Mich würde mal eure Meinung interessieren: Seit Monaten beobachte ich eine regelrechte Kampagne der großen Marken gegen das Foil. Das Schrumpfen des Windsurfens wird dem Foil zugeschrieben, Influencer Prien & Kümpel promoten ausschließlich die Finne und im Podcast zu seinem neuen Job bei North hält Vincent Langer auch nicht hinterm Berg ("That effin' Patrik Foil").
Meine Wahrnehmung: Das Problem ist nicht das Foil: Wer es nicht mochte, bleibt halt auf der Finne und ist weniger flexibel. Bei den sich veränderten Windprofilen, sehe ich einige Finnenspezialisten vielleicht viermal im Jahr am See, während Foiler vielleicht auf 20 Sessions kommen.
Ich denke, das Problem liegt ganz woanders: Nach Covid wurden viele Freiräume in der flexiblen Gestaltung von Arbeitszeit wieder zurückgefahren, durch die Inflation in den letzten Jahren, bleibt weniger Geld für Material übrig und nicht zuletzt, steigen Jüngere ins Wingen ein (übrigens eine Foilsportart) und die Alten hören wegen Ihrer Altersgebrechen auf, oder schaffen zumindest kein neues Material mehr an. Dass das Foil als Sündenbock herhalten muss, schadet deshalb mehr als es nützt. Auf Binnengewässern mit einer Finne 60% der Zeit in Windlöchern herumzustehen, hat ja schon vor dem Foil zu Frustration geführt und nicht wenige sind ja durchs Foilen wieder aktiver geworden.
Habe ich was übersehen? Ist an der Foil-kritischen Haltung vielleicht doch was dran?