 07:03
    • #7

    Schnelle, tiefe Raumschotskurse fahren im Chop - fast am Limit - und das mal auf der Geraden mit der Zeit komfortabel finden.

    Dann solche Fahrten in den starken Böen einleiten ... überpowert ...

    Das sind Vorübungen, die schon viele nicht/nie schaffen/machen/können ...

  • sheshe
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    • 24. April 2025 um 07:51
    • #8
    Zitat von DI7

    Schnelle, tiefe Raumschotskurse fahren im Chop - fast am Limit - und das mal auf der Geraden mit der Zeit komfortabel finden.

    Dann solche Fahrten in den starken Böen einleiten ... überpowert ...

    Das sind Vorübungen, die schon viele nicht/nie schaffen/machen/können ...

    Genau, das wird eigentlich immer vernachlässigt, da man zu fest auf die Technik schaut. Es hilft enorm, die Halse voller Selbstvertrauen und mit max. Speed in einer Böe einzuleiten. Da kannst du auch Fehler machen und gleitest trotzdem durch. Nebenbei macht das auch noch Spass und lässt das Adrenalin tanzen.

    Speed ist dein Freund, wie eigentlich überall :P

    Die Halse ist das erste Manöver in der Surf-Karriere, das man nicht komplett auseinander nehmen und einzeln üben kann. Versuche trotzdem, verschiedene Methoden auszuprobieren. Also z.B Segelwechsel aber switch weiterfahren, Fusswechsel aber kein Segelwechsel, grosse/enge Radien, Snapjibe, Backwindjibe, Low-Wind Segel shiften mit Mast nah am Körper, etc. All diese Spielereien geben dir mehr Vertrauen und Sicherheit und führen schlussendlich zum Erfolg. Sei nicht technikversteift, auch wenn es eine "Idealversion" gibt, führen viele Wege zu einer geglückten Halse. Aber versuche auch, keine groben Fehler anzutrainieren. Die kriegt man fast nicht mehr weg. Zudem hilft es, das ganze auf kleinem Zeug bei viel Wind und im Flachwasser ohne Chop zu üben. Möglicherweise hilft auch eine Privatstunde bei einem Surflehrer, um externes Feedback zu bekommen.

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    • 24. April 2025 um 08:01
    • #9

    Videos anschauen wo gute Halsen gefahren werden, sich selber Filmen lassen, anschließend Fehleranalyse was bei dir anders läuft.

  • DI7
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    • 24. April 2025 um 08:25
    • #10

    Trennbar:

    Getrennt üben, auch bei weniger Wind, kann man den korrekten Fußwechsel und das Boomshaka-Shiften (Guy Cribb).

    Das gehört vollautomatisiert - aber eben wie sheshe richtig schreibt, ohne eingeschlichene Fehler, sonst, ...

    Clew first stabilisieren/fahren ist eine wichtige Zwischenstation/Rettungsfunktion. Lässt viele Halsen trocken enden und vorher mehr zu. Hin zur echten Powerhalse, dann einfach immer früher shiften versuchen.

    Untrennbar:

    Kräfteverhältnisse antizipieren und Variationen verfügbar haben, ist das Um und Auf. Dazu braucht es fast immer die unaufgedröselte Powerhalse am Stück.

  • Manihiki
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    • 24. April 2025 um 08:33
    • #11

    Und eins noch: Immer dahin schauen, wo man hinfahren will.
    Speed und tief raumschots und ein Board, das gut um die Kurve fährt, muss garnicht so klein sein.

    Mir hat geholfen:

    gleichmäßiger starker Wind den ganzen Tag und Stehrevier, so dass viele Wiederholungen mit viel Speed und kleinem, handlichen Segel bis zur Erschöpfung möglich sind.(Leucate/ La Palme Etangs bei Tramontana damals auf Mistral Tarifa!/ 3,5 North Wave Segel)

    Starker Wind und glattes Wasser. (Sardinien Porto Pollo auf der Leeseite, da war ich oft fast alleine! auf dem Wasser mit meinem Sunset Slalom und hab die perfekt durchglittene Halse gelernt. Hier viele Wiederholungen durch die kurze Strecke nötig)

  • Capricorn
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    • 24. April 2025 um 08:57
    • #12

    kann dir nicht helfen..... sorry

    erinnere mich nicht mehr.....

    irgendwann in den nun 51 Surfjahren "ging's halt einfach"

    ^^

    dafür aber jetzt noch immer äusserst zuverlässig...

    (dafür gehen viele andere Moves nicht mehr :/)

    surfen ist also lebenslanges Lernen und Wachsen mit Niederlagen.... hält aber jung - sowohl den Kopf, wie auch den Körper 8)

    (den Kopf vor allem, weil er dir immer mal wieder gewaschen wird bei einem Abgang - Kopfwäsche der allerbesten Art also...)

  • Surfer63
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    • 24. April 2025 um 09:59
    • #13

    Ich habe das Manöver zuerst auf einem Raceboard einer Fanatic Cat 370 begonnen zu lernen, der Radius was gefühlt der halbe See und alles ging langsam.

    Hatte noch wenig mit der "Motorboothalse" zu tun, die wir lernen wollten.

    Als ich einen der ersten F2 Sunset Slalom bekommen hatte, ging es voran, da damit der nötige Ausgangsspeed vorhanden war.

    Wir haben dann in Fehmarn am Wulfner Hals eine Videokamera ins Waaser gestellt und ewig geübt und gefilmt. Abends wurde Videoanalyse gemacht. So kamen wir dem Manöver näher.

    Es hat aber noch eine ganze Weile, sprich Jahre, gedauert, bis mir alle Feinheiten klar waren und ich die umsetzen konnte.

    Kontrolle und Coaching von Dritten war aber der Schlüssel, die Selbstwahrnehmung täuscht einen manchmal.

    Jedenfalls ist üben mit einem Dritten meine Empfehlung und ein geeignetes Board und Segel.:)

    Mit der Duck Jibe ist es ähnlich gelaufen.

    Es gibt aber immer wieder Halsen, die nicht so ablaufen wie geplant, weil was dazwischen kommt, Chop oder Seegras, oder einfach etwas unkonzentriert im Laufe des Tages, auch fehlende Kraft irgendwann.

    Mit einem grossen Freemove Board und passenden No Cam Segel lernt sich die Halse am besten und die Halsen Videos von Nico immer wieder ansehen, besser und klarer kann man das nirgends sehen.:)

  • Surfer63
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    • 24. April 2025 um 10:09
    • #14

    Ein schönes Manöver um neben der Halse viel über Boardbelastung und Segelkontrolle zu lernen ist auch der 360er.

    Den kann man versuchen, wenn man schon weit ist mit der Halse.

    Am besten im Stehrevier, da es sehr viele missglückte Versuche geben wird, aber er ist eine gute Übung und wenn er mal klappt ein echtes Supermanöver.

  • okidoki
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    • 24. April 2025 um 10:31
    • #15

    David1234 tolles Thema! Wichtiges Thema!

    Wie ich die Powerhalse gelernt habe.....

    (Vorab, ich habe mit dem Windsurfen als 9 Jähriger angefangen, das war 1980 im Sommer, bin dabei geblieben bis Mitte/Ende der 90er. Dann Pause bis 2015. Neustart im Sommer 2015. In dieser Zeit, bis Ende der 90er habe ich viel gelernt und gekonnt, auch die Powerhalse, als Wiedereinsteiger nimmer. Herum gekommen bin ich immer, nur nicht im Gleiten.)

    Ich habe mich damals in einem Forum angemeldet ( da hatte ich schon teilweise mein eigenes Material) Habe gelesen und so meine Infos bekommen. Irgendwann im Urlaub mit einer GoPro gefilmt und ein Video hoch geladen. Meine Halsen...naja....absolut nicht gut! Wer mir geholfen hat, ganz genau meine Vorredner die Dir geantwortet haben. In erster Linie, also eigentlich bevor ich überhaupt ein Video hoch geladen habe, habe ich Rumpelstilzchen kennen gelernt. Von ihm habe ich als erstes sehr brauchbare Tipps bekommen. Und habe relativ schnell dazu gelernt. Kurz, viele User die hier sind kennen mich schon lange und die haben mir, was die Powerhals betrifft, in irgend einer weise geholfen. (eigentlich immer geholfen, Fahrtechnik, Material usw...okay, bei allem)

    Wo bei mir das Problem gelegen ist, das Schiften und der Fußwechsel. Was hab ich gemacht: Den Fußwechsel früher machen, automatisch auch früher das Segel geschiftet. Das war es bei weitem nicht. Ich war viel zu langsam. Das Schiften bei leichtem Wind geübt und zwar das Umgreifen, je schneller desto besser. Den Fußwechsel auch dazu.

    Bei starkem Wind versucht umzusetzen. Das dauert aber, Üben, Üben. Es ist aber auch gelungen. Nächster Knackpunkt war Geschwindigkeit halten, ich bin nach dem Fußwechsel/Segelschiften aus dem Gleiten gekommen und fast gestanden.

    Ich habe meine Einleitung total überarbeiten müssen. Heißt, nimmer die ganze Bö ausnutzen, sondern in der Bö, wenn Diese auch noch so stark ist, zu Halsen. (übrigens, diesen Tipp habe ich von Rumpelstilzchen bekommen, nachdem ich eine wahnsinns Halse von ihm gesehen habe, sozusagen Vorbild, Danke Dir nochmals dafür!) Damit war es aber nicht getan, in meinem Eifer habe ich auf wichtiges vergessen, mein Fußwechsel hat gepasst, das Schiften nimmer, ich war zu schnell bis zu diesen Punkt und bin trotzdem wieder "abgesoffen". Grund, meine "Segelführung" und der Griff an der Gabel. Mein Griff war zu eng, Segel hat Zug aber ich konnte den Zug/Druck nicht gut händeln.

    Nächste Übung, breiter Griff an der Gaben bei der Einleitung und Segelführung geübt, heißt bis nach dem Fußwechsel mit ganz kurzer Schothorn-Vorausfahrt.

    Später das Schiften dazu "laufen" lassen. Das waren meine Knackpunkte. Das war aber nicht in ein-zwei Saisonen abgearbeitet. Was mir geholfen hat, das alles gut umzusetzen und zu Üben waren: Torbole und Malcesine als Spot in der Urlaubszeit. Mein Homespot, der Neusiedlersee. Hatte zu dieser Zeit etwas wenig Wasser, also Üben nur mit kleinem Board. Die Skills üben mit kleinem und großen Board bei leichten, mittleren und starken Wind.

    Meine Einteilung pro Session: Warm Fahren, ein bis zwei Schläge, dann halbe Stunde intensiv Üben, dann frei fahren und anwenden. Nicht darüber nachdenken was schief gegangen ist, das habe ich in der Pause gemacht. Eine Session ca. 1 bis 1,5 Stunden.

    Wasserzeit hilft, Komfort-Zone verlassen, kürzere Schläge bei deiner Übungszeit, Konzentration.

    Ich hoffe ich habe nix vergessen, für diesen Text hats länger gedauert, war immer irgendeine Störung.

  • Surfer63
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    • 24. April 2025 um 11:30
    • #16

    In der SURF 04/2025 ist eine Beschreibung zum Lernen der Halse mit vielen Bildern und den Knackpunkten.

    Ich sehe immer wieder folgende Fehler, die man bei sich korrigieren sollte, wenn vorhanden

    1. Falscher Kurs bei Einleitung der Halse

    Die Halse wird auf Am Wind oder Halbwind Kurs begonnen, dadurch wird aber der Winkel der Halse zu groß und man ist zu langsam

    => Raumschot Kurs fahren, schnell werden, dann Einleitung


    2. Aushaken und Segel öffnen

    Beim Trapez aushaken wurd das Segel geöffnet, die Geschwindigkeit lässt nach, da kein Segeldruck mehr da ist

    => hintere Hand etwas zurück und dicht halten beim Aushängen, möglichst schneller Ablauf incl. hinterer Fuss auf Leekante setzen


    3. ewiger Vorwindkurs

    Das Board fährt ewig auf Vorwindkurs, weil Fusssteuerung und Vorlage fehlen

    => deutlich in die Knie gehen, hinteren Fuss belasten, Rigg dicht halten und etwas in die Kurve legen, incl. Körper, Arm vorne deutlich strecken


    4. Spätes Schiften

    Die Halse wird bis zum neuen Halbwind Kurs durchfahren, damit bekommt das Segel zu viel Druck beim Schiften

    => je nach Radius und Geschwindigkeit früher schiften, das Segel ist nicht zum Festhalten da, Gleichgewicht kommt aus den gebeugten Knien


    5. Heck säuft ab

    Das Heck säuft ab, wegen Rücklage und/oder zu spätem Fusswechsel

    => Arme länger und Gewicht nach vorne, mit gebeugten Knien stehen

    => je langsamer man durch gleitet, desto früher Fuss Wechsel + Gewicht auf den Mastfuss


    Da es ja viele Halsenvarianten gibt, kann man einzelne Steps variieren, aber eine Art sichere Standardhalse sollte sich jeder erarbeiten, die auch in kritischen Situationen klappt, zB. Ausweichsituation, brechende Welle, Hindernisse

  • okidoki
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    • 24. April 2025 um 13:40
    • #17

    Kleine Anmerkung noch zu meinem Post oben, ich war immer schlampig mit meiner Fußstellung. Nachdem ich mit dem hinteren Fuß aus der Schlaufe bin, hab ich den Fuß immer recht schlampig vor die hintere(n) Schlaufe(n) gestellt. Den Fehler machte ich bei beiden Boards. Der Fuß kam aus der Schlaufe und unbeherzt aufs Board, fast gestampft und rein in die Halse. Ich beschreibe mal meine Fußstellung: Vorderer Fuß noch in der Schlaufe, der Hintere, der aus der Schlaufe, zeigte irgendwie mit den Zehen in Richtung Rail, die Füße standen nicht parallel. Eher so wie Quaxi der Frosch. Wenn ich in die Knie bin, hatte ich zu wenig Vorlage. Rum gekommen bin ich immer, gar nicht soooo schlecht, aber zu langsam und hinten raus aus dem Gleiten. Kurz, mein Stand war sehr patschert.

    Jetzt, also seit vergangene Saison habe ich mich mehr bemüht. Mein hinterer Fuß, wenn aus der Schlaufe, steht mit den Zehenspitzen fast gleich wie mein vorderer Fuß, der noch in der Schlaufe steckt, nahe zur Rail. Gehe ich jetzt in die Knie hat es Wirkung. Mit, wenn ich in den Knie bin, verlagert sich mein Gewicht schräg nach vor und die Rail wird auch gut belastet, das Board carvt jetzt und hält die Geschwindigkeit. Mit dem "mehr" an Geschwindigkeit muß ich jetzt meine Segelführung weiter verbessern, sowie den Fußwechsel. Viel ist es nicht mehr. Mit dem kleinen Board bin ich mittlerweile so schnell, dass ich das Segel einfach umschlagen lasse, wenn ich die Segelhand los lasse, also eher bissl schlampig, aber ich gleite noch. Die Füße müssen noch mehr an "Umstellgeschwindigkeit" dazu gewinnen.

    Zum Bewegungsablauf, was habe ich gemacht: Über die kalte Jahreszeit, Trockentraining. (die letzten zwei Winter schon) Holzbrett, darauf ein Ghost-Rigg und üben.

  • Manihiki
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    • 24. April 2025 um 13:57
    • #18

    Zum Üben der Segeltechnik und der gleichmäßigen Kurvenbelastung des Boards ist ein Strandsurfer https://www.dailydose.de/kleinanzeigen/…f=kk&pg=0&ci=26

    ideal, quasi Laborbedingungen, kein Geschwindigkeitsverlust, keine vertikalen Störungen.

    (Ich hab ein ähnliches Modell mit noch etwas größerer Standfläche als das verlinkte)

  • okidoki
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    • 24. April 2025 um 14:27
    • #19
    Zitat von Manihiki

    Zum Üben der Segeltechnik und der gleichmäßigen Kurvenbelastung des Boards ist ein Strandsurfer https://www.dailydose.de/kleinanzeigen/…f=kk&pg=0&ci=26

    ideal, quasi Laborbedingungen, kein Geschwindigkeitsverlust, keine vertikalen Störungen.

    (Ich hab ein ähnliches Modell mit noch etwas größerer Standfläche als das verlinkte)

    Sowas ist echt genial! Ich kenne das von div. Videos, das bringts finde ich.

  • David1234
    Schlaufenfahrer
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    • 24. April 2025 um 14:42
    • #20

    Besten Dank für Eure Mühe, Eure Erfahrungen hier zu schildern, Eure Tips und Hinweise, finde ich super, tolles Forum! :love:

    Heute ist laufen und vielleicht noch etwas Wellenreiten angesagt, die nächsten zwei Tage hats laut Vorhersage wieder ordentlich Wind, dann habe ich viel zum üben & ausprobieren.

    Konkret (u.a.) nehme ich erst mal mit für die nächsten Sessions:

    - mentale Einstellung!

    - downwind fahren noch mal richtig üben auch in Böen

    - Einteilung der Session in warmwerden - konzentriert Halse üben - entspannt fahren

    - Aushaken ohne Speedverlust (u.a. durch breiten Griff)

    - richtige Fussstellung und Körperhaltung beim Ancarven

    Natürlich ist in Euren Beiträgen noch viel mehr enthalten, auf das ich (und vielleicht andere !?) in Zukunft zurückgreifen kann. Ich werde berichten...

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