Freestyle Segel wollen aufrecht gefahren werden 🤷♂️
Druck auf dem hinteren Fuß
-
-
Aufrechter ist artgerechter da wir hier ja nicht von Slalom etc sprechen.
Beschreib das bitte mal genauer. Gelenkswinkel, wo drückt es am/im hinteren Bein? Drückt der Fuß vertikal/lateral? Spürst Du den Oberschenkel? Fährst Du quasi zwangsläufig Höhe?
Klar ist, dass der Oberschenkel mehr arbeiten muss, wenn das Gewicht nach achtern verlagert wird. Was wie Du schreibst gerade auf tieferen Raumen geschieht - und richtig ist.
Wallsit heißt Deine Übung.
Wallsit - ohauaha 😅 aber wat mutt, dat mutt wohl!
Wie soll ich den Druck auf das hintere Bein beschreiben... ich habe halt das Gefühl, dass das Board hinten abheben will und ich es nur durch Runterdrücken unter Kontrolle bekomme. Der Druck zeigt sich dann insbesondere am vorderen Oberschenkelmuskel (Quadriceps). Geht auch ein bisschen auf die Knie, was unangenehm ist.
Ich fassen nochmal zusammen (von gestriger Session, die nur in Böen überpowert war):
- Segeltrimm: kürzeres Schothorn - sofortige Verbesserung im Segeltrimm. Segel leichter, freier, bauchiger.
-Trapeztampen knapp 1 cm weiter hinten: auch ganz gut, ob Gamechanger muss ich nochmal testen.
Nach diesen zwei Feststellungen habe ich
- daran gearbeitet, mich bei viel Druck bewusst nach vorne zu lehnen: War schon gut, da kann ich noch besser werden, hat etwas das hintere Bein entlastet.
- mich dann auch mal aufrechter hinters Segel gestellt: hat wesentlich das Bein entlastet, fühlt sich aber noch ungewohnt an im Vergleich zu meinem bisherigen Fahrstil und es besteht die Sorge, dass es mich bei krassen Böen dann einfach übers Board lupft

Ich habe alles nacheinander ausprobiert, nachdem ich nach und nach Besserungen festgestellt habe. Mastfuß- und Schlaufenposition bislang unverändert. Wobei ich bei allem, was ich gestern probiert hatte, am Ende bei den Füßen schon gedacht habe, dass die Schlaufen irgendwie anders müssen, wenn ich jetzt dauerhaft so fahre wie oben beschrieben.
Mit Glück ist heute nochmal Wind🙏
-
Kleinere Finne(n) fällt mir da noch bzw wieder ein, so wie Du das beschreibst.
Und/oder früher das kleinere Board.
-
Habe mir gerade auf Insta mal Videos von Lennart Neubauer angeschaut. Danke für den Tipp dazu, kam auch von hier (weiß nicht mehr, von wem... sheshe ? Michlsurf ???)
Zuerst dachte ich "Cool, der fährt mein Segel
" (oder fahre ich seins? Wie auch immer lol)Dann dachte ich "Kann der einmal geradeaus fahren, dass ich mir das einmal in Ruhe angucken kann?!?!?"

Und festgestellt, dass Lennart natürlich kein Typ ist, der einfach geradeaus fährt

Man darf ja immer ein bisschen träumen... Und vielleicht fange ich irgendwann auch mal das Tricksen an. Es gibt auch schon vorsichtige Versuche (z.B. einhändiges Segelshiften in der Halse!).
-
Ne, ich meinte Kabbel-bei-WNW
BTW sind Freestylesegel doch eher nicht für den oberen Windbereich gemacht...
-
Mein Sohn fährt Freestyle Segel nur im oberen Windbereich von 4.0 - 5.2. Er zieht auch ordentlich LL rein und fährt den GB ganz oben. Okay, er ist 1,95 groß und hat circa 85 kg.
-
-
Gestern konnte ich leider gar nichts richtig ausprobieren. Zu viel Druck. Nachdem es mich in drei Wasserstarts komplett übers Board gezogen hatte und ich beim Fahren nicht annähernd das Segel dichtziehen konnte, habe ich es dann erstmal gelassen

Meine Schmerzgrenze - generell und unabhängig vom Thread Thema - liegt im Moment bei 30 bis 32 Knoten, da waren wir gestern weit drüber.

-
Vielleicht kannst du auch mal wo ein Segel testen, das von der Charakteristik her druckpunktstabil und auf Kontrolle ausgelegt ist, Severne Blade, Point-7 Spy oder so. Vielleicht würde das dein Problem lösen.
-
Für so Tage vielleicht doch ein kleineres Segel, 3.7, für deine Statur anschaffen? 😉
-
Meine Schmerzgrenze - generell und unabhängig vom Thread Thema - liegt im Moment bei 30 bis 32 Knoten, da waren wir gestern weit drüber.

Nur mal zur Einordnung .....(da ich nicht im Ansatz erkennen warum Du Deine Freestyle-Segel wechseln solltest ...)
=> Du Surfst am Meer. Und sagst deine Schmerzgrenze ist 30-32 KN (Dein 4,0er ist das kleinst-mögliche Segel - richtig ?...)
und
=> und da wart Ihr also gestern weit drüber ....so, so .... (hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich neidisch bin ...
.... wie auch immer)Ich wiege - ohne alles 90 - 92 Kg und mit alles (wie am Döner-Stand
) - also Trapez (nass) 3/4 Anzug (auch nass) - sicher gut 95 Kg im Schnitt.=> bei 30 - 32 KN überlege ich ob ich das 4,0 oder das 3,7 nehme - wohlgemerkt zum kleinen 85 L (konstante Bedingungen oder zum 96 L bei sehr böigen Bedingungen)
UND: => bei weit über 32 KN => ziehe ich mein 3,5er Segel durchaus flach - und nutze die Öse für das Schothorn - unten - (=> auf den Bildern unten noch Öse oben .. deswegen bin ich extra reingefahren ...) => um noch mehr Twist rein zu bekommen: Das Segel mit dem 85 L Board gleitet dann so auch trotzdem noch locker durch die 37 - 30 KN "Windlöcher" - um bei der nächsten Böe mit deutlich über 32 KN wieder richtig massiv Vortrieb für den "Kleinen" zu liefern..... ( mit dem "Schweren" => "On-Board"
....)Insofern: Benötigst Du bei solchen Bedingungen sicher ein Segel deutlich unter 4,0m² ....
Beispielsbild:
Themawie wars - wie es war
hier einfach alles rein was ihr zu euren letzten, schönsten, kuriosesten sessions mitteilen wollt
c-bra7. August 2023 um 17:09 -
Zu gestern ... Also als ich aufgeriggt habe - 4.0 - hatten wir so 26 bis 27 Knoten. Ging auch mal runter auf 24 Knoten. Dann umgezogen, Material geschnappt, und beim ins Wasser Laufen eigentlich schon gemerkt, dass der Wind plötzlich reichlich(!) zugelegt hatte. Ich dachte mir, okay, ist vielleicht nur eine Phase, erstmal probieren, aber es wurde konstant mehr und wir tippen, dass es am Ende rund 35 Knoten mit Hack-Böen waren. Ich kam am Ende auch nicht mehr safe alleine ausm Wasser, man musste mir mein Material raustragen (was seit dem kleineren Funboard/Freestyle Material SEHR selten vorkommt und sich wie ein mega Walk of Shame anfühlt, aber safety first).
Mein kleinstmöglichstes Segel ist inzwischen 3.6, aber da ich von einem niedrigeren Grundwind ausgegangen bin, habe ich das gestern nicht aufgebaut.
Okay, aber was lernen wir/ ich daraus, vor allem, wenn ich Michlsurf s letzten Beitrag lese:
- Nein, ich werde meine Freeks nicht weggeben (kam mir auch noch nicht in den Sinn, auch wenn ich bei all den Besonderheiten von Freestyle-Segeln, von denen ich hier bisher gelesen habe, ein paar Mal schlucken musste).
- Die Segelgröße nicht nach "maximal ausreizen" auswählen, sondern mit Bedacht!
- Es ist ok, wenn man bei 30 Knoten Plus auch mal sagt, nö, büschen zu doll

- Bei angenehmeren Bedingungen wieder an der Fahrtechnik feilen, damit ich keine Oberschenkel kriege wie He-Man.
- Einstieg ins Tricksen googlen (gut, war in diesem Thread noch nicht Thema, aber kam mir gerade in den Sinn).
😁
-
Achso, nun übrigens 10 Tage Flaute voraus

-
Hatte ähnliche Probleme auch, bin auch FS Segel gefahren. Da ich häufiger in Leucate bin wo es sehr böig ist habe ich auf Powerwave 5 Latten Segel gewechselt. Sie fühlen sich halt nich so leicht und handlich an im Vergleich, aber ich fahre damit deutlich besser! Der Zug ist gleichmässiger, stabiler, es ist weniger ein Kampf mit ON/OFF. Sie ziehen irgendwie einfach besser und beschleunigen.
Ich vermisse sie und werde wohl fürs Foil die grösseren Grössen wieder kaufen, aber nur so als Inupt. evt leihst du dir mal ein einfacheres Set up zum schauen wies geht damit dus dann auf deinem Material einfacher hast
-
Nein, ich werde meine Freeks nicht weggeben (kam mir auch noch nicht in den Sinn, auch wenn ich bei all den Besonderheiten von Freestyle-Segeln, von denen ich hier bisher gelesen habe, ein paar Mal schlucken musste).
...
- Einstieg ins Tricksen googlen (gut, war in diesem Thread noch nicht Thema, aber kam mir gerade in den Sinn).
Nun, das man ein Segel in der passenden Größe aufbaut und nicht das was man sich für den Tag aufgrund der Vorhersage vorgenommen hat ist selbstverständlich.
Zu den Segeltypen: um bei Severne zu bleiben, da hat ein Freek im Vergleich zum S1 und zum Blade halt eine andere Stärken-Schwächen-Verteilung. Der Druckpunkt, die Fahrstbilität insgesamt ist bei Blade einfach eine andere. Du musst da ja nicht dein Segel tauschen, aber ein Freek ist gerade bei deinem Gewicht weniger optimal.
Wenn du den Einstieg ins Tricksen willst - sicher nicht bei den genannten 35kn und dann kann dein Segel abgesehen von der Größe richtig sein.
BTW. du fährst bei den Bedingungen auch noch ein Freestyleboard (welches und wieviel Volumen?)? Wenn ich es richtig verstanden habe ist auch dass wenig optimal. Ein laufruhiger FSW oder FW (z.B. Tabou 3S) ist da deutlich geeigneter.
In Summe ist die Haltung eine ganz andere und du kannst auch mal locker lange Schläge "eingelockt" fahren. Das Board und das Rigg federn einen Großteil der rauhen Bedingungen ab.
-
Freestyle Segel sind relativ druckpunktstabil, ausser bei Überpower. Sie brauchen kein LL und wollen bauchig gefahren werden (auch bei Überpower!). Du hast also nur wenig Trimmmöglichkeiten bei einem solchen Segel.
Morgen könnten wir wieder an die 30 Knoten kriegen. Deswegen nochmal ein paar Fragen:
"Freestyle Segel sind relativ druckpunktstabil, außer bei Überpower"
.... heißt das, bei Überpower springt der Druckpunkt hin und her?
"Sie brauchen kein LL"
... Okay, habe ich gecheckt

"Und wollen bauchig gefahren werden"
... Habe inzwischen auch raus, wie sie gut Bauch kriegen. Es gibt tatsächlich fast nur eine Einstellung, wo sich der Bauch bildet.
"Du hast also nur wenig Trimmmöglichkeiten bei einem solchen Segel"
... d.h., es kommt super drauf an, die richtige Größe zu wählen, oder? Oder wie meinst Du das?
.................
Neulich eine Session gehabt - Wind war super, Segel optimal. Konnte mich entspannt ins Segel hängen und rumcruisen. Dann hat der Wind zuletzt und ich war leicht überpowert. Bin bewusst aufrechter gefahren. Fühlt sich immer noch komisch, eher konterintuitiv, an. Aber interessanter Weise konnte ich so kontrollierter fahren und der Druck auf Fuß und Knie hinten war auch im Normalbereich. Außerdem sind die Schlaufenpositionen bei aufrechterer Fahrweise nicht ganz stimmig. Nicht mal Position und Abstand, sondern es ist eher der Winkel der Schlaufen, der nicht stimmt, da sich die Füße etwas anderes drehen, wenn ich aufrechter fahre.
Trotzdem - immer noch ungewohnt. Habe mich sonst bei Starkwind immer richtig krass unter den Segeln klein gemacht.
-
Ich würde die hinteren Schlaufen weiter nach außen setzen. Vorausgesetzt du fährst kein Waveboard mit Mittelschlaufe. Das wäre dann das Problem. Waveboard ist ja zum Wellenabreiten gebaut, nicht zum Halbwind Heizen.
-
...weiter oben steht was von Freestyleboard....
-
Freestyleboard soll ja auch nur auf Reisegeschwindigkeit beschleunigen, um dann einen Trick aufzuführen. Ich denke, dass man für einige Trick Manöver den Druck auf dem hinteren Fuß benötigt, um sich besser abzustoßen. Wird also Board Design ursächlich sein.
-
So, Zeit ist vergangen. Zum Glück auch viel Zeit auf dem Wasser. Und es wird besser.
Mein letzter Beitrag hier war Mitte Mai. Was ich inzwischen geändert habe:
Ich fahre die Gabel viel! höher und kürzere Trapeztampen. Mega Unterschied. Um beim Thread-Thema zu bleiben: Der Druck auf den hinteren Beinen hat sehr nachgelassen und ist jetzt im Normalbereich würde ich sagen.
Kürzere Finnen! Fahre Thruster-Setup. Habe dazu an anderer Stelle auch mal einen Thread gemacht. Habe mir jetzt nochmal kkürzere Seitenfinnen geholt (9er auf dem 78l Board) und das Board fährt nun extrem (druck)frei, das ist ungewohnt, aber toll!
Noch gewissenhafter die Segelgröße wählen. Auch super wichtig. Habe fünf Segel zwischen 3.6 und 5.2, ich schreibe mir jetzt richtig auf, in welchem Knotenbereich welche Größe funktioniert. Für die beidengrößeren Segel habe ich es schon raus, nach unten hin bin ich noch am Rausfinden.
Die Schlaufen strammen eingestellt. Habe die für den Emergency exit immer recht weit gefahren. Ein bisschen enger heißt auch ein bisschen mehr Kontrolle.
Bei all diesen Sachen ist das Fahren jetzt viel angenehmer und kontrollierter. Nur irgendwie hat meine Geschwindigkeit drunter gelitten

Vorher war mein Topspeed (bitte nicht lachen) immer so bei 30kmh, zuletzt lag ich immer so zwischen 22 und 24 kmh. Das ist für mich über der Gleitschwelle, also alles gut. Vielleicht kommt das einfach mit der Zeit. Dafür fühlt sich jetzt alles besser an

-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!