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Work/Lifebalance, Lebensplanung rund ums Windsurfen

  • Gerry
  • 26. November 2024 um 07:45
  • Gerry
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    • 26. November 2024 um 07:45
    • #1
    Zitat von Happy

    @David123

    Viel Spass dir, find es genial, dass du es so machst … meine so lange unterwegs sein und nicht arbeiten 8):thumbup:

    BTW, finde ich nicht so genial, machen schon viel zu viele in De. Überall fehlen Leute und wenn davon noch der Pflegebereich betroffen ist, ist das gemilde gesagt, sehr bitter.

    In welchem Alter bist du David1234 ?.

  • okidoki
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    • 26. November 2024 um 08:32
    • #2

    In meinen Freundeskreis gibt es einige die eine Art "Auszeit" machen. Wird natürlich nicht bezahlt. Zwei haben eine Sprachreise gemacht und das Angenehme mit dem Nützlichen kombiniert. Ein Freund von mir hat sich selbständig gemacht und arbeitet von unterwegs, das schon seit 3 Jahren. Klappt anscheinend sehr gut. Bitte nicht böse sein Gerry wenn ich sage, man lebt nur einmal. Ich verstehe aber auch irgendwie deinen Gedankengang.

    Entschuldigt mein OT!

  • Surfer63
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    • 26. November 2024 um 10:11
    • #3

    Dann muss man den Gedanken mal zu Ende denken, erster Punkt wäre wohl eine menschenwürdige Arbeitsorganisation und Bezahlung, beides im Pflegebereich eher nicht vorhanden und in vielen anderen Branchen auch nicht.

    Wenn man die aktuellen Entlassungen von Bosch und ThyssenKrupp betrachtet, warum sollte man nicht sein Leben leben, wie man möchte, Rücksicht ist in der Wirtschaft sehr wenig ausgeprägt.

    Daher macht David1234 alles richtig :)

  • Manihiki
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    • 26. November 2024 um 10:35
    • #4

    Gerade im Pflegebereich kann ich mir vorstellen, dass man ab und zu eine Auszeit/ Tapetenwechsel braucht, damit man den Job machen kann. Auch in anderen Berufen natürlich. Und wenn das möglich ist, ist doch gut. Klar nervt es, wenn Projekte stocken, weil jemand nicht da ist. Aber Defizite bei Arbeitsorganisation oder Personalplanung können doch nicht diesem Mitarbeiter angelastet werden.

  • KaSailor
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    • 26. November 2024 um 11:31
    • #5

    Außerdem stehen auch einer Pflegekraft Urlaub und Vergeltung geleisteter Überstunden gesetzlich und moralisch zu. Wenn die Organisation es ermöglicht - warum nicht? Pflege ist kein Beruf wie jeder andere - aber man muss darum nicht immer und bedingungslos der Depp der Nation sein.

  • Surfer63
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    • 26. November 2024 um 12:37
    • #6

    Verschieben ist eine gute Idee, sonst schweift das hier zu sehr ab.

  • Surfer63
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    • 26. November 2024 um 12:46
    • #7

    Ich muss noch knapp zwei Jahre mit meinem AG die Work/Life Balance regeln, danach mit meiner Frau. Was schwieriger ist, wird sich dann zeigen;)

    Jedenfalls hatte ich im IT Projektgeschäft auch mehrmals Auszeiten, die haben es überhaupt erst ermöglicht, solange intensive Jobs zu machen. Trotzdem wird gesundheitsbedingt früher Schuss sein müssen.

    Flexible Konzepte sind die Zukunft, damit die Interessen aller angemessen berücksichtigt werden.

  • Surfer63
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    • 26. November 2024 um 13:16
    • #8
    Zitat von Gerry

    BTW, finde ich nicht so genial, machen schon viel zu viele in De. Überall fehlen Leute und wenn davon noch der Pflegebereich betroffen ist, ist das gemilde gesagt, sehr bitter.

    In welchem Alter bist du David1234 ?.

    Diese Situation ist ja nicht vom Himmel gefallen, die aktuelle demographische Situation, incl. Rentenproblematik, hatte ich schon in der 90er im VWL Studium als Thema und Risiko.

    Leider haben in DE Gesellschaft und Politik hier viel zu wenig getan, das kann man jetzt kaum den jüngeren Betroffenen vorwerfen, dass sie daraus den Schluss ziehen, dass Arbeiten und Rente nicht alles im Leben sind. Diese Entwicklung haben alleine die aktuellen Generationen Ü50 und Ü60 zu verantworten.

  • sheshe
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    • 26. November 2024 um 13:44
    • #9

    Ich arbeite seit 2007 beim selben Arbeitgeber, habe aber schon 10 Kündigungen und Wiedereintritte zu verzeichnen. Dazu seit 2018 Kaderposition und Fachverantwortung für unseren Bereich. Nun wollen sie mich auch noch als Teamleader...

    Ich muss wohl wieder kündigen und um die Welt ziehen, damit die Karriereleiter nicht allzu steil nach oben zeigt. Obwohl, das letzte Mal war erst vor gut 2 Jahren... Bisschen durchhalten muss ich wohl noch bis zur nächsten Auszeit :P

    Fazit: Kann mich also nicht beschweren. Manchmal hilft es halt auch, in einer Familienfirma zu arbeiten, wo der Arbeitnehmer noch Wert hat und nicht nur eine Nummer ist.

  • Gerry
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    • 26. November 2024 um 14:07
    • #10

    An Urlaubstagen und Feiertagen liegen wir in DE sehr weit vorne. Das gilt auch beim Lohn.
    Wie sagt man so schön, ohne Musiker kann das Orchester nicht spielen, da kann der Dirigent noch so gut sein. Ich erlebe es täglich, dass überall Leute fehlen — egal wo. Genehmigungen dauern teilweise Jahre und wenn diese vorliegt, geht nichts voran, da kaum noch jemand den Job macht.
    Hohe Löhne machen alles kaputt, da Dienstleistung oder Ware unbezahlbar wird. Ein Großteil geht frühzeitig in Ruhestand, obwohl man gebraucht wird. Die Erbengeneration fängt gar nicht erst an zu arbeiten. Eine Gruppe studiert ewig und hangelt sich so durch. Wer ist denn überhaupt noch da und will arbeiten?

    Mein Sohn lebt im Ausland — Mehr Arbeitsstunden, weniger Gehalt, weniger Urlaub, aber es geht voran!

    Ich gönne es jedem, dass man Monate Urlaub hat, aber man sollte auch einmal an seine soziale Verantwortung appellieren

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    • 26. November 2024 um 14:35
    • #11

    Ich könnte nicht mehr 100% in der Pflege arbeiten und nur 5 Wochen Urlaub im Jahr haben. Auch wenn ich den Beruf gerne ausübe. Es zerrt zu sehr und belastet psychisch. Teilzeit ist für mich okay. Machen ganz viele, wenn es finanziell möglich ist.

    Höhere Löhne, bessere Bedingungen wäre die Richtung um gegen den Mangel an Pflegefachkräfte anzugehen und den Beruf attraktiver zu machen. Ich habe mir mal gesagt, spätestens mit 60 höre ich auf, wenn es geht. Mal sehen, ist nicht mehr lange.
    Mein Mann ist 6 Jahre jünger und Lehrer, er hat 12 Wochen unterrichtsfrei im Jahr, in der Zeit nehme ich mir auch frei. Mein Mann hatte 2020 seinen ersten Stent, dann ein Jahr später nochmals zwei bekommen, er hat seitdem eine andere Einstellung und Angst, weil sein Cholesterin genetisch bedingt hoch ist und die Lebenserwartung nicht. Klar er nimmt Medis, achtet auf Ernährung, Bewegung usw. aber das Gefühl es kann jederzeit zu Ende sein ist da. Seitdem planen wir eine längere Auszeit zu nehmen und am Stück länger zu verreisen, wahrscheinlich wird es 2026 klappen. Ist nicht ganz einfach, da ein Sohn nicht ganz stabil ist und auf eigene Beine steht, aber es wird so langsam. Ich finde es wichtig, das Leben zu geniessen, solange man kann und noch fit ist.

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    • 26. November 2024 um 14:37
    • #12

    Happy ich drück euch ganz toll die Daumen!!!

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    • 26. November 2024 um 14:49
    • #13

    Gerry ich glaube, das Geld ist falsch verteilt, um es einfach auszudrücken, also die Löhne von Menschen in oberen Positionen, die verdienen viel zu viel und andere zu wenig. Wenn ich höre, das manche 20000 und mehr im Monat verdienen da bleibt mir der Mund offen … ich kann das nicht verstehen.

  • Michlsurf
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    • 26. November 2024 um 15:37
    • #14

    Ich kann alle Punkte, die zum Leben geschrieben werden – sehr gut verstehen. Zumal von Berufsgruppen, welche mental stark belastet sind und gesellschaftlich einfach übervorteilt werden. (um nicht gleich – ausgenutzt – zu schreiben).

    Dennoch: genauso kann ich die Argumentation von. Gerry als Kaufmann mit volkswirtschaftlicher Bildung und gleichzeitig täglich technischer Vertriebler auf den Baustellen im Süden, von Deutschland… Mehr als nachvollziehen(!).

    (!).

    Erst heute wurde wieder eine Zahl veröffentlicht, dass in der Bundesrepublik Deutschland jedes Jahr (!!) – Knapp 300.000 Arbeitskräfte fehlen… Man spricht mittlerweile schon von Arbeitskräften und nicht nur von Fachkräften…

    (Geht aus meiner Sicht nur über gut organisierte Zuwanderung samt engagierter Qualifikation der selben… – Wäre machbar, wenn man es endlich richtig angehen würde… gehört aber NICHT hierher…)

  • Surfer63
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    • 26. November 2024 um 16:07
    • #15

    In DE wird halt viel und gerne gejammert.

    Aber DE ist in jeder EU Statistik zum Lebensstandard auf den vorderen Plätzen, alle größeren Volkswirtschaften liegen dahinter.

    Ob das so bleibt hängt natürlich davon ab, wie flexibel der Arbeitsmarkt in DE sein wird, mit Rezepten von gestern wandern die gut ausgebildeten Menschen ab und vom Ausland her kommen zu wenig hier her.

    Wenn die AG in DE die geänderten Ansprüche der AN und des globalen Umfeldes nicht verstehen wollen, dann scheitern sie langfristig und auch zu Recht.

  • Gerry
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    • 26. November 2024 um 16:21
    • #16
    Zitat von Michlsurf

    Ich kann alle Punkte, die zum Leben geschrieben werden – sehr gut verstehen. Zumal von Berufsgruppen, welche mental stark belastet sind und gesellschaftlich einfach übervorteilt werden. (um nicht gleich – ausgenutzt – zu schreiben).

    Dennoch: genauso kann ich die Argumentation von. Gerry als Kaufmann mit volkswirtschaftlicher Bildung und gleichzeitig täglich technischer Vertriebler auf den Baustellen im Süden, von Deutschland… Mehr als nachvollziehen(!).

    Von kaufmännischen Sachen und gar Volkswirtschaft verstehe ich wenig. Ich arbeite als Ingenieur für Großbauvorhaben. Die Leute auf den Baustellen werden sehr gut bezahlt mit allerhand Zuschlägen. Die Tochter einer Freundin arbeitet jetzt als Krankenschwester im zweiten Jahr. Der Nettoverdienst ohne Zuschläge liegt höher.als bei einem Berufseinsteiger als Bauingenieur. Ein Freund von mir ist Chef von 5 Kliniken und 3 Pflegeheimen. Da wird ordentlich verdient und viel gejammert. Es gibt auch Chefs von Familienunternehmen, bei denen bleibt am Jahresabschluss weniger übrig als bei seinen Angestellten. Anders ist das natürlich bei irgendwelchen börsennotierten Firmen.

  • jaxblckk
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    • 26. November 2024 um 16:39
    • #17
    Zitat von Gerry

    Von kaufmännischen Sachen und gar Volkswirtschaft verstehe ich wenig. Ich arbeite als Ingenieur für Großbauvorhaben. Die Leute auf den Baustellen werden sehr gut bezahlt mit allerhand Zuschlägen. Die Tochter einer Freundin arbeitet jetzt als Krankenschwester im zweiten Jahr. Der Nettoverdienst ohne Zuschläge liegt höher.als bei einem Berufseinsteiger als Bauingenieur. Ein Freund von mir ist Chef von 5 Kliniken und 3 Pflegeheimen. Da wird ordentlich verdient und viel gejammert. Es gibt auch Chefs von Familienunternehmen, bei denen bleibt am Jahresabschluss weniger übrig als bei seinen Angestellten. Anders ist das natürlich bei irgendwelchen börsennotierten Firmen.

    Das kommt auch auf die Branche an. Ich arbeite im Großhandel, habe meinen Wirtschaftsingenieur als Bachelor gemacht und direkt angefangen zu arbeiten. ´Mittlerweile 3 Jahre dabei. Netto verdiene ich weniger als die meisten meiner Freunde die auf dem Bau, als Koch oder in Schicht arbeiten.

    Verglichen mit Industrie ist das natürlich eine andere Welt, da verdient man dann als Einsteiger mit meinem Abschluss schon 20 000 mehr im Jahr Brutto.... Selbstgewähltes Schicksal ^^

  • c-bra
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    • 26. November 2024 um 17:49
    • #18

    Ich finde das Thrma unglaublich schwierig und hab eigentlich keine wirkliche meinung dazu.

    als boomer seh ich das anders als meine söhne - die sehen es auch unterschiedlich - da gibts enkel, der eine ingenieur, der andere banker.

    sogar innerhalb europas sind die nationalen unterschiede extrem gross - soziale absicherung, sabbaticals, bildungskarenz, frühpension, pension an sich.

    wir haben riesige unterschiede zwischen konzernen, KMU, gewerbe, EPU, beamten


    jeder hat unterschiedliche prios - alle 3 jahre neuer sportwagen oder SUV, firstclasstickets, TimeOnWater, familie, Fortbildung, CO2 abdruck, nur ein hobby oder viele verschiedene


    bei mir verschiebt sich vieles - u.a. altersbedingt. als schüler/student gabs viel zeit zum surfen - jedenfalls unserer meinung nach. meine (erste) frau hatte 86 ihrem chef gesagt - entweder kann ich 6 wochen nach tarifa oder ich kündige - dort angekommen hiess es am strand "was nur 6 wochen - eigentlich sind 2 bis 6 monate standard"

    die unterschiedlichen wahrnehmungen sind geblieben.


    solange jemand siene ansprüche /prios mit seinem einkommen und sozialen verpflichtungen abstimmt ohne über gebühr zu lasten anderer zu leben ist mir das alles recht.

    manche wechselten den job auf briefträger um jeden tag aufs wasser zu kommen, andere kämpfen sich in olympiakadern durch oder jobben als surflehrer, andere haun im job voll rein um dann urlaube und geiles surfzeug zu finanzieren.


    sogenannte "sozialschmarotzer" sind mir in der surfszene bislang nur sehr wenige aufgefallen, und da kann manchmal mein eindruck auf falsch sein.

    Ihr werds euch noch Anschaun - Freilassinger Zöllner via Gerd Bacher

  • Eddy
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    • 26. November 2024 um 17:55
    • #19

    bin in ich auch komplett bei c-bra

    allerdings haben sich die zeiten in zb Tarifa halt auch massiv verändert; wenn du dir dort die „Landebahn“ ansiehst stehen mittlerweile LKW‘S als „Camper“ halb illegal rum und jeden ist’s egal… wie sich „solche Menschen“ finanzieren möchte ich lieber gar nicht wissen

    :rolleyes:

  • okidoki
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    • 26. November 2024 um 18:06
    • #20
    Zitat von Eddy

    wie sich „solche Menschen“ finanzieren möchte ich lieber gar nicht wissen

    :rolleyes:

    Frage ich mich auch. Da brauchts dazu nicht mal Tarifa. Ist nicht meine Welt, keine Ahnung wie die das machen. Ich als ein "Normalo" gehe einer geregelten Arbeit nach, mit normalen Urlaubsanspruch. Auf Grund vom Alter 6 Wochen im Jahr. Reich wird man nicht (finanziell gesehen, Gesundheitlich zähle ich mich zu den Reichen) aber ich bin zufrieden wie es ist und gehe gern in meine Werkstatt. Ein Jahr nix zu tun, eine Auszeit, kann ich mir nicht vorstellen, wie? Bei den Kosten, die fürs 'Leben " aufgerufen werden? Jammern tu ich nicht, nur wundern wie einige das machen.

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